Dabei stehe eine Depression im engeren Sinne nicht im Vordergrund, sondern andere psychische Einschränkungen wie etwa affektive Labilität, verminderte Stresstoleranz, Unsicherheit in bestimmten sozialen Interaktionen, subjektives Insuffizienzgefühl und Hyperventilation (keine Panikstörung). Die Wahrnehmungsschwelle für Stressoren sei vermindert, bei Konfrontation mit diesen (bereits bei Alltagsaufgaben möglich) komme es schneller als sonst zu Überforderungssituationen. Sie habe das Gefühl, nicht mit allen alltäglichen Gegebenheiten zurechtzukommen. Sie fühle sich – unpassend zu ihrer Primärpersönlichkeit und Sozialisation – zum Teil mit ihrem Alltag überfordert.