{"Signatur": "BE_OG_001", "Spider": "BE_ZivilStraf", "Datum": "2013-12-16", "PDF": {"Datei": "BE_ZivilStraf/BE_OG_001_KES-2013-542_2013-12-16.pdf", "URL": "https://www.zsg-entscheide.apps.be.ch/tribunapublikation/tribunavtplus/ServletDownload/KES_2013_542_323719a1159f182ebd8af5cfa97b333ff61114ecd421be6d2c393d33132eb663dc9daec69bda9215d03ee54d8043e7782e7de2be8e3e70ecd2fcf6e6bbb8b8467bfc92dc3a63f03c2070131a4b8c6d4713bbcc888b70c0d674e7753d1895ae1d?path=323719a1159f182ebd8af5cfa97b333ff61114ecd421be6d2c393d33132eb663dc9daec69bda9215d03ee54d8043e7782e7de2be8e3e70ecd2fcf6e6bbb8b8467bfc92dc3a63f03c2070131a4b8c6d4713bbcc888b70c0d674e7753d1895ae1d&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=KES_2013_542", "Checksum": "b50b98282dae512865df10d8f9e0818b"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["KES 2013 542"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Bern Obergericht Zivilkammern 16.12.2013 KES 2013 542"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Berne Cour suprême Chambres civile 16.12.2013 KES 2013 542"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Berna Obergericht Zivilkammern 16.12.2013 KES 2013 542"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Bern Obergericht Zivilkammern"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Berne Cour suprême Chambres civile"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Berna Obergericht Zivilkammern"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "2. Zivilkammer  des Obergerichts des Kantons Bern"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Bezüglich Nachbetreuung und ambulante Massnahmen im Sinne von Art. 437 Abs. 1 und 2 ZGB gilt im Kanton Bern die übliche Beschwerdefrist von 30 Tagen gemäss VRPG (Art. 72 KESG i.V.m. Art. 86 Abs. 2 und 81 Abs. 1 VRPG) | ambulante Massnahme"}], "ScrapyJob": "446973/22/2112", "Zeit UTC": "04.12.2025 08:38:33", "Checksum": "81187dec8ed2b7d85d4269333b21c419", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Bern Obergericht Zivilkammern 16.12.2013 KES 2013 542\nRegeste:\nBezüglich Nachbetreuung und ambulante Massnahmen im Sinne von Art. 437 Abs. 1 und 2 ZGB gilt im Kanton Bern die übliche Beschwerdefrist von 30 Tagen gemäss VRPG (Art. 72 KESG i.V.m. Art. 86 Abs. 2 und 81 Abs. 1 VRPG) | ambulante Massnahme\n\nKES 13 542, publiziert April 2014\n\nEntscheid des Kindes- und Erwachsenenschutzgerichts des Kantons Bern\n\nvom 16. Dezember 2013\n\nBesetzung\nOberrichterin Grütter (Referentin), Oberrichter Bähler und Oberrichter Kiener\nGerichtsschreiberin Mattiello-Kohler\n\nVerfahrensbeteiligte\nX.,\nBeiständin: W.\nBeschwerdeführer\n\ngegen\n\nKindes- und Erwachsenenschutzbehörde Z.,\nVorinstanz\n\nGegenstand\nambulante Massnahme\n\nBeschwerde gegen den Kammerentscheid der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Z.\nvom 19. Juli 2013\n\nRegeste:\n- Art. 450b Abs. 2 ZGB; Art. 437 Abs. 1 und 2 ZGB; Art. 32 und 33 KESG\n- Rechtsmittelfrist: bezüglich Nachbetreuung und ambulante Massnahmen im Sinne\nvon Art. 437 Abs. 1 und 2 ZGB gilt im Kanton Bern die übliche Beschwerdefrist von\n30 Tagen gemäss VRPG (Art. 72 KESG i.V.m. Art. 86 Abs. 2 und 81 Abs. 1 VRPG).