{"Signatur": "AR_OG_006", "Spider": "AR_Gerichte", "Datum": "2021-01-01", "PDF": {"Datei": "AR_Gerichte/AR_OG_006_AB-22-1_nodate.pdf", "URL": "https://rechtsprechung.ar.ch/download/Obergericht/2022/OG-20220626-AB-22-1-20221017.pdf", "Checksum": "ba7e8ff24541d411b7c390d58a284db5"}, "Scrapedate": "2025-12-21", "Num": ["AB-22-1"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Appenzell Ausserrhoden Obergericht Aufsichtsbehörde für Schuldbetreibung und Konkurs AB-22-1"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Appenzell Ausserrhoden Obergericht Aufsichtsbehörde für Schuldbetreibung und Konkurs"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Appenzell Rhodes-Extérieures  Aufsichtsbehörde für Schuldbetreibung und Konkurs"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Appenzello Interno  Aufsichtsbehörde für Schuldbetreibung und Konkurs"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "OG"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Obergericht Appenzell Ausserrhoden Aufsichtsbehörde für Schuldbetreibung und Konkurs \n \nZirkular-Urteil vom 26. 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Die Verfügungen des Betreibungsamtes Appenzeller Mittelland, das heisst die\nAnzeige an den Mieter bzw. Pächter betreffend Bezahlung der Zinse sowie die\nAnzeige an den Grundeigentümer/Vermieter betreffend Einzug der Miet- und Pachtzinse vom 22. März 2022 in der Betreibung Nr. 00000001 seien aufzuheben.\n\n2. Unter o/e-Kostenfolge.\n\nb) der Beschwerdegegnerin:\n\n(kein Antrag)\n\nc) des Betreibungsamtes Appenzeller Mittelland:\n\nDie Beschwerde sei im Sinne der vorstehenden Ausführungen abzulehnen.\n\nSachverhalt\n\nA. Übersicht\n\nDie Bank B. leitete am 18. März 2022 die Betreibung auf Grundpfandverwertung gegen die\nA. AG ein und verlangte die Ausdehnung der Pfandhaft auf allfällige Mietzinsforderungen\n(act. 3/2). Am 22. März 2022 hat das Betreibungsamt Appenzeller Mittelland in der\nBetreibung Nr. 00000001 je eine Anzeige an den Mieter bzw. Pächter betreffend Bezahlung\nder Zinse und an den Grundeigentümer/Vermieter betreffend den Einzug der Miet- und\nPachtzinse erlassen (act. 2/1 und 2/2). Der Zahlungsbefehl datiert ebenfalls vom 22. März\n2022 und wurde der Schuldnerin am 1. April 2022 zugestellt (act. 2/6).\n\nSeite 2\nB. Prozessgeschichte\n\na) Gegen die erwähnten Anzeigen vom 22. März 2022 erhob die A. AG am 1. April 2022\nBeschwerde mit dem eingangs erwähnten Begehren (act. 1).\n\nb) Die Stellungnahme des beschwerdebeklagten Betreibungsamtes datiert vom\n14. April 2022 (act. 5). Die Beschwerdegegnerin liess sich nicht vernehmen.\n\nc) Mit Entscheid vom 25. April 2022 erteilte der Präsident der Aufsichtsbehörde für\nSchuldbetreibung und Konkurs der Beschwerde insofern die aufschiebende Wirkung,\nals der Vorinstanz untersagt wurde, Abschlagszahlungen an die Gesuchgegnerin\nauszurichten. Im Übrigen wurde der Beschwerde keine aufschiebende Wirkung zuerkannt (act. 7).\n\nAuf die Ausführungen der Verfahrensbeteiligten kann verwiesen werden. Soweit für die\nBeurteilung erforderlich, ist im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen darauf einzugehen.\n\nErwägungen\n\n1. Formelles\n\n1.1 Als einzige Aufsichtsbehörde im Kanton amtet ein Gremium aus drei Mitgliedern des Obergerichts (Art. 24 Abs. 1 lit. d Justizgesetz [JG, bGS 145.31]; Art. 10 des Gesetzes über die\nEinführung des Bundesgesetzes vom 11. April 1889 über Schuldbetreibung und Konkurs\n[EG SchKG, bGS 241.1]). Die Zuständigkeit der angerufenen Behörde ist somit gegeben.\n\n1.2 Der heutige Entscheid des Obergerichts stützt sich auf Art. 52 Abs. 1 JG und ergeht auf\ndem Zirkularweg, da das Gesetz keine Verhandlung vorschreibt.\n\n1.3 Gemäss Art. 13 Abs. 2 EG SchKG richtet sich das Verfahren vor der Aufsichtsbehörde nach\nden Art. 17-21 des Bundesgesetzes über Schuldbetreibung und Konkurs (SchKG,\nSR 281.1) sowie subsidiär nach dem Gesetz über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG,\nbGS 143.1). Die Aufsichtsbehörde stellt den Sachverhalt von Amtes wegen fest (Art. 20a\nAbs. 2 Ziff. 2 SchKG) und würdigt die Beweise frei. Sie darf, unter Vorbehalt von Art. 22\nSchKG, nicht über die Anträge der Parteien hinausgehen (Art. 20a Abs. 2 Ziff. 3 SchKG).\n\nSeite 3\nDer Entscheid ist zu begründen und mit einer Rechtsmittelbelehrung zu versehen (Art. 20a\nAbs. 2 Ziff. 4 SchKG). Als Rechtsmittel steht, unabhängig vom Streitwert, die Beschwerde\nin Zivilsachen an das Bundesgericht zur Verfügung (Art. 72 Abs. 2 lit. a i.V.m. Art. 74 Abs. 2\nlit. c Bundesgerichtsgesetz [BGG, SR 173.110]).\n\n1.4 Die Beschwerde muss binnen 10 Tagen seit dem Tage, an welchem der Beschwerdeführer\nvon der Verfügung Kenntnis erhalten hat, erhoben werden (Art. 17 Abs. 2 SchKG). Die\nBeschwerdeführerin hat die Anzeige an den Grundeigentümer/Vermieter vom 22. März\n2022 am 23. März 2022 entgegengenommen (act. 1, S. 2). Die 10-tägige Beschwerdefrist\nnach Art. 17 Abs. 2 SchKG ist demnach mit der Eingabe vom 1. April 2022 (act. 1) eingehalten worden.\n\n"}