{"Signatur": "AR_OG_004", "Spider": "AR_Gerichte", "Datum": "2021-01-01", "PDF": {"Datei": "AR_Gerichte/AR_OG_004_O4V-15-19_nodate.pdf", "URL": "https://rechtsprechung.ar.ch/download/Obergericht/2016/OG-20160331-O4V-15-19-20160331.pdf", "Checksum": "4ea39c36756bd493d87b47887ba712e9"}, "Scrapedate": "2025-12-21", "Num": ["O4V-15-19"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Appenzell Ausserrhoden Obergericht 4. Abteilung O4V-15-19"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Appenzell Ausserrhoden Obergericht 4. Abteilung"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Appenzell Rhodes-Extérieures  4. Abteilung"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Appenzello Interno  4. Abteilung"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "OG"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Obergericht Appenzell Ausserrhoden   4. Abteilung  \nUrteil vom 31. März 2016    \nMitwirkende Obergerichtspräsident E. Zingg Oberrichterinnen D. Cadosch Autolitano, M. Gasser Aebischer, Oberrichter E. 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O4V 15 19       \n Sitzungsort Trogen \n   \n Beschwerdeführer A___   \n  Vorinstanz Departement Gesundheit und Soziales (bis 31.12.2015 :  \nInneres und Kultur) , Kasernenstrasse 17, 9102 Herisau   \n  Gegenstand Einstellung der Unters\n\nObergericht Appenzell Ausserrhoden\n4. Abteilung\n\nUrteil vom 31. März 2016\n\nMitwirkende Obergerichtspräsident E. Zingg\nOberrichterinnen D. Cadosch Autolitano, M. Gasser Aebischer,\nOberrichter E. Graf, P. Louis\nObergerichtsschreiber J. Kürsteiner\n\nVerfahren Nr. O4V 15 19\n\nSitzungsort Trogen\n\nBeschwerdeführer A___\n\nVorinstanz Departement Gesundheit und Soziales (bis 31.12.2015:\nInneres und Kultur), Kasernenstrasse 17, 9102 Herisau\n\nGegenstand Einstellung der Unterstützung\nRechtsbegehren\n\na) des Beschwerdeführers:\n1. Der Entscheid des Departements Inneres und Kultur vom 19. August 2015 sei vollumfänglich aufzuheben.\n2. Der Protokollauszug des Gemeinderates B___ vom 2. Februar 2015 sei vollumfänglich\naufzuheben.\n3. Die Sozialhilfe sei zu gewähren bis Ende Unterstützungsbedürftigkeit, bis Empfang\nErbe am 30. Juni 2015, eventualiter bis am 26. Februar 2015. Sämtliche Ausstände bis\nzu diesem Datum seien vollumfänglich nachzuzahlen.\n\nb) der Vorinstanz:\nDie Beschwerde sei abzuweisen.\n\nSachverhalt\n\nA. A.1\nMit Schreiben vom 4. September 2014 (Vi-act. 9.13) gelangten die sozialen Dienste B___\nan A___, nachdem sie vom Tod seiner am XX.XX.2014 verstorbenen Mutter C___ aus der\nZeitung erfahren hätten, um die Zustimmung zur Abtretungserklärung der ihm zwischen\nErwerb und Auszahlung der Erbschaft ausgerichteten Sozialhilfevorschüsse einzuholen.\n\nA.2\nMit Schreiben vom 13. Oktober 2014 (Vi-act. 9.10) liess A___ entgegnen, dass die Anrechnung vor der Realisierung des Erbanteils nicht zulässig sei, da die Sozialhilfe nicht als Vorschuss mit Blick auf eine spätere Einnahme erbracht worden sei. Hingegen sei das noch\nnicht realisierte Erbe ab Information über die Abtretungspflicht und damit ab\n4. September 2014 an die Sozialhilfe anrechenbar.