\n\nRedaktionelle Vorbemerkungen:\nAngefochten war der Entscheid der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Z., wonach für\nden bereits mehrmals fürsorgerisch untergebrachten Beschwerdeführer X. diverse ambulante\nMassnahmen gestützt auf Art. 437 Abs. 1 ZGB i.V.m. Art. 32 und 33 KESG verfügt wurden\n(Nachbetreuung).\nDie Rechtsmittelbelehrung im angefochtenen Entscheid lautete auf 10 Tage, offensichtlich\ngestützt auf die Bestimmung von Art. 450b Abs. 2 ZGB.\n\nAuszug aus den Erwägungen:\n\n(...)\n\nII. Formelles\n\n(...)\n\n2. Das Verfahren vor der gerichtlichen Beschwerdeinstanz richtet sich nach den\nBestimmungen gemäss Art. 450ff. ZGB. Subsidiär gelangt kantonales Verfahrensrecht,\nnämlich Art. 65ff. KESG, zur Anwendung (vgl. Art. 1 Abs. 1 lit. d KESG). Dieses verweist\nseinerseits in Art. 72 KESG auf die Bestimmungen des Gesetzes über die\nVerwaltungsrechtspflege (VRPG, BSG 155.21).\n\n3. Gemäss Art. 450b ZGB beträgt die Beschwerdefrist dreissig Tage seit Mitteilung des\nEntscheids (Abs. 1). Bei einem Entscheid auf dem Gebiet der fürsorgerischen\nUnterbringung beträgt die Beschwerdefrist zehn Tage seit Mitteilung des Entscheids\n(Abs. 2).\n\nDie Vorinstanz hat dem vorliegend angefochtenen Entscheid die Rechtmittelbelehrung\nangefügt, eine Beschwerde könne innert zehn Tagen erhoben werden. Gemäss\nArt. 450b Abs. 2 ZGB gilt für „Entscheide auf dem Gebiet der fürsorgerischen\nUnterbringung“ eine Beschwerdefrist von zehn Tagen. Grundsätzlich wird dieses\n„Gebiet“ im dritten Abschnitt des Erwachsenenschutzrechtes („Die fürsorgerische\nUnterbringung“) geregelt, in welchem sich auch der Art. 437 ZGB findet.\n\nArt. 437 Abs. 1 ZGB verweist aber die Nachbetreuung in die Regelungskompetenz der\nKantone. Diese können gemäss Abs. 2 dieser Bestimmung auch ambulante\nMassnahmen vorsehen. Nachbetreuung und ambulante Massnahmen werden also nicht\nvom Bundesrecht geregelt.\n\nGemäss Geiser/Etzensberger (Basler Kommentar Erwachsenenschutz, N 12 zu Art. 437\nZGB) bezieht sich die Kompetenz der Kantone nicht nur auf das materielle Recht,\nsondern auch auf das Verfahren. Dies scheint auch die Meinung des Gesetzgebers\ngewesen zu sein (Amtl Bull SR 2007, S. 839 Votum David, Amtl Bull NR 2008, S. 1534\nVotum Widmer-Schlumpf). Die Regelung sowohl des materiellen wie des\nVerfahrensrechts durch denselben Gesetzgeber erscheint im Übrigen zweckmässig.\nDer Kanton Bern hat die Nachbetreuung in Art. 32 KESG, die Anordnung ambulanter\nMassnahmen in Art. 33 KESG geregelt. Bezüglich Nachbetreuung und ambulanten\nMassnahmen sieht das KESG keine speziellen Verfahrensbestimmungen vor. Es gilt\nsomit die übliche Beschwerdefrist von 30 Tagen gemäss VPRG (Art. 72 KESG i.V.m.\nArt. 86 Abs. 2 und 81 Abs. 1 VRPG).\n\nDie Anwendung nicht von Bundes-, sondern von kantonalem Recht hat im Übrigen zur\nFolge, dass die Beschwerde einer Begründung bedarf (weil die Ausnahme von Art. 450e\nAbs. 1 ZGB nicht greift; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 VRPG), und dass ihr aufschiebende\nWirkung zukommt, weil es im kantonalen Recht keine Art. 450e Abs. 2 ZGB analoge\nBestimmung gibt (vgl. Art. 86 Abs. 2 i.V.m. Art. 82 VRPG).\n\n(...)\n\nHinweis:\nDer Entscheid ist rechtskräftig.\n"}