{"Signatur": "AR_OG_004", "Spider": "AR_Gerichte", "Datum": "2021-01-01", "PDF": {"Datei": "AR_Gerichte/AR_OG_004_O4V-17-9_nodate.pdf", "URL": "https://rechtsprechung.ar.ch/download/Obergericht/2018/OG-20180329-O4V-17-9-20180820.pdf", "Checksum": "ce1b288a666e44d9dd3698f7b8a5b3e1"}, "Scrapedate": "2025-12-21", "Num": ["O4V-17-9"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Appenzell Ausserrhoden Obergericht 4. Abteilung O4V-17-9"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Appenzell Ausserrhoden Obergericht 4. Abteilung"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Appenzell Rhodes-Extérieures  4. Abteilung"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Appenzello Interno  4. Abteilung"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "OG"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Obergericht Appenzell Ausserrhoden   4. Abteilung  \nUrteil vom 29. März 2018   \nMitwirkende Obergerichtsvizepräsident W. Kobler Oberrichterinnen D. Cadosch Autolitano, M. Gasser Aebischer Oberrichter E. Graf, P. 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O4V 17 9   \nSitzungsort Trogen   \nBeschwerdeführer A___   \n  Beschwerdegegner Gemeinderat B___   \n  Vorinstanz Departement Gesundheit und Soziales (DGS) , \nKasernenstrasse 17, 9100 Herisau  \n    Gegenstand Entscheid DGS vom 8. De\n\nObergericht Appenzell Ausserrhoden\n4. Abteilung\n\nUrteil vom 29. März 2018\n\nMitwirkende Obergerichtsvizepräsident W. Kobler\nOberrichterinnen D. Cadosch Autolitano, M. Gasser Aebischer\nOberrichter E. Graf, P. Louis\nObergerichtsschreiberin M. Epprecht\n\nVerfahren Nr. O4V 17 9\n\nSitzungsort Trogen\n\nBeschwerdeführer A___\n\nBeschwerdegegner Gemeinderat B___\n\nVorinstanz Departement Gesundheit und Soziales (DGS),\nKasernenstrasse 17, 9100 Herisau\n\nGegenstand Entscheid DGS vom 8. Dezember 2016\n(Rechtsverweigerung)\nRechtsbegehren\n\na) des Beschwerdeführers:\nEs sei festzustellen, dass die Bezahlung der Zahnarztkosten verschleppt wurde und es sei\nvom Obergericht die Bezahlung der im Protokollauszug vom 6. April 2016 verfügten und bis\nheute verweigerten Zahnarztkosten anzuordnen.\n\nb) Beschwerdegegner:\n(Verzicht)\n\nc) der Vorinstanz:\nDie Beschwerde von A___ sei vollumfänglich abzuweisen.\n\nSachverhalt\n\nA. A.1\nGemäss Angaben von A___ musste er sich am 22. und 24. März 2016 einer\nNotfallbehandlung beim Zahnarzt unterziehen.1\n\nA.2\nAm 6. April 2016 fällte der Gemeinderat B___ einen Beschluss in Sachen Wiederaufnahme\nwirtschaftlicher Sozialhilfe. In diesem wurde in Ziffer 8 unter anderem festgehalten, dass\nausserordentliche Kosten wie z.B. Zahnarztkosten nur nach Einreichung eines\nKostenvoranschlages sowie vorgängiger Zustimmung durch das Sozialamt B___\nübernommen werden.2\n\nA.3\nIm Rekurs vom 18. April 2016 gegen die Verfügung der Gemeinde vom 6. April 2016 focht\nder Beschwerdeführer deren Ziff. 8 an. Er beantragte, dass Ziff. 8 dahingehend zu\ninterpretieren sei, dass die dem Sozialamt angemeldete jährliche Zahnsteinentfernung