{"Signatur": "AR_OG_005", "Spider": "AR_Gerichte", "Datum": "2015-03-11", "PDF": {"Datei": "AR_Gerichte/AR_OG_005_OG-O5V-14-23_2015-03-11.pdf", "URL": "https://rechtsprechung.ar.ch/download//Obergericht/2015/OG-20150311-O5V-14-23-20150311.pdf", "Checksum": "6be114640eef2ad1275c1e04e2161c71"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["OG O5V-14-23"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Appenzell Ausserrhoden Obergericht 5. Abteilung 11.03.2015 OG O5V-14-23"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Appenzell Ausserrhoden Obergericht 5. Abteilung"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Appenzell Rhodes-Extérieures  5. Abteilung"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Appenzello Interno  5. Abteilung"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Obergericht Appenzell Ausserrhoden 5. Abteilung Urteil vom 11. März 2015  Mitwirkende  Obergerichtspräsident E. Zingg Oberrichter R. Krapf, S. Plachel, Dr. M. Winiger, E. Graf Obergerichtsschreiber J. Kürsteiner Verfahren Nr.  O5V 14 23  S"}], "ScrapyJob": "446973/43/1303", "Zeit UTC": "18.10.2023 06:20:21", "Checksum": "1cf8444ac92306c37923a101f179c9a9", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Appenzell Ausserrhoden Obergericht 5. Abteilung 11.03.2015 OG O5V-14-23\nRegeste:\nObergericht Appenzell Ausserrhoden 5. Abteilung Urteil vom 11. März 2015  Mitwirkende  Obergerichtspräsident E. Zingg Oberrichter R. Krapf, S. Plachel, Dr. M. Winiger, E. Graf Obergerichtsschreiber J. Kürsteiner Verfahren Nr.  O5V 14 23  S\n\nObergericht Appenzell Ausserrhoden\n5. Abteilung\n\nUrteil vom 11. März 2015\n\nMitwirkende Obergerichtspräsident E. Zingg\nOberrichter R. Krapf, S. Plachel, Dr. M. Winiger, E. Graf\nObergerichtsschreiber J. Kürsteiner\n\nVerfahren Nr. O5V 14 23\n\nSitzungsort Trogen\n\nBeschwerdeführerin A___ AG\n\nvertreten durch: RA B___\n\nVorinstanz Ausgleichskasse Appenzell Ausserrhoden,\nNeue Steig 15, Postfach, 9102 Herisau\n\nGegenstand Beitragsnachforderungen\nRechtsbegehren\n\na) der Beschwerdeführerin:\n1. Der Einsprache-Entscheid der Ausgleichskasse Appenzell Ausserrhoden vom\n20. Mai 2014 sei vollumfänglich aufzuheben.\n\n2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Ausgleichskasse Appenzell\nAusserrhoden.\n\nb) der Vorinstanz:\nAbweisung der Beschwerde.\n\nSachverhalt\n\nA. C___ gründete anfangs 1997 die Firma A___ zunächst als Gesellschaft mit beschränkter\nHaftung (GmbH), die sie ab 9. Januar 2004 als Einzelunternehmen und ab 2. Dezember\n2009 als Aktiengesellschaft führte.\n\nB. B.1\nAm 22. März 2012 meldete die A___ AG der Ausgleichskasse des Kantons Appenzell\nAusserrhoden einen Jahreslohn 2011 von C___ von Fr. 120'000.--.\n\nB.2\nMit Schreiben vom 18. September 2012 teilte die Steuerverwaltung des Kantons Appenzell\nAusserrhoden der A___ AG mit, dass per 31. Dezember 2010 bei den\n100 Namenstammaktien zum Nennwert von je Fr. 1'000.-- der Bruttosteuerwert Fr. 3'000.--\nund der Nettosteuerwert Fr. 2'100.-- betrage. Der Substanzwert nach Gewinnverteilung\nbzw. der Unternehmenswert von Fr. 303'230.-- errechne sich aus der Bilanz wie folgt:\nliberiertes Aktienkapital Fr. 100'000.--, Bilanzgewinn Fr. 230.--, offene Reserven gemäss\nDetail Fr. 27'000.