{"Signatur": "BE_OG_001", "Spider": "BE_ZivilStraf", "Datum": "2017-04-05", "PDF": {"Datei": "BE_ZivilStraf/BE_OG_001_KES-2016-814_2017-04-05.pdf", "URL": "https://www.zsg-entscheide.apps.be.ch/tribunapublikation/tribunavtplus/ServletDownload/KES_2016_814_323719a1159f182ebd8af5cfa97b333ff61114ecd421be6d2c393d33132eb663dc9daec69bda9215d03ee54d8043e778ce72fe1fa2e3cd010cabab91b058c745b75b8db5c6f1bed750d43334918346e832ae60b38832faec0c607aa93b42d1e7?path=323719a1159f182ebd8af5cfa97b333ff61114ecd421be6d2c393d33132eb663dc9daec69bda9215d03ee54d8043e778ce72fe1fa2e3cd010cabab91b058c745b75b8db5c6f1bed750d43334918346e832ae60b38832faec0c607aa93b42d1e7&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=KES_2016_814", "Checksum": "8700224653c6fc742f2a710a049e813b"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["KES 2016 814"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Bern Obergericht Zivilkammern 05.04.2017 KES 2016 814"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Berne Cour suprême Chambres civile 05.04.2017 KES 2016 814"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Berna Obergericht Zivilkammern 05.04.2017 KES 2016 814"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Bern Obergericht Zivilkammern"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Berne Cour suprême Chambres civile"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Berna Obergericht Zivilkammern"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "2. Zivilkammer  des Obergerichts des Kantons Bern"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Verweigerung der Genehmigung von Beistandschaftsbericht und -rechnung wegen Pflichtwidrigkeit | Vertretungsbeistandschaft"}], "ScrapyJob": "446973/22/2112", "Zeit UTC": "04.12.2025 07:32:38", "Checksum": "20f98450d9faacefd81a356f605e309b", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Bern Obergericht Zivilkammern 05.04.2017 KES 2016 814\nRegeste:\nVerweigerung der Genehmigung von Beistandschaftsbericht und -rechnung wegen Pflichtwidrigkeit | Vertretungsbeistandschaft\n\nObergericht Cour suprême\ndes Kantons Bern du canton de Berne\n\nKindes- und Erwachsenen- Tribunal de la protection\nschutzgericht de l'enfant et de l'adulte\n\nHochschulstrasse 17\nPostfach\nEntscheid\n3001 Bern KES 16 814\nTelefon +41 31 635 48 06\nFax +41 31 635 48 14\nObergericht-Zivil.Bern@justice.be.ch\nwww.justice.be.ch/obergericht Bern, 5. April 2017\n\nBesetzung Oberrichterin Apolloni Meier (Referentin), Oberrichter Schlup und\nOberrichter Hurni\nGerichtsschreiberin Kislig\n\nVerfahrensbeteiligte A.________\nvertreten durch Rechtsanwalt Dr. B.________\nBeschwerdeführer\n\nC.________, c/o Familie D.________\nBetroffener\n\ngegen\n\nKindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) Oberaargau, Städtli 26, 3380 Wangen an der Aare\nVorinstanz\n\nGegenstand Vertretungsbeistandschaft\n\nBeschwerde gegen den Entscheid der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) Oberaargau vom 25. Oktober 2016 (Referenz: 865117/2012-5785)\nRegeste:\nVerweigerung der Genehmigung von Beistandschaftsbericht und –rechnung wegen\nPflichtwidrigkeit\n\n Die Meldung des anerkannten Schadens an den Schadenpool sowie die Weiterleitung der Akten an die JGK sind nicht beschwerdefähig (E. 14).\n\n Gründe für eine Verweigerung der Genehmigung von Rechnung und Bericht (E. 18.6\nff.).\n\n Eine gesetzliche Grundlage für eine Verweigerung von Entschädigung und Spesenersatz besteht weder nach Art. 404 ZGB noch nach den Bestimmungen der ESBV\n(E. 19.2 und 19.6 f.).\n\nErwägungen:\n\nI.\n\n1. Für C.________ (nachfolgend: Betroffener) wurde im Jahr 1985 eine Beistandschaft gemäss aArt. 394 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (ZGB; SR 210)\nerrichtet. Im Jahr 1994 wurde A.________ (nachfolgend: Beschwerdeführer) als\nPrivatbeistand eingesetzt. Mit Entscheid vom 12. September 2014 wurde die altrechtliche Beistandschaft aufgehoben und eine Vertretungsbeistandschaft mit Ein-\nkommens- und Vermögensverwaltung gemäss Art. 394 Abs. 1 ZGB i.V.m. Art. 395\nAbs. 1 ZGB errichtet (vgl. Vorakten der KESB Oberaargau [VA], Register 2).\n\n2. Der Betroffene lebt seit langer Zeit bei der Pflegefamilie D.________. Anfang Juli\n2016 meldete sich Frau D.________ bei der KESB Oberaargau (nachfolgend: Vorinstanz) betreffend ausstehender Zahlungen für die Unterbringung des Betroffenen\nsowie offener Rechnungen der Krankenkasse. Am 20. Juli 2016 wurde der Beschwerdeführer dazu von der Vorinstanz angehört, wobei er Fehler einräumte (vgl.\nVA, Register 7).\n\n3. Mit Entscheid vom 21. Juli 2016 wurde der Beschwerdeführer superprovisorisch\naus dem Amt als Beistand entlassen. Als neue Beistandsperson wurde die Berufsbeiständin E.________, eingesetzt (vgl. VA, Register 2). Die superprovisorische\nAnordnung wurde mit Entscheid vom 28. Juli 2016 bestätigt. Der Beschwerdeführer\nwurde aufgefordert, bis am 21. August 2016 den Schlussbericht und die Schlussrechnung per 20. Juli 2017 einzureichen. Der auf den 20. Juli 2017 datierte\nSchlussbericht sowie die Rechnung für die Zeit vom 1. Mai 2014 bis am 30. April\n2016 gingen am 6. September 2016 bei der Vorinstanz ein (vgl. VA, Register 2).\n\n4. Am 25. Oktober 2016 fällte die Vorinstanz folgenden Entscheid (VA, Register 2):\n\n2\n1. Dem vom Beistand A.________ eingereichten Bericht vom 20.07.2016 und der Rechnung für die\nZeit vom 01.05.2014 bis 30.04.2016 wird die Genehmigung verweigert.\n2. Es wird zur Kenntnis genommen, dass A.________ für die Zeit vom 01.06.2016 bis 20.07.2016\nkeine Schlussrechnung eingereicht hat.\n3. Gestützt auf die Anordnung der Staatsanwaltschaft des Kantons Bern vom 18.10.2016 werden\ndie vollständigen Akten von C.________ zur Durchführung des Strafverfahrens gegen\nA.________ überwiesen.\n4. Die KESB Oberaargau hat am 25.10.2016 den Schaden in der Höhe von CHF 85‘158.90 anerkannt und dem Schadenpool gemeldet. Zur Durchführung des Rückgriffsverfahrens werden die\nvollständigen Akten von C.________ dem Rechtsamt der Justiz-, Gemeinde- und Kirchendirektion des Kantons Bern überwiesen.\n5. […]\n6. Auf die Ausrichtung der Entschädigung und den Spesenersatz an A.________ wird verzichtet.\n7. Auf die Erhebung von Verfahrenskosten wird verzichtet.\n8. [Eröffnungsformel]\n\n"}