{"Signatur": "BE_OG_001", "Spider": "BE_ZivilStraf", "Datum": "2016-12-23", "PDF": {"Datei": "BE_ZivilStraf/BE_OG_001_KES-2016-730_2016-12-23.pdf", "URL": "https://www.zsg-entscheide.apps.be.ch/tribunapublikation/tribunavtplus/ServletDownload/KES_2016_730_323719a1159f182ebd8af5cfa97b333ff61114ecd421be6d2c393d33132eb663dc9daec69bda9215d03ee54d8043e778764f1365535317363e28ada9261e4c8e650776c95bbcf96afab303b3e7e5297cdc2ab858e99181e9f8754ca66a05098d?path=323719a1159f182ebd8af5cfa97b333ff61114ecd421be6d2c393d33132eb663dc9daec69bda9215d03ee54d8043e778764f1365535317363e28ada9261e4c8e650776c95bbcf96afab303b3e7e5297cdc2ab858e99181e9f8754ca66a05098d&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=KES_2016_730", "Checksum": "22eee866ab7da4db796823b515d1a08d"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["KES 2016 730"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Bern Obergericht Zivilkammern 23.12.2016 KES 2016 730"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Berne Cour suprême Chambres civile 23.12.2016 KES 2016 730"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Berna Obergericht Zivilkammern 23.12.2016 KES 2016 730"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Bern Obergericht Zivilkammern"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Berne Cour suprême Chambres civile"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Berna Obergericht Zivilkammern"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "2. 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Dezember 2016\n\nBesetzung Oberrichter Bähler (Referent), Oberrichterin Grütter und Oberrichter Kiener\nGerichtsschreiber Knecht\n\nVerfahrensbeteiligte A.________\nvertreten durch Rechtsanwalt B.________\nBeschwerdeführerin\n\ngegen\n\nKindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) Biel/Bienne,\nZentralstrasse 63, Postfach 704, 2501 Biel/Bienne\nVorinstanz\n\nD.________\nBeistandsperson: E.________\nMitbeteiligte\n\nGegenstand Anordnung einer ambulanten Massnahme (Verhaltensanweisung)\ngemäss Art. 437 Abs. 2 ZGB i. V. m. Art. 33 KESG\nErteilung eines Auftrags gemäss Art. 392 Ziff. 2 ZGB\n\nBeschwerde gegen den Entscheid der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) Biel/Bienne vom 21. September 2016\n(Nr. 816727/2016-4094)\nRegeste:\nAmbulante Massnahme (Art. 437 Abs. 2 ZGB i.V.m. Art. 33 KESG)\nDie Anordnung einer ambulanten Massnahme gemäss Art. 437 Abs. 2 ZGB i.V.m. Art. 33\nKESG gegenüber einer Drittperson, die selbst keine psychische Störung aufweist, ist nicht\nzulässig (E. 7 - 8).\n\nErwägungen:\n\nI.\n\n1.\n1.1 Die Schwestern A.________ (Jahrgang 1961; nachfolgend: Beschwerdeführerin)\nund D.________ (Jahrgang 1953) leben im gleichen Haus an der M.________ in\nN.________. Beide sind Eigentümerin je eines Stockwerkeigentumsanteils und\nbewohnen die entsprechende Wohnung, die Beschwerdeführerin zusammen mit ihrem Lebenspartner, ihre Schwester D.________ allein. Der dritte Stockwerkeigentumsanteil steht im Gesamteigentum der Erbengemeinschaft des Vaters, bestehend aus den beiden Schwestern und deren Mutter C.________. Diese wohnte bis\nAnfang 2015 in der entsprechenden Wohnung. Seither steht die Wohnung leer.\n1.2 Die beiden Schwestern sind seit Jahren stark zerstritten. D.________ leidet unter\npsychischen Problemen, welche sie auf die innerfamiliäre Konfliktsituation zurückführt. Sie wurde psychiatrisch begutachtet. Seit dem 20. Mai 2016 besteht für sie\neine Begleitbeistandschaft gemäss Art. 393 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (ZGB; SR 210), ausgeübt von der Privatbeiständin E.________. Bei der Beschwerdeführerin besteht keine psychische Problematik. Sie arbeitet mit einem Beschäftigungsgrad von 80 % bei F.________.\n\n2.\n2.1 Am 28. Juli 2016 reichte D.________ bei der KESB Biel/Bienne (nachfolgend: Vorinstanz) eine Gefährdungsmeldung betreffend die Beschwerdeführerin ein. Sie erwähnte darin langjährige familiäre Konflikte, Schikanen, gegenseitige Schuldzuweisungen und Eskalationen bis zu Tätlichkeiten, welche ihren Alltag und das Zusammenleben mit ihrer Schwester in der gleichen Liegenschaft schwer belasteten resp.\nverunmöglichten. Sie fühle sich in ihrer Wohnung bedroht, und der «Lebenssinn\nkomme ihr abhanden». Die Beschwerdeführerin verweigere jegliches Gespräch.\nSie mache diese Meldung, um sich selber zu schützen.\n2.2 Die Beschwerdeführerin wurde am 19. August 2016 von der Vorinstanz angehört.\nSie erklärte, ihre Schwester habe ihre eigene Meinung, die sie mit allen Mitteln\ndurchsetzen wolle. Sie sprächen nicht mehr miteinander. Sie gehe ihrer Schwester\naus dem Weg. Der Konflikt könne nicht gelöst werden. Die Situation sei hoffnungslos. Aus diesem Grund sehe sie nicht ein, warum ihnen eine Mediation weiterhelfen\nsollte. Sie wolle keine sinnlosen Gespräche führen und sei mit der Anordnung einer\n\n"}