{"Signatur": "BE_OG_001", "Spider": "BE_ZivilStraf", "Datum": "2018-03-08", "PDF": {"Datei": "BE_ZivilStraf/BE_OG_001_KES-2017-839_2018-03-08.pdf", "URL": "https://www.zsg-entscheide.apps.be.ch/tribunapublikation/tribunavtplus/ServletDownload/KES_2017_839_323719a1159f182ebd8af5cfa97b333ff61114ecd421be6d2c393d33132eb663dc9daec69bda9215d03ee54d8043e778d117980e6afebcfa031cf8b793b94643a8421da7db680efc3dfcbbd9ea59caed94ff443b7e2a038c24b1315a9bf06297?path=323719a1159f182ebd8af5cfa97b333ff61114ecd421be6d2c393d33132eb663dc9daec69bda9215d03ee54d8043e778d117980e6afebcfa031cf8b793b94643a8421da7db680efc3dfcbbd9ea59caed94ff443b7e2a038c24b1315a9bf06297&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=KES_2017_839", "Checksum": "3e987a9747aa0cc7f25594bb03359cca"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["KES 2017 839"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Bern Obergericht Zivilkammern 08.03.2018 KES 2017 839"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Berne Cour suprême Chambres civile 08.03.2018 KES 2017 839"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Berna Obergericht Zivilkammern 08.03.2018 KES 2017 839"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Bern Obergericht Zivilkammern"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Berne Cour suprême Chambres civile"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Berna Obergericht Zivilkammern"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "2. 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Bähler (Referent), Oberrichter Hurni und Oberrichterin Apolloni Meier\nGerichtsschreiberin Miescher\n\nVerfahrensbeteiligte A.________\nhandelnd durch seinen Beistand: B.________\nBeschwerdeführer\n\ngegen\n\nKindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) Mittelland\nNord, Bernstrasse 5, Postfach 207, 3312 Fraubrunnen\nVorinstanz\n\nGegenstand Festlegung der Kostenbeteiligung an den Massnahmenkosten\nFeststellung der vorfinanzierten Massnahmenkosten\n\nBeschwerde gegen den Entscheid der KESB Mittelland Nord vom\n12. Dezember 2017 (11168025/2012-8377)\nRegeste:\n\nFestlegung der Kostenbeteiligung des Betroffenen an der erwachsenenschutzrechtlichen Massnahme\n\n- Abgrenzung zwischen der Auferlegung der Massnahmenkosten an die betroffene Person nach Art. 41 KESG und der Nachzahlung vorfinanzierter Massnahmenkosten (Art.\n42 KESG) nach Art. 43 KESG (E. 17).\n\n- SKOS-Richtlinien als Massstab für die Kostenbeteiligung. Der in den SKOS-Richtlinien\nempfohlene Vermögensfreibetrag gilt für alle Betroffenen in gleicher Weise, ungeachtet\ndessen, ob sie Ergänzungsleistungen beziehen oder nicht (E. 18 und 19).\n\n- Kein Abstellen auf das erweiterte SKOS-Budget, wenn die KESB für die Auferlegung\nder Massnahmenkosten an den Betroffenen nur auf dessen Vermögen und nicht auf\ndessen Einkommen abstellt (E. 20 und 21).\n\nErwägungen:\n\nI.\n\n1. A.________ (nachfolgend: Beschwerdeführer) wurde mit Entscheid der KESB Mittelland Nord vom 16. November 2015 gestützt auf das Gutachten des Psychiatriezentrums Münsingen vom 6. November 2015, welches eine chronische psychotische Erkrankung im Sinne einer Schizophrenie diagnostizierte, fürsorgerisch im\nPsychiatriezentrum Münsingen untergebracht. Er wurde sodann mit Entscheid der\nKESB Mittelland Nord vom 23. März 2016 rückwirkend per 2. Februar 2016 im\nRahmen der fürsorgerischen Unterbringung in das Wohn- und Pflegeheim Utzigen\nverlegt. Am 5. Januar 2017 musste er erneut im Psychiatriezentrum Münsingen\nhospitalisiert werden. Mit Entscheid der KESB Mittelland Nord vom 26. April 2017\nwurde er mittels behördlicher fürsorgerischer Unterbringung in das Psychiatriezentrum Münsingen versetzt, wo er sich infolge der Hospitalisierung bereits befand.\nDie angefallenen Kosten wurden, soweit sie nicht von der Krankenkasse bezahlt\nworden sind, seit 2. Februar 2016 von der KESB Mittelland Nord finanziert.\n\nFür den Beschwerdeführer besteht zudem eine Beistandschaft gemäss Art. 394\nAbs. 1 i.V.m. Art. 395 Abs. 1 und 3 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (ZGB;\nSR 210). Als Beistand amtet B.________ (Beschwerdebeilage [BB] 1).\n\n2. Mit Entscheid vom 12. Dezember 2017 verpflichtete die KESB Mittelland Nord den\nBeschwerdeführer, sich für die Periode vom 1. Oktober 2016 bis 30. September\n2017 mit CHF 61‘051.55 (CHF 65‘051.55 [Kontostand per 30. September 2017]\n\n2\nabzüglich CHF 4‘000.00 [Vermögensfreibetrag gemäss den SKOS-Richtlinien\nE.2.1] an den Kosten für die fürsorgerische Unterbringung zu beteiligen.\n\n3. Gegen diesen Entscheid erhob der der Beistand B.________ stellvertretend für den\nBeschwerdeführer mit Eingabe vom 21. Dezember 2017 Beschwerde beim Kindesund Erwachsenenschutzgericht des Kantons Bern. Der Beschwerdeführer beantragte, der Entscheid der KESB Mittelland Nord vom 12. Dezember 2017 sei insoweit anzupassen, als seine Beteiligung an den Kosten der fürsorgerischen Unterbringung auf CHF 27‘551.55 festgesetzt und ihm ein Vermögensfreibetrag von CHF\n37‘500.00 gemäss dem Gesetz über Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinterlas-\nsenen- und Invalidenversicherung (ELG; SR 831.30) belassen werde. Eventualiter\nsei seine Beteiligung an den Kosten der fürsorgerischen Unterbringung auf CHF\n46‘081.00 festzusetzen und ihm ein Vermögensfreibetrag gemäss dem Kontostand,\nder bei Beginn der Massnahme im Oktober 2015 CHF 18‘970.55 betrug, zu belassen.\n\n4. In ihrer Vernehmlassung vom 22. Januar 2018 stellte die KESB Mittelland Nord den\nAntrag, die Beschwerde sei abzuweisen, unter Kosten und Entschädigungsfolge zu\nLasten des Beschwerdeführers.\n\n5. Mit Verfügung vom 24. Januar 2018 wurde das rechtliche Gehör gewährt.\n\n6. Am 15. Februar 2018 reichte der Beschwerdeführer weitere Bemerkungen ein,\nworin er auf den Vortrag zur Verordnung über den Kindes- und Erwachsenenschutz\n(KESV; BSG 213.316.1) und auf die Bemessung der Kostenbeteiligung an Massnahmen gemäss SKOS-Budget hinwies. Eine Kopie wird der KESB Mittelland Nord\nmit dem vorliegenden Entscheid zugestellt.\n\nII.\n\n"}