{"Signatur": "AR_OG_004", "Spider": "AR_Gerichte", "Datum": "2021-01-01", "PDF": {"Datei": "AR_Gerichte/AR_OG_004_O4V-17-6_nodate.pdf", "URL": "https://rechtsprechung.ar.ch/download/Obergericht/2018/OG-20180329-O4V-17-6-20180820.pdf", "Checksum": "ef8d39290640496e1dee4eab7fede30e"}, "Scrapedate": "2025-12-21", "Num": ["O4V-17-6"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Appenzell Ausserrhoden Obergericht 4. Abteilung O4V-17-6"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Appenzell Ausserrhoden Obergericht 4. Abteilung"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Appenzell Rhodes-Extérieures  4. Abteilung"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Appenzello Interno  4. Abteilung"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "OG"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Obergericht Appenzell Ausserrhoden   4. Abteilung  \nUrteil vom 29. März 2018   \nMitwirkende Obergerichtsvizepräsident W. Kobler Oberrichterinnen D. Cadosch Autolitano, M. Gasser Aebischer Oberrichter E. Graf, P. 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O4V 17 6   \nSitzungsort Trogen   \n Beschwerdeführer A___ \n   Beschwerdegegner Gemeinderat B___  \n  Vorinstanz Departement Gesundheit und Soziales (DGS) , \nKasernenstrasse 17, 9100 Herisau  \n   Gegenstand Entscheid DGS vom 24. Nov\n\nObergericht Appenzell Ausserrhoden\n4. Abteilung\n\nUrteil vom 29. März 2018\n\nMitwirkende Obergerichtsvizepräsident W. Kobler\nOberrichterinnen D. Cadosch Autolitano, M. Gasser Aebischer\nOberrichter E. Graf, P. Louis\nObergerichtsschreiberin M. Epprecht\n\nVerfahren Nr. O4V 17 6\n\nSitzungsort Trogen\n\nBeschwerdeführer A___\n\nBeschwerdegegner Gemeinderat B___\n\nVorinstanz Departement Gesundheit und Soziales (DGS),\nKasernenstrasse 17, 9100 Herisau\n\nGegenstand Entscheid DGS vom 24. November 2016\n(Rechtsverweigerung)\nRechtsbegehren\n\na) des Beschwerdeführers:\n1. Der angefochtene Entscheid sei aufzuheben und an die Vorinstanz zurückzuweisen mit\nder Auflage, einen neuen Entscheid zu erstellen, bei dem berücksichtigt wird, dass\ninnert der in der Fristsetzung vom 17. August 2016 gesetzten Frist bis am\n7. September 2016 um keine rechtsgenügliche Fristverlängerung ersucht wurde.\n\n2. Aufgrund einer Überprüfung der Arbeitsweise der Sozialkommission sei festzustellen,\ndass die Bearbeitung meiner Anträge und die Auszahlung der verschiedenen\nbewilligten Positionen zu lange dauert und somit eine Rechtsverzögerung gegeben ist\nund es sei vom Obergericht über die im rechtlichen Gehör verlangten und verweigerten\nBeträge zu verfügen.\n\n3. Es sei festzustellen, dass die Bezahlung der Zahnarztkosten verschleppt wurde und es\nsei vom Obergericht die Bezahlung der im Protokollauszug vom 6. April 2016 verfügten\nund bis heute verweigerten Zahnarztkosten zu verfügen.\n\nb) des Beschwerdegegners:\n(Verzicht)\n\nc) der Vorinstanz:\nDie Beschwerde von A___ sei vollumfänglich abzuweisen.\n\nSachverhalt\n\nA. A.1\nAm 6. April 2016 fällte der Gemeinderat B___ einen Beschluss in Sachen Wiederaufnahme\nwirtschaftlicher Sozialhilfe. In diesem wurde in Ziffer 1 unter anderem festgehalten, dass\nA___ ab 5. Februar 2016 durch die Sozialhilfe unterstützt wird. Weiter wurde in Ziff. 2 Abs.\n2 festgehalten, dass die Nebenkosten für Strom, Wasser, Heizkosten, Kaminfeger und die\nPrämie für die kantonale Gebäudeversicherung während der Dauer der Unterstützung und\nnach Vorlage der entsprechenden Rechnung durch das Sozialamt übernommen werden.\nDabei werden die an C___ ausbezahlten Nebenkosten in Abzug gebracht. In Ziff. 8 wurde\nbeschlossen, dass ausserordentliche Kosten wie z.B. Zahnarztkosten nur nach Einreichung\n\nSeite 2\neines Kostenvoranschlages sowie vorgängiger Zustimmung durch das Sozialamt B___\nübernommen werden.1\n\nA.2\nIm Schreiben vom 21. Juni 2016 – unter dem Titel „Nachzahlung bis und mit 30. April 2016,\nEinstellung der Sozialhilfe per 30. April 2016“ – teilte die Gemeinde B___ A___ mit, dass\neine Nachzahlung der mit Verfügung vom 6. April 2016 beschlossenen\nSozialhilfeleistungen über Fr. 1’833.25 erfolge. Die Zahlung setze sich zusammen aus dem\n(Rest-)Grundbedarf April 2016 von Fr. 482.65, 3 Ster Brennholz von Fr. 300.--,\nLeistungsabrechnungen der Krankenkasse von Fr. 439.60, Haushaltsversicherung (Februar\n– April 2016) von Fr. 26.-- und dem Hypothekarzins anteilsmässig Februar – April 2016 von\nFr. 585.--. Weiter wurde ihm mitgeteilt, dass die Überweisung erst erfolge, wenn er die\nfehlenden Kontoauszüge vom 1. Februar 2015 – 29. Februar 2016 für das Konto CH97…\nzugestellt habe. Hinsichtlich der Zahnarztkosten wurde festgehalten, dass der Gemeinderat\nB___ als zuständige Sozialhilfekommission über die Übernahme der Kosten entscheiden\nwerde. Sodann wurde ihm, da A___ telefonisch den Erhalt der AHV-Rente seit 1. Mai 2016\nmitgeteilt habe, das rechtliche Gehör im Zusammenhang mit der Einstellung der Sozialhilfe\nper 30. April 2016 gewährt.2\n\nA.3\nA___ nahm mit Mail vom 3. Juli 2016 hierzu Stellung und machte geltend, er habe vom\nGrundbedarf Februar 2016 Anspruch auf Fr. 755.-- und von der Haushaltsversicherung\nAnspruch auf Fr. 104.20. Weiter rügte er, dass ihm für die Assekuranz Versicherung nur\nder Betrag von Fr. 123.20 anstelle von Fr. 492.65 überwiesen worden sei. Die fehlenden\nUnterlagen werde er nachreichen, wenn er wieder in E___ sei. Im Übrigen bitte er den\nMonat April 2016 der angehängten AHV-Beitragsrechnung zu verarbeiten.3\n\nA.4\nGemäss E-Mail Ausdruck vom 7. Juli 2016 sandte A___ der Leiterin der Sozialen Dienste\nB___ einen Kontoauszug vom 1. bis 29. Februar 2016 des Kontos CH70… .4\n\nB. B.1\nAm 10. August 2016 erhob A___, vertreten durch seine Tochter D___,\nRechtsverweigerungsbeschwerde beim Departement Gesundheit und Soziales\n(nachfolgend: DGS) und beantragte, die Gemeinde B___ sei zu veranlassen, umgehend\n\n1\nAct. 9.2\n2\nAct. 9.1\n3\nAct. 6.1\n4\nAct. 6.1\n\n"}