In Scheidungsverfahren gilt der Grundsatz, dass Unterhaltsbeiträge - auch Kinderunterhaltsbeiträge -, die im Rahmen vorsorglicher Massnahmen geregelt wurden, im Endurteil nicht rückwirkend abgeändert werden können (Urteile des Bundesgerichts 5A_422/2015 vom 10. Februar 2016 E. 5.3 = Pra 106, 2017 Nr. 18; 5A_412/2018 vom 23. Oktober 2018 E. 2.4). Für nach Art. 303 Abs. 1 ZPO (vor 2011: Art. 281 Abs. 1 aZGB) festgelegte Unterhaltsbeiträge gilt dies nicht, was aus Art. 304 Abs. 1 ZPO abgeleitet werden kann (vgl. JONAS SCHWEIGHAUSER, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, 3. Aufl.