{"Signatur": "AR_OG_003", "Spider": "AR_Gerichte", "Datum": "2021-01-01", "PDF": {"Datei": "AR_Gerichte/AR_OG_003_O3V-16-6_nodate.pdf", "URL": "https://rechtsprechung.ar.ch/download/Obergericht/2016/OG-20161220-O3V-16-6-20161220.pdf", "Checksum": "7b1a15e38f6d98f612d453fc4e4d9853"}, "Scrapedate": "2025-12-21", "Num": ["O3V-16-6"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Appenzell Ausserrhoden Obergericht 3. Abteilung O3V-16-6"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Appenzell Ausserrhoden Obergericht 3. Abteilung"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Appenzell Rhodes-Extérieures  3. Abteilung"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Appenzello Interno  3. Abteilung"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "OG"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Obergericht Appenzell Ausserrhoden   3. Abteilung  \nUrteil vom 20. Dezember 2016   \nMitwirkende Obergerichtsvizepräsident W. Kobler Oberrichter Dr. med. S. Graf, H.P. Fischer, Ch. Wild, Dr. F. Windisch Obergerichtsschreiberin A. Mauerhofer    \nVerfahren Nr. O3V 16 6    \nSitzungsort Trogen   \n Beschwerdeführer A___ \n vertreten durch: RA B___   \n Vorinstanz IV-Stelle Appenzell Ausserrhoden , Neue Steig 15, Postfach, \n9102 Herisau  \n  Gegenstand IV-Leistungen  \nRechtsbegehren \n \na) des Beschwerdefü"}], "ScrapyJob": "446973/43/2239", "Zeit UTC": "21.12.2025 01:37:16", "Checksum": "829ae34207bb9636b679638121fa62e5", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Appenzell Ausserrhoden Obergericht 3. Abteilung O3V-16-6\nRegeste:\nObergericht Appenzell Ausserrhoden   3. Abteilung  \nUrteil vom 20. Dezember 2016   \nMitwirkende Obergerichtsvizepräsident W. Kobler Oberrichter Dr. med. S. Graf, H.P. Fischer, Ch. Wild, Dr. F. Windisch Obergerichtsschreiberin A. Mauerhofer    \nVerfahren Nr. O3V 16 6    \nSitzungsort Trogen   \n Beschwerdeführer A___ \n vertreten durch: RA B___   \n Vorinstanz IV-Stelle Appenzell Ausserrhoden , Neue Steig 15, Postfach, \n9102 Herisau  \n  Gegenstand IV-Leistungen  \nRechtsbegehren \n \na) des Beschwerdefü\n\nObergericht Appenzell Ausserrhoden\n3. Abteilung\n\nUrteil vom 20. Dezember 2016\n\nMitwirkende Obergerichtsvizepräsident W. Kobler\nOberrichter Dr. med. S. Graf, H.P. Fischer, Ch. Wild,\nDr. F. Windisch\nObergerichtsschreiberin A. Mauerhofer\n\nVerfahren Nr. O3V 16 6\n\nSitzungsort Trogen\n\nBeschwerdeführer A___\n\nvertreten durch: RA B___\n\nVorinstanz IV-Stelle Appenzell Ausserrhoden, Neue Steig 15, Postfach,\n9102 Herisau\n\nGegenstand IV-Leistungen\nRechtsbegehren\n\na) des Beschwerdeführers:\n1. Die angefochtene IV-Verfügung vom 11.02.2016 sei aufzuheben und es seien dem\nBeschwerdeführer die gesetzlichen Leistungen zuzusprechen;\n2. Eventualiter sei eine BEFAS-Abklärung bzw. EFL anzuordnen;\n3. Subeventualiter sei das Psychiatrische Gutachten SMAB AG vom 11.09.2015\nzurückzuweisen und es sei ein neues Gutachten anzuordnen, welches der\nbundesgerichtlichen Rechtsprechung in 9C_492/2014 vom 03.06.2015 entspricht;\n4. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Beschwerdegegnerin.\n\nb) der Vorinstanz:\nDie Beschwerde sei abzuweisen.