{"Signatur": "BE_OG_001", "Spider": "BE_ZivilStraf", "Datum": "2016-11-15", "PDF": {"Datei": "BE_ZivilStraf/BE_OG_001_KES-2016-692_2016-11-15.pdf", "URL": "https://www.zsg-entscheide.apps.be.ch/tribunapublikation/tribunavtplus/ServletDownload/KES_2016_692_323719a1159f182ebd8af5cfa97b333ff61114ecd421be6d2c393d33132eb663dc9daec69bda9215d03ee54d8043e77831ef8db71b49b5762af567ddf49c2e8d63dfbbb263e07341f52bb4e78fd1baed08be7bbd0a543863760db5a71b8cda93?path=323719a1159f182ebd8af5cfa97b333ff61114ecd421be6d2c393d33132eb663dc9daec69bda9215d03ee54d8043e77831ef8db71b49b5762af567ddf49c2e8d63dfbbb263e07341f52bb4e78fd1baed08be7bbd0a543863760db5a71b8cda93&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=KES_2016_692", "Checksum": "6c3334b0d49f5c6bded7afafc4e6057b"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["KES 2016 692"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Bern Obergericht Zivilkammern 15.11.2016 KES 2016 692"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Berne Cour suprême Chambres civile 15.11.2016 KES 2016 692"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Berna Obergericht Zivilkammern 15.11.2016 KES 2016 692"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Bern Obergericht Zivilkammern"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Berne Cour suprême Chambres civile"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Berna Obergericht Zivilkammern"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "2. 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Grossenbacher\n\nVerfahrensbeteiligte A.________\nBeschwerdeführer\n\ngegen\n\nB.________\nvertreten durch Rechtsanwalt C.________, Bahnhofstrasse 77,\nPostfach, 4313 Möhlin\nBeschwerdegegnerin\n\nKindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) Oberaargau, Städtli 26, Postfach 239, 3380 Wangen an der Aare\nVorinstanz\n\nGegenstand Vertretungsbeistandschaft\n\nBeschwerde gegen das Schreiben der KESB Oberaargau vom\n23. September 2016 (2012 - 2483)\nRegeste:\n\nBeschwerdebefugnis gemäss Art. 450 Abs. 2 ZGB\n\nDer geschiedene Ehemann gilt gegenüber seiner ehemaligen Ehefrau und Mutter der gemeinsamen Kinder bei andauerndem Elternkonflikt nicht als nahestehende Person im Sinne von Art. 450 Abs. 2 Ziff. 2 ZGB. Als blosser Anzeiger bzw. Verfasser einer Gefährdungsmeldung gilt er auch nicht als am Verfahren beteiligte Person im Sinne von Art. 450\nAbs. 2 Ziff. 1 ZGB. Als primär in seinen wirtschaftlichen Interessen betroffener Dritter verfügt er über kein rechtlich geschütztes Interesse an einer Abänderung oder Aufhebung des\nangefochtenen Entscheids im Sinne von Art. 450 Abs. 2 Ziff. 3 ZGB (E. 11).\n\nErwägungen:\n\n1. Mit Schreiben vom 1. September 2016 beantragte A.________ (nachfolgend: Beschwerdeführer) bei der KESB Oberaargau (nachfolgend: Vorinstanz) die Verbeiständung von B.________ (nachfolgend: Beschwerdegegnerin).\n\n2. Die Vorinstanz forderte daraufhin die Beiständin der beiden Kinder der Parteien,\nD.________, mit Schreiben vom 20. September 2016 auf, eine Stellungnahme zu\ndiesem Antrag einzureichen.\n\n3. Mit Schreiben vom 23. September 2016 teilte die Vorinstanz der Beiständin mit,\ndass der Auftrag, die Situation der Beschwerdegegnerin abzuklären, hinfällig geworden sei. Inzwischen sei ein Entscheid des Zivilgerichts E.________ eingegangen. Aus diesem ergebe sich, dass der Beschwerdeführer bereits im Rahmen des\ndamaligen Gerichtsverfahrens mehrfach die Erstellung eines Gutachtens über die\nBelastbarkeit und Erziehungsfähigkeit der Beschwerdegegnerin beantragt habe.\nDies sei jedoch vom Gericht mit der Begründung abgelehnt worden, die Belastbarkeit und Kompetenzen der Beschwerdegegnerin seien bereits im Kinderzuteilungsgutachten vom 31. Januar 2012 abgeklärt worden. Zudem sei die Beschwerdegegnerin anwaltschaftlich vertreten, weshalb davon ausgegangen werde, dass sie sich\ndie notwendige Unterstützung bei Bedarf auch im finanziellen Bereich selbständig\norganisieren könne. Somit sei vorerst auf weitere Abklärungen zu verzichten. Auf\ndie Eingabe des Beschwerdeführers werde daher nicht weiter eingetreten.\n\n4. Gegen dieses Schreiben erhob der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 26. September 2016 (Postaufgabe gleichentags) Beschwerde beim Kindes- und Erwachsenenschutzgericht des Kantons Bern mit folgenden Anträgen:\n1. Der Entscheid vom 23. September 2016 der KESB Oberaargau sei aufzuheben.\n2. Es sei die KESB Oberaargau anzuweisen, die Urteilsfähigkeit von B.________ vollumfänglich zu\nüberprüfen.\n3. Unter Kostenfolge für die KESB Oberaargau.\n\nZur Begründung brachte er im Wesentlichen und sinngemäss vor, er habe den Antrag auf Verbeiständung der Beschwerdegegnerin im Namen seiner beiden minder-\n\n2\njährigen Kinder gestellt. Das Schreiben der Vorinstanz vom 23. September 2016\nstelle einen Entscheid dar. Die Vorinstanz habe entschieden, ohne ihm das rechtliche Gehör zu gewähren. Auf den Entscheid des Zivilgerichts E.________ könne\nnicht abgestellt werden. Es habe sich dabei um einen Scheidungsprozess und nicht\num einen Prozess um Errichtung einer Beistandschaft gehandelt. Das diesem Entscheid zugrunde liegende Gutachten sei ausserdem zu alt, um noch einbezogen\nwerden zu dürfen. Die Beschwerdegegnerin werde von ihrem Anwalt manipuliert\nund ausgenutzt, wodurch auch das Kindsvermögen gefährdet sei.\n\n5. Für die Beschwerde gegen Entscheide der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörden ist das Kindes- und Erwachsenenschutzgericht zuständig (Art. 450 Abs. 1 des\nSchweizerischen Zivilgesetzbuches [ZGB; SR 210] i.V.m. Art. 65 des Gesetzes\nüber den Kindes- und Erwachsenenschutz [KESG, BSG 213.316]).\n\n"}