{"Signatur": "AR_OG_003", "Spider": "AR_Gerichte", "Datum": "2021-01-01", "PDF": {"Datei": "AR_Gerichte/AR_OG_003_O3V-17-1_nodate.pdf", "URL": "https://rechtsprechung.ar.ch/download/Obergericht/2017/OG-20170919-O3V-17-1-20170919.pdf", "Checksum": "e1b63da8f4a7725dc01adcfb64218e9a"}, "Scrapedate": "2025-12-21", "Num": ["O3V-17-1"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Appenzell Ausserrhoden Obergericht 3. Abteilung O3V-17-1"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Appenzell Ausserrhoden Obergericht 3. Abteilung"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Appenzell Rhodes-Extérieures  3. Abteilung"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Appenzello Interno  3. Abteilung"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "OG"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Obergericht Appenzell Ausserrhoden   3. Abteilung  \nUrteil vom 19. September 2017   \nMitwirkende Obergerichtspräsident E. Zingg Oberrichter Dr. S. Graf, H.P. Fischer, Ch. Wild, Dr. F. Windisch Obergerichtsschreiber J. Kürsteiner    \nVerfahren Nr. O3V 17 1    \nSitzungsort Trogen   \n Beschwerdeführer A___ \n vertreten durch: RA B___    \n Vorinstanz Sozialversicherungen Appenzell Ausserrhoden , \nPostfach 1047, 9102 Herisau  \n  Gegenstand Berufliche Massnahmen / IV-Rente  \nRechtsbegehren \n \na) des Be"}], "ScrapyJob": "446973/43/2239", "Zeit UTC": "21.12.2025 01:37:15", "Checksum": "b5972f898e948bea7b1c1ba6ca4cb0d1", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Appenzell Ausserrhoden Obergericht 3. Abteilung O3V-17-1\nRegeste:\nObergericht Appenzell Ausserrhoden   3. Abteilung  \nUrteil vom 19. September 2017   \nMitwirkende Obergerichtspräsident E. Zingg Oberrichter Dr. S. Graf, H.P. Fischer, Ch. Wild, Dr. F. Windisch Obergerichtsschreiber J. Kürsteiner    \nVerfahren Nr. O3V 17 1    \nSitzungsort Trogen   \n Beschwerdeführer A___ \n vertreten durch: RA B___    \n Vorinstanz Sozialversicherungen Appenzell Ausserrhoden , \nPostfach 1047, 9102 Herisau  \n  Gegenstand Berufliche Massnahmen / IV-Rente  \nRechtsbegehren \n \na) des Be\n\nObergericht Appenzell Ausserrhoden\n3. Abteilung\n\nUrteil vom 19. September 2017\n\nMitwirkende Obergerichtspräsident E. Zingg\nOberrichter Dr. S. Graf, H.P. Fischer,\nCh. Wild, Dr. F. Windisch\nObergerichtsschreiber J. Kürsteiner\n\nVerfahren Nr. O3V 17 1\n\nSitzungsort Trogen\n\nBeschwerdeführer A___\n\nvertreten durch: RA B___\n\nVorinstanz Sozialversicherungen Appenzell Ausserrhoden,\nPostfach 1047, 9102 Herisau\n\nGegenstand Berufliche Massnahmen / IV-Rente\nRechtsbegehren\n\na) des Beschwerdeführers:\n1. Die Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 28. November 2016 sei aufzuheben.\n2. Zwecks Überprüfung der Arbeitsfähigkeit in leidensangepasster Tätigkeit sei eine berufliche Massnahme in Form eines Belastbarkeitstrainings durchzuführen.\n3. Eventualiter sei A___ mit Wirkung ab dem 1. August 2014 eine ganze Rente der eidgenössischen Invalidenversicherung auszurichten;\nunter Kosten- und Entschädigungsfolge.\n\nb) der Vorinstanz:\nDie Beschwerde sei abzuweisen.\n\nSachverhalt\n\nA. A.1\nDas Obergericht bzw. damalige Verwaltungsgericht war mit A___ schon einmal im Rahmen\neines unfallversicherungsrechtlichen Verfahrens (I 09 44) befasst. Es schützte die Beschwerde gegen die Suva mit Urteil vom 24. März 2010, das vom Bundesgericht mangels\nUnfalls oder unfallähnlicher Körperschädigung aber aufgehoben wurde.