Auch die Aussage, wonach nach dem im Jahr 2000 dokumentierten Alkoholentzug eine Suchtverlagerung auf Benzodiazepine stattgefunden habe, mag zutreffen, stellt aber angesichts dessen, dass eine Benzodiazepineinnahme (erst) seit 2014 durchgängig dokumentiert worden war, eher eine Vermutung dar. Zwar mag sein, dass die depressiven Symptome, die kognitiven Defizite sowie die Therapieresistenz sich damit gut erklären lassen, aber gestützt darauf den Schluss zu ziehen, es sei mit überwiegender Wahrscheinlichkeit von einem reinen Suchtgeschehen auszugehen, vermag angesichts der von anderen Fachärzten dokumentierten psychischen Störungen nicht gänzlich zu überzeugen.