2.2 Drohung Das Gesetz verlangt, dass vorgängig eine Drohung ausgesprochen wurde. Diese kann selber strafbar sein, muss es aber nicht (FREI/ZUBERBÜHLER ELSÄSSER, a.a.O., N. 42 zu Art. 221 StPO). Die Drohung kann auch konkludent erfolgen, etwa durch Drohgebärden (BGE 137 IV 339 E. 2.4; Urteil des Bundesgerichts 1B_440/2011 vom 23. September 2011 E. 2.4, in: jusletter 10. Oktober 2011; MARTINA CONTE, Die Grenzen der Präventivhaft gemäss Schweizerischer Strafprozessordnung, 2018, S. 179 f.). Verbale Drohungen genügen, ohne dass es bereits eines Versuches oder einer Vorbereitungshandlung bedürfte (MARTINA CONTE, a.a.O., S. 180).