{"Signatur": "BE_OG_001", "Spider": "BE_ZivilStraf", "Datum": "2018-10-29", "PDF": {"Datei": "BE_ZivilStraf/BE_OG_001_KES-2018-680_2018-10-29.pdf", "URL": "https://www.zsg-entscheide.apps.be.ch/tribunapublikation/tribunavtplus/ServletDownload/KES_2018_680_323719a1159f182ebd8af5cfa97b333ff61114ecd421be6d2c393d33132eb663dc9daec69bda9215d03ee54d8043e7782d1d726d81a4df626b9690cd5eaa2d035ad788189883e1c9ac9ea07bf17952bcd19a24f9644d1f7047023b44cd21636e?path=323719a1159f182ebd8af5cfa97b333ff61114ecd421be6d2c393d33132eb663dc9daec69bda9215d03ee54d8043e7782d1d726d81a4df626b9690cd5eaa2d035ad788189883e1c9ac9ea07bf17952bcd19a24f9644d1f7047023b44cd21636e&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=KES_2018_680", "Checksum": "a963bc1d1f404e3cd21a70456a266cc7"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["KES 2018 680"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Bern Obergericht Zivilkammern 29.10.2018 KES 2018 680"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Berne Cour suprême Chambres civile 29.10.2018 KES 2018 680"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Berna Obergericht Zivilkammern 29.10.2018 KES 2018 680"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Bern Obergericht Zivilkammern"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Berne Cour suprême Chambres civile"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Berna Obergericht Zivilkammern"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "2. 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Änderung der Obhutsregelung; Niederlassungs- und Bewegungsfreiheit. | andere Kindesschutzmassnahme\n\nObergericht Cour suprême\ndes Kantons Bern du canton de Berne\n\nKindes- und Erwachsenen- Tribunal de la protection\nschutzgericht de l'enfant et de l'adulte\n\nHochschulstrasse 17\nPostfach\nEntscheid\n3001 Bern KES 18 680\nTelefon +41 31 635 48 06\nFax +41 31 634 50 53\nObergericht-Zivil.Bern@justice.be.ch\nwww.justice.be.ch/obergericht Bern, 29. Oktober 2018\n\nBesetzung Oberrichterin Grütter (Referentin i.V.), Oberrichter Hurni und\nOberrichter Schlup\nGerichtsschreiberin Hostettler\n\nVerfahrensbeteiligte A.________\nvertreten durch Rechtsanwältin B.________\nBeschwerdeführer\n\ngegen\n\nC.________\nvertreten durch Fürsprecher D.________\nBeschwerdegegnerin\n\nKindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) Mittelland\nSüd, Tägermattstrasse 1, Postfach 1224, 3110 Münsingen\nVorinstanz\n\nE.________\nBetroffene\n\nGegenstand Zustimmung zum Wechsel des Aufenthaltsortes des Kindes\ngemäss Art. 301a Abs. 2 ZGB\n\nBeschwerde gegen den Entscheid der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) Mittelland Süd vom 14. August 2018\n(11349056/2016-3372)\nRegeste:\n\nAufenthaltsbestimmungsrecht, Wechsel des Aufenthaltsortes des Kindes, Zuständigkeit\nbzgl. Änderung der Obhutsregelung; Niederlassungs- und Bewegungsfreiheit.\nStellt der nicht obhutsberechtigte geschiedene Elternteil in einem Beschwerdeverfahren\nvor dem Kindes- und Erwachsenenschutzgericht (KESGer) den Antrag, die Zustimmung\ndes Wechsels des Aufenthaltsortes des Kindes sei zu verweigern bzw. das Kind sei bei\nihm/ihr zu belassen, hätte dies die Umteilung der Obhut zur Folge. Über die Umteilung der\nObhut entscheidet bei Uneinigkeit geschiedener Eltern aber das für die Abänderung des\nScheidungsurteils zuständige Gericht (Art. 134 Abs. 3 ZGB; E. 20.2).\nKann der nicht obhutsberechtigte Elternteil keine bessere Alternative anbieten und führt\nder Umzug nicht zu einer Kindeswohlgefährdung, ist der Wunsch des umzugswilligen\nhauptbetreuenden Elternteils aufgrund der zu respektierenden Niederlassungs- und Bewegungsfreiheit zu respektieren. Aufgrund mangelnder Kompetenz für die Zuteilung der\nObhut an den derzeit nicht obhutsberechtigten Elternteil und mangelnder Alternative bei\nGutheissung der Beschwerde, ist diese ohne materiellrechtliche Prüfung abzuweisen\n(E. 21.2).\n\nErwägungen:\n\nI.\n\n1. E.________ ist die gemeinsame Tochter der geschiedenen Eltern A.________\n(nachfolgend: Beschwerdeführer) und C.________ (nachfolgend: Beschwerdegegnerin). Die Eltern haben die gemeinsame elterliche Sorge für ihre Tochter, wobei\ndie Obhut und der Wohnsitz bei der Beschwerdegegnerin liegen.\n\n2. Mit Gesuch vom 6. Juli 2018 beantragte die Beschwerdegegnerin bei der KESB\nMittelland Süd (nachfolgend: Vorinstanz) die Zustimmung zum Wechsel des Aufenthaltsortes für E.________ nach F.______[Ort], Deutschland.\n\n3. Mit Kammerentscheid vom 14. August 2018 erteilte die Vorinstanz der Beschwerdegegnerin die Zustimmung zum Wechsel des Aufenthaltsortes von E.________\nvon G._____[Ort], Schweiz, nach F._____[Ort], Deutschland, und entzog einer allfälligen Beschwerde die aufschiebende Wirkung.\n\n4. Gegen diesen Entscheid reichte der Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwältin B.________, am 17. September 2018 (Postaufgabe am gleichen Tag) Beschwerde beim Kindes- und Erwachsenenschutzgericht der Zivilabteilung des\nObergerichts des Kantons Bern (nachfolgend: KESGer) ein und stellte die folgenden Rechtsbegehren:\n1. Der Entscheid der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Mittelland Süd vom 14. August\n2018 sei aufzuheben bzw. insofern abzuändern, als dem Wechsel des Aufenthaltsortes von\n\n2\nE.________ von G._____[Ort], Schweiz, nach F.______[Ort], Deutschland, nicht zugestimmt\nund die Obhut über E.________ bis zum Abschluss des aktuellen Schuljahres ihrem Vater\nzugeteilt wird.\nDer definitive Entscheid über die Zustimmung zum Wechsel des Aufenthaltsortes sei nach\nAbschluss des laufenden Schuljahres im Sommer 2019 und erneuter Anhörung von\nE.________ neu zu beurteilen.\n2. Eventualtier sei die Zustimmung zum Wechsel des Aufenthaltsortes von E.________ von\nG._____[Ort], Schweiz, nach F.______[Ort], Deutschland, frühestens per Sommer 2019 zu\nerteilen. Die Obhut über E.________ sei bis im Sommer 2019 ihrem Vater zuzuteilen.\n3. Gestützt auf Art. 450c ZGB sei der Beschwerde die aufschiebende Wirkung zu erteilen.\n4. Subeventualiter sei die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen.\n\nUnter Kosten- und Entschädigungsfolgen\n\n5. Mit Verfügung vom 21. September 2018 wurde der Antrag um Wiederherstellung\nder aufschiebenden Wirkung der Beschwerde durch den Instruktionsrichter superprovisorisch gutgeheissen.\n\n"}