{"Signatur": "BE_OG_001", "Spider": "BE_ZivilStraf", "Datum": "2017-08-23", "PDF": {"Datei": "BE_ZivilStraf/BE_OG_001_KES-2017-506_2017-08-23.pdf", "URL": "https://www.zsg-entscheide.apps.be.ch/tribunapublikation/tribunavtplus/ServletDownload/KES_2017_506_323719a1159f182ebd8af5cfa97b333ff61114ecd421be6d2c393d33132eb663dc9daec69bda9215d03ee54d8043e778d59e8a047ecbcf4fa34736d5f0b470040149faeef80e3a45038e9630bbef6b758b60fa81b0621d43215e3248e6914a70?path=323719a1159f182ebd8af5cfa97b333ff61114ecd421be6d2c393d33132eb663dc9daec69bda9215d03ee54d8043e778d59e8a047ecbcf4fa34736d5f0b470040149faeef80e3a45038e9630bbef6b758b60fa81b0621d43215e3248e6914a70&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=KES_2017_506", "Checksum": "3aa8d7e719674b74ed97074c52f7b358"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["KES 2017 506"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Bern Obergericht Zivilkammern 23.08.2017 KES 2017 506"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Berne Cour suprême Chambres civile 23.08.2017 KES 2017 506"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Berna Obergericht Zivilkammern 23.08.2017 KES 2017 506"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Bern Obergericht Zivilkammern"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Berne Cour suprême Chambres civile"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Berna Obergericht Zivilkammern"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "2. Zivilkammer  des Obergerichts des Kantons Bern"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Interessenkollision; Art. 306 Abs. 2 und 3 ZGB | persönlicher Verkehr"}], "ScrapyJob": "446973/22/2112", "Zeit UTC": "04.12.2025 07:09:25", "Checksum": "e18fceb9da413e41a5752165c308feaf", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Bern Obergericht Zivilkammern 23.08.2017 KES 2017 506\nRegeste:\nInteressenkollision; Art. 306 Abs. 2 und 3 ZGB | persönlicher Verkehr\n\nObergericht Cour suprême\ndes Kantons Bern du canton de Berne\n\nKindes- und Erwachsenen- Tribunal de la protection\nschutzgericht de l'enfant et de l'adulte\n\nHochschulstrasse 17\nPostfach\nEntscheid\n3001 Bern KES 17 506 Beschwerde\nTelefon +41 31 635 48 06 KES 17 507 uR-Gesuch Beschwerdeführerin\nFax +41 31 635 48 14\nObergericht-Zivil.Bern@justice.be.ch\nwww.justice.be.ch/obergericht Bern, 23. August 2017\n\nBesetzung Oberrichter Hurni (Referent), Oberrichterin Grütter und Oberrichterin Apolloni Meier\nGerichtsschreiber Knecht\n\nVerfahrensbeteiligte A.________\nvertreten durch Rechtsanwältin B.________\nBeschwerdeführerin\n\ngegen\n\nC.________\nvertreten durch Rechtsanwalt Dr. D.________\nBeschwerdegegner\n\nKindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) Oberland\nWest, Amthausgasse 4, Postfach 74, 3714 Frutigen\nVorinstanz\n\nGegenstand Abweisung eines Beweisantrags\n\nBeschwerde gegen den verfahrensleitenden Entscheid der Kin-\ndes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) Oberland West\nvom 12. Juli 2017 (Ref. _______)\n\nGesuch der Beschwerdeführerin um unentgeltliche Rechtspflege\nvom 12. August 2017\nRegeste:\nArt. 306 Abs. 2 und 3 ZGB; Interessenkollision; ein Elternteil ist in einer das Kindswohl\nbetreffenden Angelegenheit (vorliegend persönlicher Verkehr) nicht befugt, die gemeinsamen Kinder ohne Zustimmung des anderen Elternteils und gegen diesen zu vertreten\n(E. 14).