{"Signatur": "AR_OG_004", "Spider": "AR_Gerichte", "Datum": "2021-01-01", "PDF": {"Datei": "AR_Gerichte/AR_OG_004_O4V-17-2_nodate.pdf", "URL": "https://rechtsprechung.ar.ch/download/Obergericht/2019/OG-20190425-O4V-17-2-20190930.pdf", "Checksum": "c45b7ae373cae933a187d9c4045434ee"}, "Scrapedate": "2025-12-21", "Num": ["O4V-17-2"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Appenzell Ausserrhoden Obergericht 4. Abteilung O4V-17-2"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Appenzell Ausserrhoden Obergericht 4. Abteilung"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Appenzell Rhodes-Extérieures  4. Abteilung"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Appenzello Interno  4. Abteilung"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "OG"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Obergericht Appenzell Ausserrhoden   4. Abteilung  \nUrteil vom 25. April 2019   \nMitwirkende Obergerichtsvizepräsident W. Kobler Oberrichterinnen D. Cadosch Autolitano, M. Gasser Aebischer  Oberrichter E. 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O4V 17 2    \nSitzungsort Trogen  \n  Beschwerdeführerin A___ \n Zustellungsadresse: AA___  \n  Beschwerdegegner Departement Gesundheit und Soziales , Kasernenstrasse 17, \n9102 Herisau  \n  Gegenstand Rechtsverweigerungsbeschwerde\n\nObergericht Appenzell Ausserrhoden\n4. Abteilung\n\nUrteil vom 25. April 2019\n\nMitwirkende Obergerichtsvizepräsident W. Kobler\nOberrichterinnen D. Cadosch Autolitano, M. Gasser Aebischer\nOberrichter E. Graf, Dr. P. Louis\nObergerichtsschreiber D. Hofmann\n\nVerfahren Nr. O4V 17 2\n\nSitzungsort Trogen\n\nBeschwerdeführerin A___\n\nZustellungsadresse: AA___\n\nBeschwerdegegner Departement Gesundheit und Soziales, Kasernenstrasse 17,\n9102 Herisau\n\nGegenstand Rechtsverweigerungsbeschwerde\nRechtsbegehren der Beschwerdeführerin:\n\n1. Es sei festzustellen, dass das Departement Gesundheit und Soziales des Kantons\nAppenzell Ausserrhoden in der Angelegenheit \"Sozialhilferekurs vom 8. September 2014\ngegen den Rekursentscheid des Gemeinderates B___ vom 12. August 2014 betreffend\nUmzugskosten\" das Beschleunigungsgebot von Art. 3 Abs. 1 VRPG und das Verbot der\nRechtsverzögerung von Art. 29 Abs. 1 BV verletzt.\n\n2. Es sei die Beschwerdegegnerschaft anzuweisen, in der Angelegenheit \"Sozialhilferekurs\nvom 8. September 2014 gegen den Rekursentscheid des Gemeinderates B___ vom\n12. August 2014 betreffend Umzugskosten\" den Rekursentscheid umgehend, spätestens\njedoch bis zum 28. Februar 2017, zu fällen.\n\n3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten des Kantons Appenzell Ausserrhoden.\n\nSachverhalt\n\nA. Am 29. Oktober 2013 erliessen die Sozialen Dienste B___ eine Verfügung, mit welcher sie\nden Antrag von A___ auf Übernahme der Reinigungskosten abwiesen. Für die\nUmzugskosten sprachen sie Fr. 3‘000.-- gut. Gegen diesen Entscheid erhob A___ mit\nEingabe vom 25. November 2013 Rekurs an den Gemeinderat B___, welcher diesen mit\nBeschluss vom 12. August 2014 abschrieb, soweit er darauf eintrat.