{"Signatur": "BE_OG_001", "Spider": "BE_ZivilStraf", "Datum": "2017-01-26", "PDF": {"Datei": "BE_ZivilStraf/BE_OG_001_KES-2016-809_2017-01-26.pdf", "URL": "https://www.zsg-entscheide.apps.be.ch/tribunapublikation/tribunavtplus/ServletDownload/KES_2016_809_323719a1159f182ebd8af5cfa97b333ff61114ecd421be6d2c393d33132eb663dc9daec69bda9215d03ee54d8043e7789634a9763cbed691ff67b9d0d3d1f07f96f8a7e9e56dff49444ee96adcdf4f57e353644ea53cc570b40545fb7c9fdf3e?path=323719a1159f182ebd8af5cfa97b333ff61114ecd421be6d2c393d33132eb663dc9daec69bda9215d03ee54d8043e7789634a9763cbed691ff67b9d0d3d1f07f96f8a7e9e56dff49444ee96adcdf4f57e353644ea53cc570b40545fb7c9fdf3e&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=KES_2016_809", "Checksum": "01cb14695a586587c89b342bc3f20ad8"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["KES 2016 809"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Bern Obergericht Zivilkammern 26.01.2017 KES 2016 809"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Berne Cour suprême Chambres civile 26.01.2017 KES 2016 809"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Berna Obergericht Zivilkammern 26.01.2017 KES 2016 809"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Bern Obergericht Zivilkammern"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Berne Cour suprême Chambres civile"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Berna Obergericht Zivilkammern"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "2. 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Bähler (Referent), Oberrichterin Grütter und Oberrichter Kiener\nGerichtsschreiberin Weingart\n\nVerfahrensbeteiligte A.________\nvertreten durch Fürsprecherin B.________\nBeschwerdeführerin\n\ngegen\n\nKindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) Oberland Ost,\nSchloss 9, 3800 Interlaken\nVorinstanz\n\nGegenstand Anpassung von Kindesschutzmassnahmen\nKostentragung für Fachbegutachtung durch die betroffene Person\ngemäss Art. 63 Abs. 4 KESG\n\nBeschwerde gegen den Entscheid der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) Oberland Ost vom 18. Oktober 2016\n\nRegeste:\nDient ein Fachgutachten der Abklärung von Kindesschutzmassnahmen nach Art. 307 ff.\nZGB, können die Kosten nicht auf die betroffene Person überwälzt werden (E. 19).\nRedaktionelle Vorbemerkungen:\nDie Vorinstanz ordnete für den minderjährigen Sohn der Beschwerdeführerin mehrere ambulante Massnahmen an (Besuch der Tagesschule, sozialpädagogische Begleitung sowie\nDurchführung einer forensischen Psychotherapie). Gleichzeitig verurteilte sie die Beschwerdeführerin, als «betroffene Person» die Kosten der Fachbegutachtung ihres Sohnes gemäss Art. 63 Abs. 4 KESG zu tragen.\n\nAuszug aus den Erwägungen:\n\n(…)\n\nIII.\n\n(…)\n\n19. Schliesslich ist zu prüfen, ob die Beschwerdeführerin von der Vorinstanz zu Recht\nverurteilt wurde, als «betroffene Person» die Kosten der Fachbegutachtung im Totalbetrag von CHF 11‘659.20 zu tragen.\n19.1 Die Vorinstanz begründet ihren Entscheid damit, dass gemäss Art. 63 Abs. 1\nKESG i.V. mit Art. 12 der Verordnung über den Kindes- und Erwachsenenschutz\n(KESV; BSG 213.316.1) i.V. mit Art. 328 Abs. 1 ZGB e contrario die Kosten der\nBegutachtung der betroffenen Person aufgrund ihrer Einkommens- und Vermögensverhältnisse auferlegt werden können. Die psychiatrischen Dienste\nC.________ hätten am 15. September 2016 der KESB Oberland Ost Rechnung\ngestellt für die Erstellung des forensischen Fachgutachtens durch Dr. med.\nD.________ im Totalbetrag von CHF 11'659.20. Dieser Betrag sei von der Kindesmutter zu tragen und ihr in Rechnung zu stellen (Entscheid, Ziff. 23).\n19.2 Gemäss Art. 63 Abs. 3 KESG werden in gewissen Fällen, wie bspw. in Verfahren\nbetreffend Kindesschutzmassnahmen (Art. 307 bis 311 ZGB), keine Verfahrenskosten erhoben. Nach Art. 63 Abs. 4 KESG können jedoch die Kosten für besondere Untersuchungen und Gutachten in den Fällen von Art. 63 Abs. 3 Bst. a bis c\nKESG der betroffenen Person auferlegt werden, wenn sie sich in günstigen Verhältnissen befindet. Davon ausgenommen sind die Kindesschutzmassnahmen\ngemäss Art. 63 Abs. 3 Bst. d KESG.\n19.3 Das vorliegend in Frage stehende Gutachten wurde mit Entscheid vom 24. Juni\n2016 von der Vorinstanz angeordnet. Den Erwägungen ist zu entnehmen, dass die\nAnordnung einer stationären psychiatrisch-forensischen Begutachtung zwingend\nnotwendig sei, um die Gefährlichkeit von E.________ beurteilen zu können (Ziff. 7).\nGemäss den einleitenden Bemerkungen im Gutachten vom 6. September 2016 soll\nes insbesondere zum Gesundheitszustand, einer allfällig notwendigen Behandlung\nund/oder Betreuung sowie zur Prognose und zur Frage der erhöhten Gewaltbereitschaft von E.________ Stellung nehmen. Es ist somit davon auszugehen, dass das\nGutachten deshalb erstellt werden sollte, um allfällig nötig bzw. unnötig werdende\nKindesschutzmassnahmen nach Art. 307 ff. ZGB (wie insb. die Unterbringung in\n\n"}