{"Signatur": "BE_OG_001", "Spider": "BE_ZivilStraf", "Datum": "2017-06-29", "PDF": {"Datei": "BE_ZivilStraf/BE_OG_001_KES-2017-159_2017-06-29.pdf", "URL": "https://www.zsg-entscheide.apps.be.ch/tribunapublikation/tribunavtplus/ServletDownload/KES_2017_159_323719a1159f182ebd8af5cfa97b333ff61114ecd421be6d2c393d33132eb663dc9daec69bda9215d03ee54d8043e77836286079ddaa1c0f93333b3705ae99751e83b404a3512a1c89afef9d38eb14cb0bc6c99c00dcfc3eba8003581ef2968c?path=323719a1159f182ebd8af5cfa97b333ff61114ecd421be6d2c393d33132eb663dc9daec69bda9215d03ee54d8043e77836286079ddaa1c0f93333b3705ae99751e83b404a3512a1c89afef9d38eb14cb0bc6c99c00dcfc3eba8003581ef2968c&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=KES_2017_159", "Checksum": "0ba46652eb513ffe19c1387f6a0df8ab"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["KES 2017 159"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Bern Obergericht Zivilkammern 29.06.2017 KES 2017 159"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Berne Cour suprême Chambres civile 29.06.2017 KES 2017 159"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Berna Obergericht Zivilkammern 29.06.2017 KES 2017 159"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Bern Obergericht Zivilkammern"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Berne Cour suprême Chambres civile"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Berna Obergericht Zivilkammern"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "2. Zivilkammer  des Obergerichts des Kantons Bern"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Anhörung der betroffenen Person (Art. 314 Abs. 1 i.V.m. Art. 447 Abs. 1 ZGB) | persönlicher Verkehr"}], "ScrapyJob": "446973/22/2112", "Zeit UTC": "04.12.2025 07:17:14", "Checksum": "cbdffc414af5d62863011ac1446c9715", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Bern Obergericht Zivilkammern 29.06.2017 KES 2017 159\nRegeste:\nAnhörung der betroffenen Person (Art. 314 Abs. 1 i.V.m. Art. 447 Abs. 1 ZGB) | persönlicher Verkehr\n\nObergericht Cour suprême\ndes Kantons Bern du canton de Berne\n\nKindes- und Erwachsenen- Tribunal de la protection\nschutzgericht de l'enfant et de l'adulte\n\nHochschulstrasse 17\nPostfach\nEntscheid\n3001 Bern KES 17 159\nTelefon +41 31 635 48 06\nFax +41 31 635 48 14\nObergericht-Zivil.Bern@justice.be.ch\nwww.justice.be.ch/obergericht Bern, 29. Juni 2017\n\nBesetzung Oberrichter Hurni (Referent), Oberrichterin Apolloni Meier und\nOberrichter Schlup\nGerichtsschreiber Knecht\n\nVerfahrensbeteiligte A.________\nvertreten durch Maître B.________\nBeschwerdeführerin\n\ngegen\n\nC.________\nvertreten durch Maître D.________\nBeschwerdegegner\n\nKindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) Biel/Bienne,\nZentralstrasse 63, Postfach 704, 2501 Biel/Bienne\nVorinstanz\n\nGegenstand Regelung des persönlichen Verkehrs (Art. 273 Abs. 1 ZGB)\n\nBeschwerde gegen den Kammerentscheid der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) Biel/Bienne vom 1. Februar\n2017 (Ref. 9________)\nRegeste:\nArt. 314 Abs. 1 i.V.m. Art. 447 Abs. 1 ZGB; Anhörung der betroffenen Person; ein reiner\nAktenentscheid der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde ohne vorgängige mündliche\nAnhörung der Inhaber der elterlichen Sorge ist bei einschneidender und/oder richtungsweisender Regelung von Kinderbelangen grundsätzlich ausgeschlossen (E. 17-18); Heilung durch oberinstanzliche Anhörung nur im Ausnahmefall (E. 19-20).