{"Signatur": "BE_OG_001", "Spider": "BE_ZivilStraf", "Datum": "2019-06-17", "PDF": {"Datei": "BE_ZivilStraf/BE_OG_001_KES-2019-232_2019-06-17.pdf", "URL": "https://www.zsg-entscheide.apps.be.ch/tribunapublikation/tribunavtplus/ServletDownload/KES_2019_232_323719a1159f182ebd8af5cfa97b333ff61114ecd421be6d2c393d33132eb663dc9daec69bda9215d03ee54d8043e7789415cdf2797ab3f17781e39d16e56cd86ffe7d26ca366c9e437d14b16e8bf8a92f918318061a8da9cbcfcba8cd70ea4a?path=323719a1159f182ebd8af5cfa97b333ff61114ecd421be6d2c393d33132eb663dc9daec69bda9215d03ee54d8043e7789415cdf2797ab3f17781e39d16e56cd86ffe7d26ca366c9e437d14b16e8bf8a92f918318061a8da9cbcfcba8cd70ea4a&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=KES_2019_232", "Checksum": "287acbbc85a594ead6be7a5ad0310699"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["KES 2019 232"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Bern Obergericht Zivilkammern 17.06.2019 KES 2019 232"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Berne Cour suprême Chambres civile 17.06.2019 KES 2019 232"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Berna Obergericht Zivilkammern 17.06.2019 KES 2019 232"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Bern Obergericht Zivilkammern"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Berne Cour suprême Chambres civile"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Berna Obergericht Zivilkammern"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "2. Zivilkammer  des Obergerichts des Kantons Bern"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Frage der Beiordnung eines amtlichen Anwaltes für die Ausarbeitung eines von der KESB zu genehmigenden Unterhaltsvertrages | unentgeltliche Rechtspflege (uR)"}], "ScrapyJob": "446973/22/2112", "Zeit UTC": "04.12.2025 01:58:22", "Checksum": "4470524ddbacb7b0c4580d7c60e14d59", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Bern Obergericht Zivilkammern 17.06.2019 KES 2019 232\nRegeste:\nFrage der Beiordnung eines amtlichen Anwaltes für die Ausarbeitung eines von der KESB zu genehmigenden Unterhaltsvertrages | unentgeltliche Rechtspflege (uR)\n\nObergericht Cour suprême\ndes Kantons Bern du canton de Berne\n\nKindes- und Erwachsenen- Tribunal de la protection\nschutzgericht de l'enfant et de l'adulte\n\nHochschulstrasse 17\nPostfach\nEntscheid\n3001 Bern KES 19 232 Beschwerde\nTelefon +41 31 635 48 06 KES 19 235 uR-Gesuch Beschwerdeführerin\nFax +41 31 634 50 53\nObergericht-Zivil.Bern@justice.be.ch\nwww.justice.be.ch/obergericht Bern, 17. Juni 2019\n\nBesetzung Oberrichter Schlup (Referent), Oberrichter Hurni und Oberrichterin\nGrütter\nGerichtsschreiber Knecht\n\nVerfahrensbeteiligte A.________\nvertreten durch Fürsprecher B.________\nBeschwerdeführerin\n\ngegen\n\nKindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) Mittelland\nSüd, Tägermattstrasse 1, Postfach 1224, 3110 Münsingen\nVorinstanz\n\nGegenstand Ablehnung des Gesuchs um Beiordnung einer amtlichen Rechtsvertretung\n\nBeschwerde gegen den Entscheid der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) Mittelland Süd vom 26. Februar 2019\n(Ref. 11504465/2017-6224)\nRegeste:\n\nFrage der Beiordnung eines amtlichen Anwaltes für die Ausarbeitung eines von der\nKESB zu genehmigenden Unterhaltsvertrages:\n- Ein Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege besteht nicht für ausserprozessuale\nRechtsberatung (E. 15.3 und 16.4).