samt\nKontrolle durch den Zahnarzt wie bis anhin auf Anmeldung an das Sozialamt zu\nübernehmen sei. Nach der Einreichung des Kostenvoranschlages des Zahnarztes in den\n\n1\nAct. 8\n2\nAct. 9.2\n\nSeite 2\nnächsten Tagen sei die notwendige Behandlung ebenfalls gemäss den SKOS-Richtlinien\nzu übernehmen.3\n\nA.4\nMit E-Mail vom 18. April 2016 reichte A___ der Gemeinde B___ den Kostenvoranschlag\nvom 13. April 2016 über Fr. 390.60 ein.4\n\nA.5\nAm 21. April 2016 reichte A___ per E-Mail den Kostenvoranschlag vom 18. April 2016 über\nFr. 155.-- ein.5\n\nA.6\nMit E-Mail vom 22. April 2016 reichte A___ die Zahnarztrechnung vom 19. April 2016 über\nFr. 863.35 für die Behandlungsdauer vom 22. März 2016 bis 19. April 2016 ein. Diese\nbeinhaltete gemäss Angaben von A___ die Leistungen des Zahnarztes gemäss den\nKostenvoranschlägen vom 13. und 18. April 2016 sowie eine dem Sozialamt mitgeteilte\nNotfallbehandlung.6\n\nA.7\nAm 29. April 2016 reichte A___ eine Rekursergänzung ein und beantragte in Ziff. 4, dass\nZiff. 8 des Beschlusses der Gemeinde vom 6. April 2016 dahingehend zu interpretieren sei,\ndass die jährliche Zahnsteinentfernung samt Kontrolle durch den Zahnarzt vom 13. April\n2016 im Betrag von Fr. 155.--, für welche er einen Kostenvoranschlag eingegeben habe, zu\nübernehmen sei. Weiter sei die Behandlung vom 19. April 2016 im Betrag von Fr. 390.60,\nfür welche er ebenfalls einen Kostenvoranschlag eingegeben habe, zu übernehmen.\nZudem sei die Notfallbehandlung vom 22. und 24. März 2016 im Betrag von Fr. 317.75, für\nwelche er keinen Kostenvoranschlag eingegeben habe, ebenfalls gemäss den SKOS-\nRichtlinien zu übernehmen.7\n\nA.8\nIm Schreiben vom 21. Juni 2016 teilte die Gemeinde B___ A___ mit, dass eine\nNachzahlung der mit Verfügung des Gemeinderats B___ vom 6. April 2016 beschlossenen\nSozialhilfeleistungen über Fr. 1’833.25 erfolge. Weiter wurde ihm mitgeteilt, dass er die in\nZiff. 8 der Verfügung verlangten Kostenvoranschläge für Zahnbehandlungen eingereicht\n3\nVgl. zum Beizug von Tatsachen, von denen der Richter aus Drittprozessen Kenntnis hat: Urteil des\nBundesgerichts 4A_37/2014 vom 24. Juni 2014 E. 2.4.1; Verfahren ERV 18 25: act. 2.12/1\n4\nAct. 1 und act. 6.1\n5\nAct. 1 und act. 6.1\n6\nAct. 1 und act. 6.1\n7\nVerfahren ERV 18 25: act. 2.12/3\n\nSeite 3\nhabe. Der Gemeinderat B___ werde als zuständige Sozialhilfekommission über die\nÜbernahme der Kosten entscheiden.8\n\nA.9\nIn der Stellungnahme der Gemeinde B___ vom 24. Juni 2016 zum Rekurs wurde unter\nanderem ausgeführt, dass die verlangten Kostenvoranschläge zwischenzeitlich eingetroffen\nseien. Der Gemeinderat werde nächstens über die Übernahme der Kostenvoranschläge\nder Zahnarztpraxis C___ AG vom 13. April 2016 über Fr. 390.60 sowie vom 18. April 2016\nüber Fr. 155.-- entscheiden. Weiter wurde ausgeführt, dass die Rechnung für die\nBehandlungen vom 22. März – 19. April 2016 in Höhe von Fr. 863.35 zwischenzeitlich\neingegangen sei und der Gemeinderat nächstens über die Kostenübernahme entscheiden\nwerde.9\n\n"}