Was die Funktions- und Fähigkeitsstörungen angehe, so sei sicher auch heute bei stabilisierter Verfassung noch eine begrenzte Belastbarkeit mit der Tendenz zu depressiver Dekompensation in Überlastungssituationen festzustellen. Angesichts der Suchtanamnese könne auch nicht ganz ausgeschlossen werden, dass in solchen Stressphasen auch wieder vermehrt zu psychotropen Substanzen (zumindest Benzodiazepine, allenfalls Alkohol) gegriffen werde. Was die Gesamtpersönlichkeit angehe, so hätten sich die borderlinehaften Züge sicher abgemildert, weshalb man diese Diagnose heute nicht mehr stellen würde, sondern eher von einer „akzentuierten Persönlichkeit“ sprechen sollte.