\n\nErwägungen:\n\nI.\n\n1. Die Parteien A.________ (nachfolgend: Kindsmutter bzw. Beschwerdeführerin) und\nC.________ (nachfolgend: Kindsvater bzw. Beschwerdegegner) sind die unverheirateten Eltern von E.________, geboren am _______ 2015. E.________ lebt bei\nder Kindsmutter und ist seit Sommer 2015 nach Art. 308 Abs. 2 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (ZGB; SR 210) verbeiständet. Er steht unter der gemeinsamen elterlichen Sorge sowie unter der Obhut der Beschwerdeführerin.\n\n2. Mit Entscheid vom 6. Juni 2016 regelte die KESB Biel/Bienne (nachfolgend: Vorinstanz) den persönlichen Verkehr zwischen E.________ und dem Kindsvater\ngemäss Art. 273 Abs. 1 ZGB wie folgt (Ziff. III.3.):\n- Besuch von zwei Stunden pro Woche im G.________ bzw. bei der Sozialpädagogischen Familienbegleitung Seeland\n- Anordnung eines begleiteten Besuchsrechts und dessen Durchführung unter Aufsicht der Sozialpädagogischen Familienbegleitung Seeland\n\n3. Am 2. November 2016 reichte der Beistand von E.________ der Vorinstanz gestützt auf die Stellungnahme von Frau F.________ der Sozialpädagogischen Familienbegleitung Seeland seinen Bericht ein und stellte dabei folgende Anträge:\n«Das Besuchsrecht sei auf vier Stunden pro Woche auszudehnen und dieses sei weiterhin durch die\nSozialpädagogische Familienbegleitung Seeland (SPF) zu begleiten. Entsprechend der Einschätzung\nder SPF sollen unbegleitete Besuche zwischen Kind und Kindsvater in der Wohnung des Kindsvaters\nstattfinden. Die SPF nehme das Kind entgegen und bringe es zum vereinbarten Zeitpunkt wieder\nzurück. Der Übergabeort soll zwischen Kindsmutter und der SPF vereinbart werden. Die Kindsmutter\nsorge dafür, dass der Kindsvater die benötigten Informationen für die Betreuung von E.________ erhalte. Bei einem Ausfall des Besuchsrechts aus gesundheitlichen Gründen von E.________, sei dem\nKindsvater sofern dies aus organisatorischen Gründen möglich sei, ein Ersatztermin zu gewähren.\nDie Besuchsrechtsregelung sei nach sechs Monaten erneut zu prüfen.»\n\n4. Am 22. November 2016 stellte die Vorinstanz den Parteien folgende Regelung\nbzgl. des weiteren Aufbaus des persönlichen Verkehrs in Aussicht:\n- Aufbau von zwei auf vier Stunden pro Woche beim Kindsvater zu Hause unter Anleitung der SPF;\n- nach zwei Monaten Ausdehnung auf 8 Stunden alle zwei Wochen mit Tageswechsel von Mittwoch\nauf Samstag;\n- Sicherung der Übergabe durch SPF;\n\n2\n- kontinuierliche Erweiterung der unbegleiteten Betreuungszeit des Kindsvaters unter Aufsicht und\nAbsprache mit der SPF.\n- Evaluation der Situation nach sechs Monaten und Anpassung bei Bedarf;\n- Entschärfung des hochstrittigen Elternkonflikts im Rahmen einer Mediation gemäss Art. 307 Abs.\n3 ZGB, zusätzlich zur Besuchsrechtsbegleitung.\n\n5. Mit Schreiben vom 12. Dezember 2016 erklärte sich der Beschwerdegegner mit der\nvorgeschlagenen Regelung einverstanden. Die Beschwerdeführerin, nun vertreten\ndurch Rechtsanwalt B.________, teilte ihrerseits mit Schreiben vom 5. Januar 2017\nmit, die aktuelle Regelung ‒ begleitetes wöchentliches Besuchsrecht von zwei\nStunden ‒ sei für weitere sechs Monate beizubehalten oder aber ein begleitetes\nBesuchsrecht von vier Stunden alle vierzehn Tage anzuordnen. Eine Erweiterung\ndes Besuchsrechts von vier auf acht Stunden ab April 2017 lehne sie ab.\n\n"}