{"Signatur": "BE_OG_001", "Spider": "BE_ZivilStraf", "Datum": "2019-07-05", "PDF": {"Datei": "BE_ZivilStraf/BE_OG_001_KES-2019-172_2019-07-05.pdf", "URL": "https://www.zsg-entscheide.apps.be.ch/tribunapublikation/tribunavtplus/ServletDownload/KES_2019_172_323719a1159f182ebd8af5cfa97b333ff61114ecd421be6d2c393d33132eb663dc9daec69bda9215d03ee54d8043e77899f070ffe2492979243a19c391478ef5d5ec4fe283fa6f2589727bc19db198ac3e63ec6fe553d886da159e82bc0da5be?path=323719a1159f182ebd8af5cfa97b333ff61114ecd421be6d2c393d33132eb663dc9daec69bda9215d03ee54d8043e77899f070ffe2492979243a19c391478ef5d5ec4fe283fa6f2589727bc19db198ac3e63ec6fe553d886da159e82bc0da5be&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=KES_2019_172", "Checksum": "ac323d712b924b9331eb3f19f3f687e3"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["KES 2019 172"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Bern Obergericht Zivilkammern 05.07.2019 KES 2019 172"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Berne Cour suprême Chambres civile 05.07.2019 KES 2019 172"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Berna Obergericht Zivilkammern 05.07.2019 KES 2019 172"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Bern Obergericht Zivilkammern"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Berne Cour suprême Chambres civile"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Berna Obergericht Zivilkammern"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "2. 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Bähler (Referent), Oberrichter Hurni und Oberrichterin Grütter\nGerichtsschreiberin von Hünerbein\n\nVerfahrensbeteiligte A.________\nBeschwerdeführer\n\nB.________\nBeschwerdeführerin\nbeide vertreten durch Rechtsanwalt C.________\n\ngegen\n\nKindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) Thun,\nScheibenstrasse 5, Postfach 109, 3602 Thun\nVorinstanz\n\nD.________\nBetroffene\n\nGegenstand Abweisung der Beschwerde gegen die Beiständin gemäss\nArt. 419 ZGB\nAbweisung des Antrags auf Entlassung der Beiständin gemäss\nArt. 423 ZGB\n\nBeschwerde gegen den Entscheid der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) Thun vom 7. Februar 2019 (917879/2013-\n1906)\nRegeste:\nErwachsenenschutz; Beschwerde gegen die Beiständin (Art. 419 ZGB), Antrag auf\nEntlassung der Beiständin (Art. 423 ZGB)\n\nDie Beiständin ist weder befugt noch verpflichtet, den Angehörigen der Verbeiständeten\nWeisungen zu erteilen oder die Kontakte einzelner Angehöriger zur Verbeiständeten zu\nregeln (E. 19.2 und 20.4.3).\n\n2\nErwägungen:\n\nI.\n\n1. D.________ (nachfolgend Betroffene), geb. 1928, ist verwitwet und Mutter von acht\nKindern, die untereinander teilweise zerstritten sind. Sie leidet an verschiedenen altersbedingten Gebrechen und einer leichten bis mittelschweren Demenz (Aufnahmebericht Spital X vom 15. Juli 2013 [Vorakten Faszikel 6]).\n\n2. Auf die Gefährdungsmeldung einer Tochter (E.________) hin eröffnete die Kindesund Erwachsenenschutzbehörde (KESB) Thun (nachfolgend Vorinstanz) im Jahr\n2013 ein Erwachsenenschutzverfahren. Nach entsprechenden Abklärungen errichtete sie am 17. September 2013 eine Vertretungsbeistandschaft gemäss Art. 394\ni.V.m. Art. 395 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches [ZGB; SR 210]) für die Betroffene. Berufsbeiständin ist die Sozialarbeiterin F.________.\n\n3. Nach dem Tod ihres Ehemannes im Sommer 2014 zog die Betroffene in das Al-\nters- und Pflegeheim G.________ in H.________ (nachfolgend Altersheim\nG.________). Das Altersheim G.________ kündigte den Vertrag per 8. Juli 2018.\nSeither wohnt die Betroffene im Wohn- und Pflegeheim I.________ in J.________\n(nachfolgend I.________-Alterswohnen).\n\n4. Zwei Kinder der Betroffenen, B.________ und A.________ (nachfolgend Beschwerdeführende), vertreten durch Rechtsanwalt C.________, reichten am\n17. Oktober 2018 eine Beschwerde gegen die Beiständin gemäss Art. 419 ZGB ein\nund beantragten deren Entlassung (Art. 423 ZGB). Ausserdem sei die Schwester\nE.________ als Ansprechperson und Beauftragte für medizinische und anderweitige Belange der Betroffenen zu entlassen. Die Beschwerdeführenden sind im Wesentlichen der Ansicht, die Beiständin habe die Kündigung durch das Altersheim\nG.________ zu verantworten.\n\n5. Die Beiständin nahm am 12. November 2018 Stellung zur Eingabe der Beschwerdeführenden.\n\n6. Mit Entscheid vom 7. Februar 2019 wies die Vorinstanz die gegen die Beiständin\nerhobene Beschwerde ab, soweit sie darauf eintrat.\n\n7. Gegen diesen Entscheid erhoben die Beschwerdeführenden, wiederum vertreten\ndurch Rechtsanwalt C.________, am 8. März 2019 Beschwerde beim Kindes- und\nErwachsenenschutzgericht mit den folgenden Anträgen (pag. 1 ff.):\n\n« 1. Der Entscheid der KESB Thun, Kammer II, vom 7. Februar 2019, Ref. 917879/2013-1906,\nsei aufzuheben.\n\n2. Die für Frau D.________ zuständige Beiständin, Frau F.________, Sozialdienst K.________,\nsei als Beiständin zu entlassen, und es sei für Frau D.________ eine neue Beiständin oder\nein neuer Beistand einzusetzen.\n\n3\n3. Frau E.________ sei als Ansprechperson und Beauftragte für die medizinischen und jeglichen anderweitigen Belange von Frau D.________ zu entlassen.\n\n4. Eventuell zu Ziff. 2 und Ziff. 3: Die Sache sei an die Vorinstanz zurückzuweisen, zur weiteren\nDurchführung des Verfahrens im Sinne der obergerichtlichen Erwägungen.\n\n- 5. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Thun.»\n\n8. Die Vorinstanz schloss in ihrer Vernehmlassung vom 25. April 2019 auf kostenfällige Abweisung der Beschwerde, soweit auf diese eingetreten werden könne\n(pag. 59 ff.).\n\n"}