\n\nA.2\nAm 17. März 2014 meldete sich der am XX.XX.1960 geborene und seit dem 14. März 2006\nrichterlich getrennte (IV-act. 6) Vater von drei 1988, 89 und 1991 geborenen Kindern, der\nals Ungelernter von 1976-90 in einer Bauunternehmung, von 1990-97 als selbständiger\nLandwirt und seit 1998 als Kehrichtwagenbelader (s. diesbezüglich auch den Arbeitgeberbericht der C___ AG vom 25. April 2014 [IV-act. 19] und deren Schreiben vom 21. Oktober\n2014 [IV-act. 37] betreffend Kündigung des Arbeitsverhältnisses auf Ende Januar 2015) tätig war, wegen der Implantation von Totalendoprothesen an beiden Hüften am 6. November\n2013, wo seit Ende August 2013 Beschwerden bestanden hätten, bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (IV-act. 1).\n\nA.3\nGemäss Bericht von Internist FMH Dr. D___, Herisau, vom 8. April 2014 (IV-act. 14), der\nden Versicherten seit 2006 behandle, habe dieser die Arbeit trotz einer erosiven Coxarthrose bis zuletzt ganztags erledigt, könne also offensichtlich auf die Zähne beissen. Wegen ei-\n\nSeite 2\nnes lumboradikulären Schmerzsyndroms bestehe seit August 2013 eine Alkoholabhängigkeit zur Schmerzbetäubung. Wenngleich eine Therapie nicht möglich sei, so sollte doch vor\nMassnahmen betreffend beruflicher Wiedereingliederung eine Alkoholabstinenz verlangt\nwerden, um deren Erfolg nicht zu gefährden. Die Arbeitsfähigkeit sei schrittweise von 25%\nauf 50%, dann auf 75% und schliesslich auf 100% zu steigern.\n\nA.4\nLaut Protokoll der Berufsberatung der IV-Stelle vom 16. April 2014 über ein Assessmentgespräch vom Vortag (IV-act. 15) sei die Situation an den Hüften inzwischen wieder\nsehr gut, doch bestehe nun Arbeitsunfähigkeit wegen Rückenproblemen. Die Ehefrau sei\nIV-Rentnerin, und der jüngste Sohn habe eine IV-relevante Behinderung.\n\nA.5\nGemäss Bericht von Neurochirurge FMH und Belegarzt am Spital Heiden Dr. E___ vom\n4. September 2014 (IV-act. 40, 16/17; s. auch den Austrittsbericht vom 5. September 2014\n[IV-act. 42, 5/7] über den stationären Aufenthalt vom 3. bis 12. September 2014) betreffend\neine zufolge Claudicatio spinalis bzw. unerträglichen Rücken- und Beinschmerzen nach Erfolglosigkeit konservativer Massnahmen bei grossem Leidensdruck ohne neurologische\nAusfälle erfolgten Operation sei die intraoperativ festgestellte grosse zentrale Spinalkanalstenose beseitigt worden.\n\nLaut Bericht von Dr. E___ vom 23. Oktober 2014 (IV-act. 40, 13/17) besserten sich die\nrechtsseitigen Rücken- und Beinschmerzen langsam, nachdem der Patient diesbezüglich in\nder Klinik Stephanshorn wegen einer Exazerbation noch einmal behandelt worden sei. In\nder MRI-Abklärung habe sich ein nicht kompressiver Bluterguss gezeigt. Schmerzmittel\nseien weiterhin nötig. Obwohl der Patient ein spezieller Typ sei, habe man einen so\nschlimmen Verlauf nicht erwartet.\n\nA.6\nGemäss Bericht der Klinik Stephanshorn vom 12. November 2014 (IV-act. 40, 11/17) hätten\npostoperative Schmerzexazerbationen einen Aufenthalt im Spital Herisau vom 25. September bis 3. Oktober 2014 und vom 3. bis 8. Oktober 2014 in der Klinik erfordert. Eine mittels\nPunktion eines Hämatoms erzielte Volumenreduktion habe eine unmittelbare Besserung\nder intensiven lumbovertebralen Schmerzen bewirkt. Der Patient sei mit geringer\nSchmerzmedikation und ohne vollständige Evakuation des Hämatoms entlassen worden.\n\nLaut Bericht Dr. D___ vom 24. November 2014 (IV-act. 40) bestünden im rechten Bein trotz\nhoher Opiatdosis heftige lumbale und radikuläre Schmerzen.\n\n"}