{"Signatur": "BE_AK_001", "Spider": "BE_Anwaltsaufsicht", "Datum": "2018-12-07", "PDF": {"Datei": "BE_Anwaltsaufsicht/BE_AK_001_AA-2016-192_2018-12-07.pdf", "URL": "https://www.aa-entscheide.apps.be.ch/tribunapublikation/tribunavtplus/ServletDownload/AA_2016_192_c4892be059dbbbe2ab13725f999aaabb84c52f17ba96bb16efdbdf2989d961622fa32ac4ea66781883cb03155730bee6452186f633d8eedd878ccab58952cbe935c500472ec4322fa7e670493e3c43f5a134501981d11016a0224f049f967410?path=c4892be059dbbbe2ab13725f999aaabb84c52f17ba96bb16efdbdf2989d961622fa32ac4ea66781883cb03155730bee6452186f633d8eedd878ccab58952cbe935c500472ec4322fa7e670493e3c43f5a134501981d11016a0224f049f967410&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=AA_2016_192", "Checksum": "56bc09782ce86080b401ab9d852c4ec5"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["AA 2016 192"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Bern Kantonale Anwaltsaufsichtsbehörde 07.12.2018 AA 2016 192"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Berne Autorité cantonale de surveillance des avocats 07.12.2018 AA 2016 192"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Berna Kantonale Anwaltsaufsichtsbehörde 07.12.2018 AA 2016 192"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Bern Kantonale Anwaltsaufsichtsbehörde "}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Berne Autorité cantonale de surveillance des avocats "}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Berna Kantonale Anwaltsaufsichtsbehörde "}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "5er Besetzung  des Obergerichts des Kantons Bern"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Führung eines Mandats mit verpönten Mitteln (Art. 12 lit. a BGFA) | Disziplinarverfahren"}], "ScrapyJob": "446973/21/1496", "Zeit UTC": "30.05.2024 00:11:13", "Checksum": "02ebfcbb582f4c0c7ecda557a7996e9c", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Bern Kantonale Anwaltsaufsichtsbehörde 07.12.2018 AA 2016 192\nRegeste:\nFührung eines Mandats mit verpönten Mitteln (Art. 12 lit. a BGFA) | Disziplinarverfahren\n\nObergericht Cour suprême\ndes Kantons Bern du canton de Berne\n\nAnwaltsaufsichtsbehörde Autorité de surveillance\ndes avocats\n\nHochschulstrasse 17\nPostfach\nEntscheid\n3001 Bern AA 16 192\nTelefon +41 31 635 48 05\nanwaltsaufsicht.bern@justice.be.ch\nwww.justice.be.ch/obergericht Bern, 7. Dezember 2018\n\nBesetzung Oberrichter J. Bähler (Präsident i.V.), Fürsprecher Th. Müller (Referent), Gerichtspräsident Richner, Gerichtspräsident Zürcher,\nFürsprecher Dr. Fahrländer,\nGerichtsschreiberin Spielmann\n\nVerfahrensbeteiligte A.________\nAnzeiger\n\nObergericht des Kantons Bern, 1. Zivilkammer, Hochschulstrasse 17, Postfach, 3001 Bern\nAnzeigerin\n\ngegen\n\nA.________\nDisziplinarbeklagter\n\nGegenstand Disziplinarverfahren\n\nSelbstanzeige vom 9. September 2016\nAnzeige vom 17. Oktober 2016\n\nRegeste:\nFührung eines Mandats mit verpönten Mitteln (Art. 12 lit. a BGFA)\nAnders als der betroffene Rechtsanwalt, der den effektiven Sachverhalt erst anlässlich des\nzweiten Vortrages vorbringen wollte, sah die Anwaltsaufsichtsbehörde in seinem Vorgehen\n– für welches kein prozesstaktischer Anlass bestand – eine Verletzung des Schutzes des\nrechtsuchenden Publikums und der Gewährleistung des geordneten Ganges der\nRechtspflege.\nErwägungen:\n\nI.\n\n1. Am 9. September 2016 reichte A.________ (nachfolgend Disziplinarbeklagter) eine\nDisziplinaranzeige gegen sich selber und gegen Rechtsanwalt B.________ ein. Er\nlegte verschiedene Unterlagen bei (p. 1 ff.).\n\n2. Zum Sachverhalt führt er aus, dass im Verlauf einer Gerichtsverhandlung vor dem\nRegionalgericht Bern-Mittelland (CIV 15 6378 / 16 416), anlässlich welcher er und\nRechtsanwalt B.________ je eine Partei vertreten hätten, von der durch Rechtsanwalt B.________ vertretenen Beklagten behauptet worden sei, er (der Disziplinarbeklagte) habe als Vertreter der Klägerin dem Gericht eine gefälschte Urkunde eingereicht. Die durch Rechtsanwalt B.________ vertretene Beklagte habe die Übermittlung der Akten an die Staatsanwaltschaft zur Prüfung der Straftatbestände gefordert.\nDie an der Hauptverhandlung vom 26. April 2016 vom Disziplinarbeklagten seitens\nder Klägerin eingereichte E-Mail vom 11. Juni 2014 habe diese Behauptung entkräftet. Es sei der Verdacht einer falschen Anschuldigung seitens der Beklagten\ngeäussert worden. Trotzdem seien die Akten wegen Verdachts auf versuchten\nProzessbetrug, evtl. Urkundenfälschung an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet\nworden. Diese habe am 27. Mai 2016 die Nichtanhandnahme verfügt. Gegen die\nzuständige Gerichtspräsidentin sei ein Beschwerdeverfahren beim Obergericht\nhängig.\nBezüglich des Formellen erwähnt der Disziplinarbeklagte, dass sowohl er als auch\nRechtsanwalt B.________ im Anwaltsregister des Kantons Bern eingetragen seien\nund eine Schweigepflichtentbindung seiner Klientin vorliege (p. 5).\n\n3. Zum Materiellen führt der Disziplinarbeklagte an, dass er in einem Zivilverfahren\nvor Regionalgericht Bern-Mittelland namens der Klägerin dem Gericht eine von\ndieser unterzeichnete Schuldanerkennung eingereicht habe. Rechtsanwalt\nB.________ habe in seiner Stellungnahme zur Klage vom 29. Februar 2016 behauptet, dass es sich dabei um eine Fälschung handle, welche die Klägerin hergestellt habe, um den behaupteten Irrtum zu unterstützen (p. 5). Die Vereinbarung sei\nso nie abgeschlossen worden und es handle sich nicht um die im ersten Schlichtungsverfahren (BM 14 2273) vorgelegte und tatsächlich abgeschlossene Vereinbarung. Die abgeänderte Version solle offenbar das Gericht täuschen und es werde versucht, das Recht zu beugen. Die Klägerin und deren Vertreter wüssten, dass\ndie tatsächlich abgeschlossene Vereinbarung vom 11. Juni 2014 datiert sei, was\nsich der Anfechtungserklärung wegen Willensmangels vom 11. September 2014\nentnehmen lasse (p. 7). Es sei die Aufforderung ergangen, die Verfahrensakten der\nStaatsanwaltschaft zur Beurteilung der strafrechtlichen Komponente des Handelns\nder Klägerin, der Verwirkung von oder des Versuchs zu weiteren Straftatbeständen\nzu übersenden. Das Gericht habe mit Verfügung vom 3. März 2016 die Klägerin\naufgefordert, Originalurkunden einzureichen. Mit Schreiben vom 9. März 2016 habe\nder Disziplinarbeklagte dem Gericht mitgeteilt, dass die Klägerin keine Originale\n\n"}