\n- Die Dienstleistung der KESB oder des Sozialdienstes bzw. der zuständigen Fachstelle,\nan die sich die Eltern für fachliche Beratung bei der Ausarbeitung eines aussergerichtlichen Unterhaltsvertrags wenden können, besteht im formlosen Beraten und Vermitteln\n(E. 16.1 und 16.2).\n- Während dieses formlosen Vermittlungsverfahrens wie auch für das anschliessende\nVerfahren um Genehmigung des Unterhaltsvertrages vor der KESB bedarf es\ngrundsätzlich keiner amtlichen Rechtsverbeiständung (E. 16.6).\n\nErwägungen:\n\nI.\n\n1. Am 12. April 2017 reichten die Eltern von C.________, geb. 6. August 2011,\nA.________ (Kindsmutter; nachfolgend: Beschwerdeführerin) und D.________\n(Kindsvater), bei der Fachstelle Abklärung Köniz die Absichtserklärung zur Neuregelung des Unterhalts betreffend ihren Sohn ein.\n\n2. Mit Schreiben vom 26. September 2017 informierte die Fachstelle Abklärung Köniz\ndie KESB Mittelland Süd (nachfolgend: Vorinstanz), dass bezüglich des Unterhalts\nvon C.________ keine Einigung habe erzielt werden können und das Dossier daher abgeschlossen werde.\n\n3. Am 7. Dezember 2018 reichte die Beschwerdeführerin, vertreten durch Rechtsanwalt B.________, bei der Vorinstanz die Vereinbarung zwischen den Eltern vom\n12./21. April 2018 betreffend den Unterhalt und die übrigen Kinderbelange von\nC.________ zur Genehmigung ein. Die Beschwerdeführerin ersuchte dabei um Erteilung der unentgeltlichen Rechtspflege für das Genehmigungsverfahren sowie um\nBeiordnung von Rechtsanwalt B.________ als amtlicher Anwalt.\n\n4. Mit Entscheid vom 26. Februar 2019 genehmigte die Vorinstanz die Vereinbarung\nvom 12./21. April 2018 (Ziff. 1) als Ersatz für die bestehende Vereinbarung vom\n13. September 2011 (Ziff. 2) und gewährte der Beschwerdeführerin die unentgeltliche Rechtspflege für das Genehmigungsverfahren (Ziff. 3). Den Antrag um Beiordnung von Rechtsanwalt B.________ als amtlicher Anwalt der Beschwerdeführerin\nwies sie ab (Ziff. 4).\n\n5. Gegen Ziffer 4 dieses Entscheids erhob die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom\n29. März 2019 (Postaufgabe gleichentags) Beschwerde beim Kindes- und Erwach-\n\n2\nsenenschutzgericht (pag. 1 ff.) und beantragte die Aufhebung der betreffenden Ziffer (Rechtsbegehren [RB] 1) sowie die Beiordnung von Rechtsanwalt B.________\nals amtlicher Rechtsvertreter für das vor der KESB durchgeführte Verfahren um\nNeuregelung des Kinderunterhalts (RB 2). Gleichzeitig stellt sie ein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege für das Beschwerdeverfahren (KES 19 235).\n\n6. In ihrer Vernehmlassung vom 7. Mai 2019 schloss die Vorinstanz auf kostenfällige\nAbweisung der Beschwerde (pag. 23 ff.).\n\n7. Mit Verfügung vom 8. Mai 2019 wurde der Beschwerdeführerin ein Doppel der Vernehmlassung zur Kenntnisnahme zugestellt (pag. 27 f.). Sie liess sich nicht mehr\nzur Sache vernehmen.\n\nII.\n\n8. Für die Beschwerde gegen den Entscheid der Vorinstanz ist das Kindes- und Erwachsenenschutzgericht zuständig (Art. 450 Abs. 1 ZGB i.V.m. Art. 65 des Gesetzes über den Kindes- und Erwachsenenschutz [KESG; BSG 213.316]).\n\n9. Das Verfahren vor der gerichtlichen Beschwerdeinstanz richtet sich nach den Bestimmungen gemäss Art. 450 ff. ZGB. Subsidiär gelangt kantonales Verfahrensrecht, nämlich Art. 65 ff. KESG, zur Anwendung (vgl. Art. 1 Abs. 1 Bst. d KESG).\nDieses verweist seinerseits in Art. 72 KESG auf die Bestimmungen des Gesetzes\nüber die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21).\n\n"}