{"Signatur": "BE_OG_001", "Spider": "BE_ZivilStraf", "Datum": "2017-07-24", "PDF": {"Datei": "BE_ZivilStraf/BE_OG_001_KES-2017-262_2017-07-24.pdf", "URL": "https://www.zsg-entscheide.apps.be.ch/tribunapublikation/tribunavtplus/ServletDownload/KES_2017_262_323719a1159f182ebd8af5cfa97b333ff61114ecd421be6d2c393d33132eb663dc9daec69bda9215d03ee54d8043e7784200e795df7a9541ee79dde7b71fd2c9f2be9a533ec4123ab976b77288de995f6ad1e3889aa5ea00a916c15d291d5561?path=323719a1159f182ebd8af5cfa97b333ff61114ecd421be6d2c393d33132eb663dc9daec69bda9215d03ee54d8043e7784200e795df7a9541ee79dde7b71fd2c9f2be9a533ec4123ab976b77288de995f6ad1e3889aa5ea00a916c15d291d5561&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=KES_2017_262", "Checksum": "ca7520541a9c4ee64797e8bdec819f60"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["KES 2017 262"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Bern Obergericht Zivilkammern 24.07.2017 KES 2017 262"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Berne Cour suprême Chambres civile 24.07.2017 KES 2017 262"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Berna Obergericht Zivilkammern 24.07.2017 KES 2017 262"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Bern Obergericht Zivilkammern"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Berne Cour suprême Chambres civile"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Berna Obergericht Zivilkammern"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "2. 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Juli 2017\n\nBesetzung Oberrichter Hurni (Referent), Oberrichterin Apolloni Meier und\nOberrichter D. Bähler\nGerichtsschreiberin Miescher\n\nVerfahrensbeteiligte A.________\nB.________\nbeide vertreten durch Rechtsanwalt C.________\nBeschwerdeführer/Gesuchsteller\n\nD.________\nBeiständin: E.________\nBetroffener\n\ngegen\n\nKindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) Oberland\nWest, Amthausgasse 4, Postfach 74, 3714 Frutigen\nVorinstanz\n\nGegenstand Weisung Präzisierung und Weiterführung der bestehenden Weisungen gemäss Art. 307 Abs. 3 ZGB mit Strafandrohung gemäss\nArt. 292 StGB\nAnordnung einer Beistandschaft gemäss Art. 308 Abs. 3 ZGB\nErnennung von E.________\nVorsorgliche Anordnung von Weisungen gemäss Art. 307 Abs. 3\nZGB\nGesuche um unentgeltliche Rechtspflege\n\nBeschwerden gegen die Entscheide der KESB Oberland West\nvom 14. März 2017 (10963318/2016-4598) sowie vom 8. Juni\n2017 (11031324/2016-4598)\nRegeste:\n\nVor dem Kindes- und Erwachsenenschutzgericht besteht – mit Ausnahme der besonderen\nBestimmungen bei fürsorgerischer Unterbringung – kein bundesrechtlicher Anspruch auf\neine persönliche Anhörung. Auch die einschlägigen (kantonalen) Vorschriften des KESG\nsowie des VRPG sehen keinen entsprechenden Anspruch vor (E. 45).\n\nWeder aus kantonalem Recht noch aus Bundesrecht lässt sich ein Anspruch auf Durchführung einer öffentlichen Parteiverhandlung vor dem Kindes- und Erwachsenenschutzgericht ableiten. Hingegen sieht Art. 6 Ziff. 1 Satz 1 EMRK grundsätzlich ein Recht auf eine\nöffentliche Verhandlung vor, sofern nicht Umstände vorliegen, welche ausnahmsweise das\nAbsehen von einer Verhandlung rechtfertigen; im vorliegenden Fall lagen solche Umstände vor (E. 46).\n\nRedaktionelle Vorbemerkungen:\n\nDie Vorinstanz errichtete für den 9-jährigen Sohn (Betroffener) der Beschwerdeführer eine\nBeistandschaft gemäss Art. 308 Abs. 1 und 2 ZGB. Ausserdem wies sie die Kindseltern\nan, mit der Beistandsperson sowie den weiteren beteiligten Fachpersonen zusammenzuarbeiten. Die Beschwerdeführer beschwerten sich dagegen beim Kindes- und Erwachsenenschutzgericht und machten insbesondere geltend, die vorinstanzlich getroffenen Massnahmen seien unverhältnismässig und unnötig; sie seien sodann ungeeignet, um das Kindeswohl zu wahren. Die Kindseltern seien selbst in der Lage, sich um ihr Kind zu kümmern. Die Beschwerdeführer beantragten unter anderem eine persönliche Anhörung vor\ndem Kindes- und Erwachsenenschutzgericht sowie die Durchführung einer öffentlichen\nParteiverhandlung.\n\nAuszug aus den Erwägungen:\n\n(…)\n\nIII.\n\n(…)\n\nAntrag betreffend persönliche Anhörung:\n\n45. Die Beschwerdeführer beantragen eine persönliche Anhörung vor dem Kindes- und\nErwachsenenschutzgericht.\nSowohl D.________ als auch die Kindseltern wurden im Verfahren vor der Vorinstanz persönlich angehört (D.________ am 15. September 2016, die Kindseltern\nam 15. September 2016, 14. Dezember 2016, 8. März 2016 und 1. Juni 2017). Ein\nRecht auf mündliche Anhörung folgt im Verfahren vor der Kindes- respektive Er-\n\n"}