{"Signatur": "AR_OG_003", "Spider": "AR_Gerichte", "Datum": "2021-01-01", "PDF": {"Datei": "AR_Gerichte/AR_OG_003_O3V-17-18_nodate.pdf", "URL": "https://rechtsprechung.ar.ch/download/Obergericht/2018/OG-20180816-O3V-17-18-20180924.pdf", "Checksum": "5af7315173f107eec051d5baacf38578"}, "Scrapedate": "2025-12-21", "Num": ["O3V-17-18"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Appenzell Ausserrhoden Obergericht 3. Abteilung O3V-17-18"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Appenzell Ausserrhoden Obergericht 3. Abteilung"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Appenzell Rhodes-Extérieures  3. Abteilung"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Appenzello Interno  3. Abteilung"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "OG"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Obergericht Appenzell Ausserrhoden   3. Abteilung  \nUrteil vom 19. Juni 2018   \nMitwirkende Obergerichtsvizepräsident W. Kobler Oberrichter H.P. Fischer, Ch. Wild, Dr. F. Windisch, S. 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O3V 17 18   \nSitzungsort Trogen  \n Beschwerdeführer A___ \n vertreten durch: RA B___  \n Vorinstanz IV-Stelle Appenzell Ausserrhoden , \nPostfach 1047, 9102 Herisau  \n Gegenstand IV-Rente \nBeschwerde gegen die Verfügung der IV-Stelle Appenzell Ausserrhoden\n\nObergericht Appenzell Ausserrhoden\n3. Abteilung\n\nUrteil vom 19. Juni 2018\n\nMitwirkende Obergerichtsvizepräsident W. Kobler\nOberrichter H.P. Fischer, Ch. Wild, Dr. F. Windisch, S. Ramseyer\nObergerichtsschreiberin M. Epprecht\n\nVerfahren Nr. O3V 17 18\n\nSitzungsort Trogen\n\nBeschwerdeführer A___\n\nvertreten durch: RA B___\n\nVorinstanz IV-Stelle Appenzell Ausserrhoden,\nPostfach 1047, 9102 Herisau\n\nGegenstand IV-Rente\nBeschwerde gegen die Verfügung der IV-Stelle Appenzell\nAusserrhoden vom 23. Mai 2017\nRechtsbegehren\n\na) des Beschwerdeführers:\n1. Die Verfügung der Vorinstanz vom 23. Mai 2017 sei aufzuheben.\n2.a) Die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers sei durch Einholung eines medizinischen\nGutachtens abzuklären.\nb) Der Invaliditätsgrad des Beschwerdeführers sei auf der Grundlage der durchgeführten\nmedizinischen Abklärungen neu zu ermitteln und sein Rentenanspruch entsprechend\nfestzulegen.\n3. Eventualantrag: Das Verfahren sei zur weiteren Abklärung und zur neuen Entscheidung im Sinne der Erwägungen an die Vorinstanz zurückzuweisen.\n4. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge.\n\nb) der Vorinstanz:\nDie Beschwerde sei abzuweisen.\n\nSachverhalt\n\nA. Der am XX.XX.1964 geborene A___ meldete sich am 1. April 2014 wegen einer seit\nDezember 2013 bestehenden cervikalen Myelopathie1 bei der IV-Stelle Appenzell Ausserrhoden an.2 In der Folge klärte die IV-Stelle den medizinischen sowie den erwerblichen\nSachverhalt ab – unter anderem übernahm sie die Kosten einer Arbeitsplatzanpassung und\nholte ein interdisziplinäres medizinisches Gutachten beim Zentrum für Medizinische\nBegutachtung (ZMB), Basel, ein – und zog die Akten des Krankenversicherers