{"Signatur": "BE_OG_001", "Spider": "BE_ZivilStraf", "Datum": "2019-04-17", "PDF": {"Datei": "BE_ZivilStraf/BE_OG_001_KES-2019-132_2019-04-17.pdf", "URL": "https://www.zsg-entscheide.apps.be.ch/tribunapublikation/tribunavtplus/ServletDownload/KES_2019_132_323719a1159f182ebd8af5cfa97b333ff61114ecd421be6d2c393d33132eb663dc9daec69bda9215d03ee54d8043e778bc3a8060851d15fc2aad507b387bf18272078bb08c6d4d023abae9c24720c9ed1622bea9c843013b97f1b79b683b933e?path=323719a1159f182ebd8af5cfa97b333ff61114ecd421be6d2c393d33132eb663dc9daec69bda9215d03ee54d8043e778bc3a8060851d15fc2aad507b387bf18272078bb08c6d4d023abae9c24720c9ed1622bea9c843013b97f1b79b683b933e&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=KES_2019_132", "Checksum": "a4cce1b42917688cce413fc497d9fa8b"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["KES 2019 132"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Bern Obergericht Zivilkammern 17.04.2019 KES 2019 132"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Berne Cour suprême Chambres civile 17.04.2019 KES 2019 132"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Berna Obergericht Zivilkammern 17.04.2019 KES 2019 132"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Bern Obergericht Zivilkammern"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Berne Cour suprême Chambres civile"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Berna Obergericht Zivilkammern"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "2. 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Bähler (Referent), Oberrichter Hurni und\nOberrichter Bettler\nGerichtsschreiberin Hostettler\n\nVerfahrensbeteiligte A.________\nBeschwerdeführerin\n\ngegen\n\nB.________\nBeschwerdegegner\n\nKindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) Bern, Weltpoststrasse 5, Postfach 128, 3000 Bern 15\nVorinstanz\n\nC.________\nBetroffener\n\nGegenstand Abweisung des Antrags von A.________ auf Neuregelung des\npersönlichen Verkehrs\nWeisung gemäss Art. 307 Abs. 3 ZGB\nAnpassung der Beistandschaft gemäss Art. 308 Abs. 2 i.V.m.\nArt. 313 ZGB\n\nBeschwerde gegen den Kammerentscheid der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) Bern vom 30. Januar 2019\n(11473110/2012-3156)\nGemeinsame elterliche Sorge; Aufenthaltsbestimmungsrecht\n\nWird die gemeinsame elterliche Sorge gewährt, wird dadurch gleichzeitig auch von Gesetzes wegen das Aufenthaltsbestimmungsrecht übertragen (vgl. Art. 301a Abs. 1 ZGB). Dies\nist auch der Fall, wenn dem anderen, bereits sorgeberechtigten Elternteil vorgängig das\nAufenthaltsbestimmungsrecht entzogen wurde. Ist dem neu auch sorgeberechtigten\nElternteil das Aufenthaltsbestimmungsrecht ebenfalls zu entziehen, hat dies direkt im Anschluss zur Erteilung der elterlichen Sorge zu geschehen. Auch ein solcher Entzug des\nAufenthaltsbestimmungsrechts ist in Bezug auf den entsprechenden Elternteil neu zu prüfen und zu begründen (E. 21.1).\n\nErwägungen:\n\nI.\n\n1.\n1.1 A.________ (nachfolgend: Beschwerdeführerin oder Kindsmutter) und B.________\n(nachfolgend: Beschwerdegegner oder Kindsvater) sind die nicht miteinander verheirateten und getrennt lebenden Eltern von C.________ (nachfolgend:\nC.________). Aufgrund eines am 22. September 2015 vom Kindes- und Erwachsenenschutzgericht (KESGer; KES 15 660) bestätigten Entscheids der KESB Mittelland Nord vom 16. Juli 2015 steht den Eltern die elterliche Sorge über\nC.________ gemeinsam zu.\n\n2\n1.2 Mit Entscheid der Vormundschaftsbehörde Zollikofen vom 15. November 2012 war\nder damals allein sorgeberechtigten Beschwerdeführerin das Aufenthaltsbestimmungsrecht über C.________ entzogen und eine Beistandschaft gemäss Art. 308\nAbs. 1 und 2 ZGB errichtet worden. Aufgrund der psychischen Erkrankung der\nKindsmutter, sie leidet an paranoider Schizophrenie, und weil der Kindesvater wegen hoher beruflicher Auslastung und einer nebenberuflichen Weiterbildung nicht\nbereit und in der Lage war, die Erziehungsverantwortung für C.________ zu übernehmen, wurden diese Kindesschutzmassnahmen verfügt. Nach Platzierungen in\nD.________ in Bern und im E.________ in Münsingen lebt C.________ nun seit\ndem 1. August 2015 bei seinen Grosseltern väterlicherseits, F.________ (nachfolgend: Grosseltern), in G.________ (Kammerentscheid der KESB Mittelland Nord\nvom 22. April 2015).\n1.3 Mit dem Ziel, nach Möglichkeit einen regelmässigen persönlichen Verkehr zwischen C.________ und der Kindsmutter sicherzustellen, passte die KESB Bern\n(nachfolgend: Vorinstanz oder KESB) mit Kammerentscheid vom 22. März 2017\ndie Regelung des persönlichen Verkehrs zwischen C.________ und der Kindsmutter sowie die Aufgaben der Beiständin der aktuellen Situation an und erteilte den\nEltern Weisungen.\n\n"}