{"Signatur": "BE_OG_001", "Spider": "BE_ZivilStraf", "Datum": "2018-12-12", "PDF": {"Datei": "BE_ZivilStraf/BE_OG_001_KES-2018-733_2018-12-12.pdf", "URL": "https://www.zsg-entscheide.apps.be.ch/tribunapublikation/tribunavtplus/ServletDownload/KES_2018_733_323719a1159f182ebd8af5cfa97b333ff61114ecd421be6d2c393d33132eb663dc9daec69bda9215d03ee54d8043e778f8debad68198fad18e643f7acd66e043a7ab51a9c197366d6a60918b94c8cdf4c6e840a000b82b356dc9e454700e34c0?path=323719a1159f182ebd8af5cfa97b333ff61114ecd421be6d2c393d33132eb663dc9daec69bda9215d03ee54d8043e778f8debad68198fad18e643f7acd66e043a7ab51a9c197366d6a60918b94c8cdf4c6e840a000b82b356dc9e454700e34c0&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=KES_2018_733", "Checksum": "4b20c40784841a760f294b6a0409d9ff"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["KES 2018 733"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Bern Obergericht Zivilkammern 12.12.2018 KES 2018 733"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Berne Cour suprême Chambres civile 12.12.2018 KES 2018 733"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Berna Obergericht Zivilkammern 12.12.2018 KES 2018 733"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Bern Obergericht Zivilkammern"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Berne Cour suprême Chambres civile"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Berna Obergericht Zivilkammern"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "2. 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Dezember 2018\n\nBesetzung Oberrichter D. Bähler (Referent), Oberrichter Schlup und Oberrichter Hurni\nGerichtsschreiberin Mosimann\n\nVerfahrensbeteiligte A.________\nvertreten durch B.________\nBeschwerdeführer\n\ngegen\n\nKindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) Mittelland\nNord, Bernstrasse 5, Postfach 207, 3312 Fraubrunnen\nVorinstanz\n\nGegenstand Anordnung einer Vertretungsbeistandschaft mit Einkommensverwaltung gemäss Art. 394 Abs. 1 i.V.m. Art. 395 Abs. 1 und 3 ZGB\nErnennung von D.________, Sozialdienst Region E.________\n(Ortschaft), zur Berufsbeiständin\n\nBeschwerde gegen den Entscheid der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) Mittelland Nord vom 10. September\n2018 (2018-2167)\n\nGesuch um unentgeltliche Rechtspflege vom 5. November 2018\nRegeste:\nAnordnung einer Vertretungsbeistandschaft mit Einkommensverwaltung sowie Entzug des Zugriffs auf nahezu sämtliche finanziellen Mittel:\n- Schränkt eine Erwachsenenschutzmassnahme eine Person stark in ihren Möglichkeiten\nein, selbständig zu handeln, hat der Entscheid auf fundierten Abklärungen zu beruhen.\nEin kurzer Abklärungsbericht eines Sozialdienstes genügt dazu nicht. Liegt kein einziger Bericht einer medizinischen oder psychologischen Fachperson vor bzw. ist der\nSachverstand nicht im Spruchkörper vorhanden, ist die Sache zur Einholung mindestens eines Sachverständigenberichts an die Vorinstanz zurückzuweisen (E. 22).\n- Liegen hinreichende Anhaltspunkte für eine Hilfsbedürftigkeit des Beschwerdeführers\nvor, ist für die Dauer des Abklärungsverfahren vor der Vorinstanz bis zu deren neuen\nEntscheid die mit angefochtenem Entscheid errichtete Vertretungsbeistandschaft in\nForm einer vorsorglichen Massnahme aufrecht zu erhalten (E. 23).\n\nErwägungen:\n\nI.\n\n1. Das familiäre Umfeld von A.________ (nachfolgend: Beschwerdeführer) reichte am\n30. April 2018 bei der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) Mittelland\nNord (nachfolgend: Vorinstanz) eine Gefährdungsmeldung ein (Vorakten KESB,\nLasche 2). Darin wird ausgeführt, dass beim Beschwerdeführer vor drei Jahren die\nDiagnose einer beginnenden Demenzerkrankung gestellt worden sei. Ferner werden verschiedene Vorkommnisse betreffend den Beschwerdeführer geschildert.\nAuf telefonische Nachfrage hin erklärte die meldende Person, dass der Beschwerdeführer Unterstützung im finanziellen und administrativen Bereich brauche. Zudem wird auf die schwierige innerfamiliäre Situation hingewiesen (Telefonnotiz vom\n11. Juni 2018, Vorakten KESB, Lasche 2).\n\n2. Mit verfahrensleitender Verfügung vom 18. Juni 2018 eröffnete die Vorinstanz ein\nErwachsenenschutzverfahren und erteilte dem Sozialdienst Region\nE.________(Ortschaft) einen Abklärungsauftrag (Vorakten KESB, Lasche 2).\n\n3. Der Abklärungsbericht des Sozialdienstes Region E.________(Ortschaft) vom 20.\nJuli 2018 ging am 23. Juli 2018 bei der Vorinstanz ein (Vorakten KESB, Lasche 2).\nDarin wird wie folgt über den Beschwerdeführer informiert:\nA.________ sei verheiratet und habe drei erwachsene Söhne. Seine Ehefrau habe\nsich zwischenzeitlich für eine Trennung entschieden und werde voraussichtlich per\nAugust 2018 aus der gemeinsamen Wohnung ausziehen. Der älteste Sohn, welcher im selben Haus wohne, könne sich eine Alltagsbegleitung von A.________\nnicht vorstellen, da die Beziehung schwierig sei. Auch die beiden anderen Söhne\nwürden die Beziehung als belastet betrachten. A.________ leide an einer vor drei\n\n"}