bei.3\n\nB. Mit Vorbescheid vom 19. Oktober 2016 kündigte die IV-Stelle A___ an, es bestehe kein\nRentenanspruch. Dagegen liess A___ am 17. November 2016 Einwand erheben. Die IV-\nStelle holte daraufhin beim Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD), Dr. med. C___, Facharzt\nfür Arbeitsmedizin, und bei Dr. med. D___, Facharzt FMH für Psychiatrie und\nPsychotherapie, ZMB, Basel, eine Stellungnahme ein.4 Mit Schreiben vom 6. Februar 2017\n\n1\nMyelopathie: 1. Erkrankung des Rückenmarks, 2. Erkrankung des Knochenmarks, in: Pschyrembel,\nKlinisches Wörterbuch, 261. Aufl., Berlin 2007, S. 1282\n2\nIV-act. 2\n3\nIV-act. 41, IV-act. 73 und IV-act. 63\n4\nIV-act. 86 und IV-act. 91\n\nSeite 2\nwurde A___ eine zweite Anhörung zum Vorbescheid gewährt.5 Mit Eingabe vom 5. April\n2017 nahm A___ zu den Vernehmlassungen der erwähnten Fachärzte Stellung.6 Die IV-\nStelle hielt in der Verfügung vom 23. Mai 2017 an ihrem Vorbescheid fest und wies das\nLeistungsbegehren von A___ ab.7\n\nC. Gegen die Verfügung vom 23. Mai 2017 liess A___ am 23. Juni 2017 mit den eingangs\nerwähnten Anträgen Beschwerde beim Obergericht des Kantons Appenzell Ausserrhoden\nerheben.8\n\nD. Die IV-Stelle beantragte mit Vernehmlassung vom 25. September 2017 die Abweisung der\nBeschwerde.9\n\nE. Innert erstreckter Frist liess A___ am 28. November 2017 die Replik einreichen.10 Die IV-\nStelle verzichtete stillschweigend auf eine Duplik.\n\nErwägungen\n\n1. Formelles\n\nGemäss Art. 57 ATSG11 i.V.m. Art. 28 Abs. 1 lit. b JG12 beurteilt das Obergericht als\nkantonales Versicherungsgericht Beschwerden aus dem Bereich der Sozialversicherungen.\nDie örtliche Zuständigkeit ist gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a IVG13).\n\nDie von Amtes wegen vorzunehmende Prüfung der weiteren Prozessvoraussetzungen\nergibt, dass diese sowohl hinsichtlich der Beschwerdeberechtigung als auch hinsichtlich der\n\n5\nIV-act. 92\n6\nIV-act. 95\n7\nIV-act. 97\n8\nAct. 1\n9\nAct. 8\n10\nAct. 16\n11\nBundesgesetz vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG,\nSR 830.1)\n12\nJustizgesetz vom 13. September 2010 (JG, bGS 145.31)\n13\nBundesgesetz vom 19. Juni 1959 über die Invalidenversicherung (IVG, SR 831.20)\n\nSeite 3\nForm- und Fristerfordernisse erfüllt sind (Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 59, Art. 60 Abs. 1 und\nArt. 61 lit. b ATSG sowie Art. 54, Art. 56 und Art. 59 VRPG14).\n\nAuf die Beschwerde ist somit einzutreten.\n\n2. Materielles\n\n2.1\nDie IV-Stelle vertrat in der angefochtenen Verfügung gestützt auf das interdisziplinäre\nmedizinische Gutachten des ZMB vom 16. Juni 2016 die Ansicht, dem Beschwerdeführer\nsei die bisherige Tätigkeit in einem Pensum von 70% zumutbar. Der Einkommensvergleich\nergebe einen Invaliditätsgrad von 30%, weshalb ihm kein Anspruch auf eine IV-Rente zustehe. In den vom Beschwerdeführer vorgebrachten Einwänden vom 17. November 2016\nund 5. April 2017 seien keine neuen medizinischen Tatsachen geltend gemacht worden,\nwelche nicht bereits von den Gutachtern und dem RAD beurteilt worden seien.\n\n"}