\n\nSachverhalt\n\nA. Der am XX.XX.1963 geborene A___ (nachfolgend: Beschwerdeführer) meldete sich am 31.\nAugust 2010 bei den Sozialversicherungen Appenzell Ausserrhoden (damals noch:\nAusgleichskasse und IV-Stelle Appenzell Ausserrhoden, nachfolgend: Vorinstanz) zum\nLeistungsbezug an (IV-act. 1). Der Beschwerdeführer hatte sich am 19. April 2010 während\nder Arbeit als Produktionsmitarbeiter bei der C___ AG mit einer Gehrungs-Kapp-Kreissäge\nverletzt. In der Folge musste seine dominante rechte Mittelhand im Kantonsspital St. Gallen\n(KSSG) subtotal amputiert werden.\n\nB. Im Austrittsbericht des KSSG vom 10. Mai 2010 berichteten die behandelnden Ärzte von\neiner sich postoperativ grundsätzlich positiv entwickelnden Situation. Gleichzeitig wurde\nfestgestellt, dass der Beschwerdeführer Probleme hinsichtlich der psychischen\nUnfallverarbeitung äusserte und es wurde unter Beizug des psychosomatischen Dienstes\neine posttraumatische Belastungsstörung diagnostiziert. Es wurde dringend weitere\nambulante psychologische Betreuung empfohlen (act. 9.1, S. 31).\n\nC. Auch bei den Nachkontrollen vom Mai bis Juli 2010 zeigte sich, dass der Beschwerdeführer\nnach wie vor psychisch unter der Situation litt und die Hand nicht annehmen konnte,\nweshalb trotz intensiver Ergotherapie keine wesentlichen Fortschritte erzielt werden\nkonnten. Entsprechend wurde weiterhin eine intensive psychiatrische Betreuung zur\n\nSeite 2\nVerarbeitung des Unfalltraumas als notwendig erachet (act. 9.1., S. 15, 24 und 28). Der\nBeschwerdeführer begab sich ab Mitte Mai 2010 zu Dr. D___ in Behandlung, der eine\nGesprächstherapie einleitete (IV-act. 11, S. 14 f.). Vom 15. September bis 13. Oktober\n2010 weilte der Beschwerdeführer zudem in der Rehaklinik Bellikon mit dem Ziel, einerseits\neine Funktionsverbesserung der rechten Hand zu erreichen und andererseits die\npsychische Unfallverarbeitung im Hinblick auf eine spätere berufliche Reintegration zu\nfördern. Diese Ziele konnten, wenn überhaupt, lediglich in geringem Ausmass erreicht\nwerden (IV-act. 15).\n\nD. Vom 17. Januar bis 11. Februar 2011 fand ein ambulanter Rehabilitationsaufenthalt in der\nKlinik Teufen statt, welcher gemäss Bericht vom 25. Februar 2011 (IV-act. 25; S. 2) zur\nSicherstellung einer sinnvollen Tagesstruktur, Stabilisierung der Stimmungslage sowie zur\nBesserung der Schlafstörungen beitragen konnte. Es wurde die Weiterführung der\npsychiatrisch-psychotherapeutischen Einzelgespräche empfohlen. Im September 2011\ninformierte jedoch der Beschwerdeführer die Vorinstanz, er wolle die Psychotherapie nicht\nmehr fortführen, da er das ständige Thematisieren des Unfalls nicht mehr ertrage (IV-act.\n34).\n\nE. Am 22. September 2011 unterzog sich der Beschwerdeführer einer weiteren Operation an\nder verletzten Hand (Reosteosynthese und Spongiosaplastik aus dem distalen\nRadiusgrundglied Kleinfinger; Arthrolyse am Mittelgelenk Ringfinger, IV-act. 41.2, S. 45).\nObwohl der Beschwerdeführer bezüglich Pseudoarthrose und gebrochener Platte am\nKleinfinger von dieser Operation profitierte, blieb weiterhin eine weitgehend funktionslose\nHand als Folge der subtotalen Mittelhandamputation zurück (IV-act. 41.2, S. 26).\n\n"}