4.8.2 Bei der Beurteilung eines Anspruchs auf lebenspraktische Begleitung ist massgebend, ob die betroffene Person als Folge einer Gesundheitsbeeinträchtigung bei der Ausführung der im eigenen Haushalt anfallenden Arbeiten so stark eingeschränkt ist, dass sie nicht mehr selbständig wohnen könnte, wenn nicht eine Drittperson diese Haushaltsarbeiten für sie ausführen würde. Die Einschränkungen bei den einzelnen Verrichtungen, aus denen sich die Besorgung des eigenen Haushalts zusammensetzt, müssen insgesamt ein solches Ausmass erreichen, dass ein selbständiges Wohnen nicht mehr möglich oder zumutbar ist (Urteil des Versicherungsgerichts St. Gallen IV 2013/412 vom 16. April 2014 E. 2.2).