{"Signatur": "AR_OG_003", "Spider": "AR_Gerichte", "Datum": "2021-01-01", "PDF": {"Datei": "AR_Gerichte/AR_OG_003_O3V-17-28_nodate.pdf", "URL": "https://rechtsprechung.ar.ch/download/Obergericht/2018/OG-20180619-O3V-17-28-20181112.pdf", "Checksum": "8598bc7ffcdd57f3e522cb0ef72f3e28"}, "Scrapedate": "2025-12-21", "Num": ["O3V-17-28"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Appenzell Ausserrhoden Obergericht 3. Abteilung O3V-17-28"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Appenzell Ausserrhoden Obergericht 3. Abteilung"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Appenzell Rhodes-Extérieures  3. Abteilung"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Appenzello Interno  3. Abteilung"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "OG"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Obergericht Appenzell Ausserrhoden   3. Abteilung  \nUrteil vom 19. Juni 2018   \nMitwirkende Obergerichtsvizepräsident W. Kobler Oberrichter H.P. Fischer, Ch. Wild, Dr. F. Windisch, S. 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O3V 17 28    \nSitzungsort Trogen  \n  Beschwerdeführer A___ \n vertreten durch: RA B___   \n  Vorinstanz IV-Stelle Appenzell Ausserrhoden , \nNeue Steig 15, Postfach, 9102 Herisau  \n  Gegenstand IV-Rente \nBeschwerde gegen die Verfügung vom 4. August 2017\n\nObergericht Appenzell Ausserrhoden\n3. Abteilung\n\nUrteil vom 19. Juni 2018\n\nMitwirkende Obergerichtsvizepräsident W. Kobler\nOberrichter H.P. Fischer, Ch. Wild,\nDr. F. Windisch, S. Ramseyer\nObergerichtsschreiber J. Kürsteiner\n\nVerfahren Nr. O3V 17 28\n\nSitzungsort Trogen\n\nBeschwerdeführer A___\n\nvertreten durch: RA B___\n\nVorinstanz IV-Stelle Appenzell Ausserrhoden,\nNeue Steig 15, Postfach, 9102 Herisau\n\nGegenstand IV-Rente\nBeschwerde gegen die Verfügung vom 4. August 2017\nRechtsbegehren\n\na) des Beschwerdeführers:\n1. Die Verfügung vom 4. August 2017 sei aufzuheben.\n2. Dem Beschwerdeführer seien die gesetzlichen Leistungen, insbesondere eine ganze\nInvalidenrente ab Oktober 2015, auszurichten.\n3. Eventualiter seien weitere medizinische Abklärungen vorzunehmen, insbesondere ein\nneues medizinisches Gutachten.\n4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge.\n\nb) der Vorinstanz:\nDie Beschwerde sei abzuweisen.\n\nSachverhalt\n\nA. A.1\nDer am XX.XX.1955 geborene, ledige, kinderlose und immer als Polymechaniker\nerwerbstätig gewesene A___ meldete sich am 19. März 2015 bei der Invalidenversicherung\nzum Leistungsbezug an (IV-act. 1), nachdem im Oktober 2014 eine Lähmung des rechten\nFusses aufgetreten war und bei medizinischen Abklärungen Hirninfarkte sowie ein stumm\nabgelaufener Herzinfarkt festgestellt worden waren. Am 12. November 2014 erfolgte im\nKantonsspital St. Gallen eine Stenteinlage (s. IV-act. 29/2), an die sich eine Rehabilitation\nin der Rehaklinik Zihlschlacht vom 2. bis 20. Dezember 2014 anschloss (IV-act. 11). Ferner\nwurde am 21. April 2015 am Universitätsspital Zürich ein koronarer Bypass gelegt (IVact. 50.2/50).\n\nA.2\nGemäss Bericht von Neurologe FMH Dr. C___ vom 20. Oktober 2015 (IV-act. 50.2/51)\nliege aufgrund deutlicher kognitiver und motorischer Einschränkungen eine vollständige\nund wahrscheinlich nicht besserungsfähige Arbeitsunfähigkeit vor.\n\nA.3\nKardiologe Dr. D___ vom Kantonsspital St. Gallen berichtete am 18. Dezember 2015 (IVact. 37/7) über einen unauffälligen kardiologischen Befund, weshalb die Leistungsfähigkeit\nnur durch die distale Beinparese eingeschränkt werde und weitere Verlaufskontrollen\nentbehrlich seien.\n\nSeite 2\nA.4\nMit Schreiben vom 25. Juli 2016 (IV-act. 54) kündigte die Arbeitgeberin das\nArbeitsverhältnis mit dem Versicherten auf Ende Oktober 2016, da sich sein Zustand zu\nwenig stabilisiert habe, um an den Arbeitsplatz zurückkehren zu können (IV-act. 56).\n\nA.5\nAm 18. März 2017 erstattete das Zentrum für Interdisziplinäre Medizinische\nBegutachtungen AG (ZIMB), Schwyz, ein Gutachten über die internistische, orthopädische,\nkardiologische, neurologische und psychiatrische Abklärung des Versicherten vom 27. und\n30. September sowie vom 6. und 31. Oktober 2016 (IV-act. 74). Demnach sei die\nArbeitsfähigkeit nach mehrzeitigen Hirninfarkten mit/bei beinbetonter spastischer\nHemiparese rechts, ausgeprägter Gangataxie, Status nach PTA/Stent und\nkardiovaskulären Risikofaktoren in der bisherigen Tätigkeit seit Oktober 2014 zu 100%\nbeeinträchtigt, liege in einer adaptierten Tätigkeit seit Juli 2015 jedoch bei 70%.\n\nA.6\nNach einer Stellungnahme des regionalärztlichen Dienstes der Invalidenversicherung vom\n3. April 2017 (IV-act. 75), wonach auf das ZIMB-Gutachten abgestellt werden könne und\ntherapeutisch keine Optionen (mehr) bestünden, erging seitens der IV-Stelle am\n20. April 2017 ein Vorbescheid, wonach ab Oktober 2015 bei einem Invaliditätsgrad von\n47% Anspruch auf eine Viertelrente bestehe (IV-act. 76).\n\nA.7\nNach einem Einwand des Versicherten vom 18. Mai 2017 (IV-act. 83) erliess die IV-Stelle\nam 4. August 2017 (IV-act. 87) für die Zeit ab September 2017 und am 8. September 2017\n(IV-act. 93) für die Zeit von Oktober 2015 bis August 2017 eine Verfügung gemäss\nVorbescheid (IV-act. 87).\n\nB. Dagegen liess der Versicherte mit Schreiben vom 13. September 2017 Beschwerde mit\nden eingangs wiedergegebenen Anträgen erheben (act. 1). Auf die Begründung wird - wie\nauch beim folgenden Schriftenwechsel mit Beschwerdeantwort vom 16. Oktober 2017\n(act. 6) und Replik vom 20. Oktober 2017 (act. 9) - im Rahmen der Erwägungen näher\neingegangen.\n\nC. Mit Schreiben vom 21. Juni 2018 (act. 15) ersuchte die IV-Stelle um Begründung des am\n19. Juni 2018 ergangenen und am folgenden Tag versandten Urteildispositivs (act. 14).\n\nSeite 3\nErwägungen\n\n1. Die von Amtes wegen vorzunehmende Prüfung der Prozessvoraussetzungen ergibt, dass\ndiese sowohl hinsichtlich der Beschwerdeberechtigung als auch hinsichtlich der Form- und\nFristerfordernisse erfüllt sind. Auf die Beschwerde ist deshalb einzutreten.\n\n"}