\n\nErwägungen:\n\nI.\n\n1. A.________ (nachfolgend: Beschwerdeführerin) und C.________ (nachfolgend:\nBeschwerdegegner) sind die Eltern von E.________, geb. 2008, und F.________,\ngeb. 2007, die beide unter der alleinigen elterlichen Sorge und Obhut der Kindsmutter stehen.\n\n2. Mit Eingabe vom 2. September 2015 stellte der Beschwerdegegner bei der KESB\nOberland West (nachfolgend: Vorinstanz) den Antrag, es sei das Besuchsrecht zu\nseinen Töchtern zu regeln.\n\n3. Mit verfahrensleitendem Entscheid vom 1. Oktober 2015 eröffnete die Vorinstanz\nein Kindesschutzverfahren; mit Präsidialentscheid vom 30. Mai 2016 bestellte sie\nein Fachgutachten bei Dr. med. G.________, für dessen Erstattung sie Frist bis am\n17. Oktober 2016 ansetzte. Diese Frist verlängerte die Vorinstanz zunächst bis 13.\nApril 2017 und anschliessend bis 5. Mai 2017.\n\n4. Mit Präsidialentscheid vom 20. März 2017 wies die Vorinstanz den Antrag des Beschwerdegegners um vorsorgliche und unverzügliche Regelung des persönlichen\nVerkehrs zwischen ihm und seinen Töchtern mit Verweis auf das in Bälde erwartete Gutachten ab.\n\n5. Nachdem das Gutachten nicht innert verlängerter Frist eingelangte, widerrief die\nVorinstanz mit verfahrensleitendem Entscheid vom 22. Mai 2017 den Gutachtensauftrag an Dr. G.________, dies unter Vorbehalt der Erstattung des Gutachtens bis am 16. Juni 2017.\n\n6. Am 23. Juni 2017 (Postaufgabe am Tag zuvor) ging ein vom 15. Juni 2017 datiertes Gutachten von Dr. G.________ bei der Vorinstanz ein.\n\n7. Mit Schreiben vom 28. Juni 2017 teilte die Vorinstanz der Gutachterin mit, dass das\nGutachten zwar eingelangt, der Gutachtensauftrag aber infolge verspäteter Gutachtenserstattung widerrufen worden sei.\n\n8. Mit Eingabe vom 30. Juni 2017 stellte die Beschwerdeführerin den Antrag, das\nGutachten von Dr. G.________ sei zu den Akten zu erkennen und den Parteien in\nKopie zuzustellen. Zur Begründung führte sie aus, es solle nicht noch weitere Zeit\ndurch Abklärungen weiterer sachverständiger Personen verstreichen und die Kin-\n\n2\nder sollten dadurch nicht erneut stark belastet werden. Ein vorsorgliches Besuchsrecht sei zu regeln, nachdem Einsicht ins Gutachten von Dr. G.________ genommen werden konnte.\n\n9. Mit verfahrensleitendem Entscheid vom 12. Juli 2017 eröffnete die Vorinstanz das\nVerfahren auf vorsorgliche Regelung des persönlichen Verkehrs zwischen dem\nKindsvater und seinen beiden Kindern (Dispositiv-Ziffer 1) und wies den Antrag auf\nErkennung des Gutachtens von Dr. G.________ zu den amtlichen Akten ab (Dis-\npositiv-Ziffer 2). Weiter traf sie organisatorische Anordnungen zur Anhörung der\nKinder und Parteien (Dispositiv-Ziffern 3 und 4).\n\n10. Dagegen reichte die Beschwerdeführerin am 12. August 2017 (Postaufgabe am\nselben Tag) Beschwerde beim Kindes- und Erwachsenenschutzgericht des Obergerichts des Kantons Bern ein mit dem Antrag, es sei Ziff. 2 des angefochtenen\nEntscheids aufzuheben und das vom 15. Juni 2017 datierte Gutachten von Dr.\nG.________ zu den Akten zu erkennen. Gleichentags stellte die Beschwerdeführerin ein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege (KES 17 507).\n\n"}