\n\nA.3\nDie sozialen Dienste B___ meinten daraufhin mit Schreiben vom 14. November 2014 (Viact. 9.9), man sei einverstanden, den Verrechnungszeitpunkt auf den 4. September 2014\nfestzusetzen. Die entsprechende Erklärung sei bis 26. November 2014 unterzeichnet zu retournieren, was als Teil-Kooperation gewertet würde. Massgeblich wäre an sich der Zeitpunkt des Erwerbs der Erbschaft am Todestag der Erblasserin und nicht jener der Auszahlung, da dieser missbräuchlich hinausgeschoben werden könne.\n\nSeite 2\nA.4\nMit Schreiben vom 19. November 2014 (Vi-act. 9.8) ersuchten die sozialen Dienste B___\ndas Erbschaftsamt B___ um Information über die Höhe des Erbanteils von A___.\n\nA.5\nMit Schreiben vom 24. November 2014 (Vi-act. 9.5) erklärte A___ gegenüber den sozialen\nDiensten B___ die Abtretung des zu erwartenden Erbanteils bis zur Deckung der ab 22.\nNovember 2014 bis zum Erbempfang zu leistenden Sozialhilfe.\n\nA.6\nMit Schreiben vom 26. November 2014 (Vi-act. 9.7) ersuchten die sozialen Dienste B___\ndas Erbschaftsamt B___ um Mitteilung der Höhe des von A___ zu erwartenden Erbanteils\nund um Zuwarten mit der Erbauszahlung, bis die Rückforderung der gewährten Sozialhilfe\ngeklärt sei.\n\nA.7\nMit Schreiben vom 12. Januar 2015 (Vi-act. 9.4) eröffnete die Sozialhilfebehörde B___\nA___ das rechtliche Gehör zur vorgesehenen sofortigen Einstellung der Sozialhilfe, nachdem er die Abtretung nicht im geforderten Ausmass erklärt habe.\n\nB. B.1\nGemäss Protokollauszug vom 2. Februar 2015 (Vi-act. 9.1) stellte der Gemeinderat B___\ndie Sozialhilfe auf Ende 2014 ein, da A___ eine Abtretungserklärung nicht ab Erwerb der\nErbschaft, sondern erst ab 22. November 2014 erklärt habe. Dem Entscheid wurde die aufschiebende Wirkung entzogen.\n\nB.2\nDagegen erhob A___ mit Schreiben vom 23. Februar 2015 (Vi-act. 8.3) Rekurs beim Departement Inneres und Kultur (DIK) u.a. mit dem Antrag, die Sozialhilfe ab 26. Februar\n2015 einzustellen. Die Abtretungserklärung vom 24. November 2014 sei mithin gegenstandslos geworden, zumal er diese mit beiliegendem Schreiben vom 23. Februar 2015\nauch noch widerrufe.\n\nB.3\nMit Schreiben vom 19. März 2015 (Bf. act. 6a/b) gelangten die sozialen Dienste B___ an\nA___ betreffend Rückerstattung unrechtmässig bezogener Sozialhilfe. Massgebender Zeitpunkt sei der Erwerb der Erbschaft beim Tod der Mutter am XX.XX.2014. Mangels Meldung\n\nSeite 3\nsei nicht unverzüglich die Abtretung des Erbanteils ab dann verlangt worden, doch seien\nseither eigentlich nur noch Vorschusszahlungen erbracht worden. Der zurückzuerstattende\nBetrag belaufe sich netto auf Fr. 15‘110.35.\n\nB.4\nIn dem von A___ gegen das Erbschafts- und das Sozialamt B___ u.a. betreffend Amtsmissbrauch angestrengten Strafverfahren erging seitens der Staatsanwaltschaft am 11.\nAugust 2015 eine Einstellungsverfügung (Bf. act. 4a). Eine Vollmacht zur Erbteilung sei\nnicht nötig, da gemäss Testament C___ der Leiter des Erbschaftsamtes der Gemeinde\nB___ als Willensvollstrecker eingesetzt sei.\n\n"}