-- und Gesamtausschüttung fällig nach Bewertungsstichtag Fr. 176'000.--.\n\nMit Schreiben gleichen Datums bezifferte die Steuerverwaltung gegenüber der A___ AG\nden Bruttosteuerwert der 100 Stammaktien per 31. Dezember 2011 auf Fr. 4'600.--. Der\nSubstanzwert nach der Gewinnverteilung von Fr. 460'362.-- errechne sich wie folgt:\n\nSeite 2\nliberiertes Aktienkapital Fr. 100'000.-, Bilanzgewinn Fr. 362.-, offene Reserven gemäss\nDetail Fr. 50'000.- und Gesamtausschüttung fällig nach Bewertungsstichtag Fr. 310'000.--.\n\nB.3\nAm 13. März 2013 meldete die A___ AG der Ausgleichskasse einen Jahreslohn 2012 von\nC___ von Fr. 202'200.--.\n\nB.4\nNach Meldung einer Lohnkorrektur 2010 von Fr. 25'000.-- auf Fr. 120'000.-- am\n25. März 2013 stellte die Ausgleichskasse am 11. April 2013 ergänzend Rechnung über\nFr. 14'925.60 für den nachgemeldeten Lohn.\n\nB.5\nGemäss Revisionsbericht vom 12. Dezember 2013 ergab die Arbeitgeberkontrolle 2010\neine Dividende von Fr. 176'000.--, wobei aber nach neuer Praxis nur 10% vom Unternehmenswert oder ein Betrag von Fr. 30'323.-- zulässig sei. Deshalb sei die ausgewiesene\nDividende im Umfang von Fr. 145'677.-- überhöht und 50% davon oder Fr. 72'839.-- in\nLohn umzuqualifizieren. Gemäss Revisionsbericht gleichen Datums betrug die Dividende 2011 Fr. 310'000.--, wobei nur Fr. 46'036.-- zulässig seien. Die ausgewiesene Dividende sei damit um Fr. 263'964.-- überhöht und 50% oder Fr. 131'982.-- in Lohn umzuqualifizieren.\n\nC. C.1\nDie Ausgleichskasse verfügte am 21. Januar 2014 gegenüber der A___ AG eine Nachzahlung für 2010 über Fr. 8'935.70, ferner für die Zeit vom 1. Januar 2011 bis\n21. Januar 2014 Verzugszinsen von Fr. 1'366.40. Mit Verfügungen gleichen Datums wurden für 2011 eine Nachzahlung über Fr. 17'513.40 und für die Zeit vom 1. Januar 2012 bis\n21. Januar 2014 Verzugszinsen von Fr. 1'802.40 in Rechnung gestellt.\n\nC.2\nDagegen liess die A___ AG mit Schreiben vom 20. Februar und vom 30. April 2014\nEinsprache erheben. Mit Entscheid vom 20. Mai 2014 wurde diese von der Ausgleichskasse abgewiesen. Im Jahre 2010 habe die Ausschüttung bei einem Unternehmenswert\nvon Fr. 303'230.-- eine Höhe von Fr. 176'000.-- erreicht, was einen Eigenkapitalertrag von\n58% bedeute; 2011 errechne sich bei einer Ausschüttung von Fr. 310'000.-- und einem\nUnternehmenswert von Fr. 460'362.-- sogar ein Eigenkapitalertrag von 67%. Angemessen\nwäre eine Ausschüttung von 10%. Nach der neuen Praxis der Sozialversicherungsanstalt\ndes Kantons St. Gallen, an welche man sich anlehne, würden von einer übersetzten Divi-\n\nSeite 3\ndende 50% als Lohn ohne betragliche Begrenzung aufgerechnet, während nach der\nfrüheren Praxis bei Einmann-Gesellschaften übersetzte Dividenden bis zu einer Höhe von\nFr. 120'000.-- als massgebender Lohn aufgerechnet worden seien. Dies in Berücksichtigung dessen, dass bei Kleinunternehmen die Festsetzung eines branchenüblichen Gehalts\npraktisch unmöglich sei. In Anbetracht des von C___ in den Jahren 2004 bis 2009 erzielten\ndurchschnittlich deutlich höheren Einkommens erscheine das von ihr abgerechnete\nEinkommen nicht als angemessen. Ein Vergleich mit der heutigen Geschäftsführerin sei\nnicht statthaft, da der Lohn zu sehr von der Person bzw. von deren Leistung abhänge.\n\n"}