\n\nB. Dagegen liess A___, vertreten durch Rechtsanwältin C___, mit Eingabe vom 8. September\n2014 Rekurs an das damalige Departement Inneres und Kultur (heute: Departement\nGesundheit und Soziales) erheben u.a. mit dem Antrag, ihr unter Anrechnung des bereits\ngeleisteten Unterstützungsbeitrags von Fr. 7‘580.-- den Betrag von total Fr. 11‘932.50 für\ndie Umzugskosten zuzusprechen.\n\nC. Nachdem bis zu diesem Zeitpunkt kein Rekursentscheid des Departements ergangen war,\nliess A___ (im Folgenden: Beschwerdeführerin), vertreten durch Rechtsanwältin C___, mit\nEingabe vom 5. Januar 2017 Rechtsverweigerungsbeschwerde beim Obergericht mit den\neingangs erwähnten Rechtsbegehren erheben.\n\nD. Mit Entscheid vom 13. März 2017 wies das Departement Gesundheit und Soziales (im\nFolgenden: Beschwerdegegner) den Rekurs vom 8. September 2014 ab.\n\nSeite 2\nE. Mit Schreiben vom 25. Juli 2017 teilte Rechtsanwältin C___ dem Obergericht mit, dass sie\ndie Beschwerdeführerin nicht mehr vertrete, da diese ihr das Mandat entzogen habe.\n\nF. Wegen eines Ausstandsgesuchs der Beschwerdeführerin gegen den Einzelrichter des\nObergerichts wurde das Verfahren in der Folge bis zum Eintritt der Rechtskraft des das\nAusstandsbegehren abweisenden Beschlusses der 4. Abteilung des Obergerichts vom\n30. August 2018 formlos sistiert.\n\nG. Auf Eröffnung des Urteildispositivs hin verlangte die Beschwerdeführerin mit Schreiben vom\n29. Mai 2019 eine Begründung des vorliegenden Urteils.\n\nH. Auf die Begründung der gestellten Anträge wird, soweit erforderlich, in den Erwägungen\nnäher eingegangen.\n\nErwägungen\n\n1.\n1.1 Gemäss Art. 42 Abs. 1 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG, bGS\n143.1) kann gegen die Verweigerung oder ungebührliche Verzögerung einer Amtshandlung\nRechtsverweigerungsbeschwerde geführt werden, sofern kein ordentliches Rechtsmittel\ngegeben ist. Die Beschwerde ist an die übergeordnete Verwaltungsbehörde im Sinne von\nArt. 30 Abs. 1 zu richten (Art. 42 Abs. 3 VRPG). Darunter ist diejenige Behörde zu\nverstehen, die zuständig wäre, wenn die Verfügung ordnungsgemäss ergangen wäre (AR\nGVP 26/2014 Nr. 1533 E. 1; im gleichen Sinne im Rahmen des Bundesgesetzes über das\nVerwaltungsverfahren [VwVG, SR 172.021]: UHLMANN/W ÄLLE-BÄR, in: Waldmann/\nWeissenberger [Hrsg.], Praxiskommentar Verwaltungsverfahrensgesetz, 2. Aufl. 2016, N.\n12 zu Art. 46a VwVG; Urteil des Bundesgerichts 2C_81/2009 vom 26. Mai 2009 E. 2.1;\nUrteil des Bundesverwaltungsgerichts A-5605/2017 vom 17. Januar 2018 E. 1.1. Ebenso\ndie Praxis im Kanton Zürich: Urteil des Verwaltungsgerichts Zürich VB.2015.00171 vom\n13. Mai 2015 E. 1.1). Die sachliche bzw. funktionale Zuständigkeit des Obergerichts ergibt\nsich daher aus Art. 54 Abs. 1 VRPG, wonach das Obergericht zur Behandlung von\nBeschwerden gegen letztinstanzliche Verfügungen der Verwaltungsbehörden zuständig ist.\n\n1.2. Die materielle Behandlung einer Rechtsverweigerungsbeschwerde setzt grundsätzlich ein\naktuelles praktisches Rechtschutzinteresse voraus. Dieses fällt in der Regel dahin, wenn -\n\n"}