{"Signatur": "BE_OG_001", "Spider": "BE_ZivilStraf", "Datum": "2018-10-10", "PDF": {"Datei": "BE_ZivilStraf/BE_OG_001_KES-2018-647_2018-10-10.pdf", "URL": "https://www.zsg-entscheide.apps.be.ch/tribunapublikation/tribunavtplus/ServletDownload/KES_2018_647_323719a1159f182ebd8af5cfa97b333ff61114ecd421be6d2c393d33132eb663dc9daec69bda9215d03ee54d8043e77849a1276d95c9d9977a81e9b2c8f06b479de5fcec54996c6b54b6416a3cfc119c63029705f0ba5fb7966c44638e721c7e?path=323719a1159f182ebd8af5cfa97b333ff61114ecd421be6d2c393d33132eb663dc9daec69bda9215d03ee54d8043e77849a1276d95c9d9977a81e9b2c8f06b479de5fcec54996c6b54b6416a3cfc119c63029705f0ba5fb7966c44638e721c7e&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=KES_2018_647", "Checksum": "020b625d28a41cc31dcf29420c64c743"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["KES 2018 647"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Bern Obergericht Zivilkammern 10.10.2018 KES 2018 647"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Berne Cour suprême Chambres civile 10.10.2018 KES 2018 647"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Berna Obergericht Zivilkammern 10.10.2018 KES 2018 647"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Bern Obergericht Zivilkammern"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Berne Cour suprême Chambres civile"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Berna Obergericht Zivilkammern"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "2. 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Art. 455 Abs. 1 ZGB | persönlicher Verkehr\n\nObergericht Cour suprême\ndes Kantons Bern du canton de Berne\n\nKindes- und Erwachsenen- Tribunal de la protection\nschutzgericht de l'enfant et de l'adulte\n\nHochschulstrasse 17\nPostfach\nEntscheid\n3001 Bern KES 18 647\nTelefon +41 31 635 48 06 KES 18 648 (uR-Gesuch)\nFax +41 31 634 50 53\nObergericht-Zivil.Bern@justice.be.ch\nwww.justice.be.ch/obergericht Bern, 10. Oktober 2018\n\nBesetzung Oberrichter D. Bähler (Referent), Oberrichter Schlup und Oberrichterin Grütter\nGerichtsschreiber Klaus\n\nVerfahrensbeteiligte A.________\nvertreten durch Rechtsanwalt B.________\nBeschwerdeführer\n\ngegen\n\nKindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) Thun,\nScheibenstrasse 5, Postfach 109, 3602 Thun\nVorinstanz\n\nC.________\nvertreten durch Rechtsanwältin D.________\nMitbeteiligte\n\nGegenstand Vorsorgliche Regelung des persönlichen Verkehrs (persönliche\nBesuche) gemäss Art. 273 Abs. 1 i.V.m. Art. 314 Abs. 1 i.V.m.\nArt. 455 Abs. 1 ZGB\n\nBeschwerde gegen den Entscheid der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) Thun vom 27. August 2018\n\nGesuch um unentgeltliche Rechtspflege\nRegeste:\n\nVorsorgliche Regelung des persönlichen Verkehrs (Besuche) gemäss Art. 273 Abs. 1\ni.V.m. Art. 314 Abs. 1 i.V.m. Art. 455 Abs. 1 ZGB\nBei der Festlegung des Besuchsrechts betreffend eines fremdplatzierten Kindes sind die\nBedürfnisse der Institution in der Entscheidfindung miteinzubeziehen (E. 9.2).\n\nErwägungen:\n\nI.\n\n1. E.________ (nachfolgend E.________) ist das Kind der mit Beschluss des Amtsgerichts Singen (Deutschland) geschiedenen Eltern, C.________ und A.________,\nwobei die Regelung der Kinderbelange bis heute ausstehend ist. Die Eltern verfügen über die gemeinsame elterliche Sorge.\n\n2.\n2.1 Mit Entscheid vom 16. April 2018 verfügte die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) Thun verschiedene superprovisorische Massnahmen. Namentlich\nhob sie das Aufenthaltsbestimmungsrecht des Vaters über E.________ auf und\nbrachte E.________ in der F.________ unter.\n2.2 Mit Entscheid vom 25. April 2018 ordnete die KESB Thun für E.________ eine Kindesvertretung an und ernannte Dr. iur. G.________ zur beistandschaftlichen Kindesvertreterin gemäss Art. 314abis des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (ZGB;\nSR 210).\n2.3 Am 18. Mai 2018 fand bei der KESB Thun ein runder Tisch im Hinblick auf den\npersönlichen Verkehr zwischen dem Vater und E.________ statt, wobei namentlich\nder anwaltschaftlich vertretene Vater, die Kindesvertreterin, der Leiter der\nF.________ und eine Vertretung der Abteilung Soziales der Stadt Thun anwesend\nwaren. Dabei wurde – unter dem Vorbehalt einer entsprechend möglichen externen\nBegleitung – ausserhalb eines behördlichen Entscheids bis auf weiteres folgende\nVereinbarung über die persönlichen Besuche zwischen dem Vater und E.________\ngetroffen:\n- vierzehntägliche Treffen am Samstag oder Sonntag ab 13.00 Uhr bis 18.00 Uhr mit externer Begleitung an einem externen Ort. Mit Blick auf die Struktur der F.________ handelt es sich bei den Zeitangaben um die Abreisezeit von E.________ aus und die Ankunftszeit von E.________ in der\nF.________;\n\n- vierzehntägliche Treffen am Mittwochnachmittag ab 13.30 Uhr bis 17.00 Uhr mit externer Begleitung\nin der F.________. Der Vater organisiert seine An- und Abreise selbständig bis in die F.________\n(bestehende ÖV-Möglichkeit).\n\n"}