{"Signatur": "AR_OG_003", "Spider": "AR_Gerichte", "Datum": "2021-01-01", "PDF": {"Datei": "AR_Gerichte/AR_OG_003_O3V-16-29_nodate.pdf", "URL": "https://rechtsprechung.ar.ch/download/Obergericht/2017/OG-20170829-O3V-16-29-20170829.pdf", "Checksum": "30318bdff6a0fd53c3af11f6d649dd80"}, "Scrapedate": "2025-12-21", "Num": ["O3V-16-29"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Appenzell Ausserrhoden Obergericht 3. Abteilung O3V-16-29"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Appenzell Ausserrhoden Obergericht 3. Abteilung"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Appenzell Rhodes-Extérieures  3. Abteilung"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Appenzello Interno  3. Abteilung"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "OG"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Obergericht Appenzell Ausserrhoden   3. Abteilung  \nUrteil vom 29. August 2017   \nMitwirkende Obergerichtspräsident E. Zingg Oberrichter Dr. S. Graf, H.P. Fischer, Ch. Wild, Dr. F. 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O3V 16 29    \nSitzungsort Trogen   \n Beschwerdeführerin A___ \n vertreten durch: RA AA___    \n Vorinstanz B___ AG    \n  Gegenstand Leistungen aus UVG  \nRechtsbegehren \n \na) der Beschwerdeführerin: \n 1. Der Einspracheentscheid vom 7. Oktober 2016 sei aufzuhe\n\nObergericht Appenzell Ausserrhoden\n3. Abteilung\n\nUrteil vom 29. August 2017\n\nMitwirkende Obergerichtspräsident E. Zingg\nOberrichter Dr. S. Graf, H.P. Fischer,\nCh. Wild, Dr. F. Windisch\nObergerichtsschreiber J. Kürsteiner\n\nVerfahren Nr. O3V 16 29\n\nSitzungsort Trogen\n\nBeschwerdeführerin A___\n\nvertreten durch: RA AA___\n\nVorinstanz B___ AG\n\nGegenstand Leistungen aus UVG\nRechtsbegehren\n\na) der Beschwerdeführerin:\n1. Der Einspracheentscheid vom 7. Oktober 2016 sei aufzuheben.\n2. Die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, der Beschwerdeführerin im Zusammenhang mit dem Unfallereignis vom 30. Juni 2013 die gesetzlichen UVG-Leistungen, insbesondere Taggeldleistungen, Heilbehandlungen und eine Invalidenrente, zu erbringen.\n3. Die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, der Beschwerdeführerin eine Integritätsentschädigung von mindestens 20% zuzusprechen.\n4. Eventualiter seien auf Kosten der Beschwerdegegnerin weitere medizinische Abklärungen anzuordnen.\n5. Der Beschwerdeführerin sei die unentgeltliche Rechtspflege und Rechtsverbeiständung zu gewähren.\n6. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen.\n\nb) der Vorinstanz:\nDie Beschwerde vom 9. November 2016 sei abzuweisen.\n\nSachverhalt\n\nA. A.1\nNachdem der am XX.XX.1959 geborenen und seit dem 6. April 2010 in der Passagierkontrolle am Flughafen in Kloten tätigen A___ am 27. Mai 2013 eine Totalendoprothese (TEP)\nder rechten Hüfte eingesetzt worden war (BB-act. M23, Ziff. 4.1), brach sich die Versicherte\ngemäss Unfallmeldung der Kantonspolizei Zürich vom 3. Juli 2013 (BB-act. A1) am 30. Juni\n2013 zu Hause bei einem Sturz im Schlafzimmer den rechten Oberschenkel, wobei sie wegen der Hüft-Operation schon seit dem 30. April 2013 krankgeschrieben war. Gemäss Bericht des Spitals Bülach vom 4. Juli 2013 (BB-act. M3) erfolgten am Vortag eine offene\nReposition, eine Cerclage und eine Plattenosteosynthese an der rechten Hüfte (vgl. auch\nden Austrittsbericht vom 15. Juli 2013 [BB-act. M4] über den stationären Aufenthalt vom 1.\nbis 16. Juli 2013, den Bericht vom 26. Juli 2013 [BB-act. M5] über die Metallentfernung am\nrechten Femur und Einsetzung einer Langschaftprothese, den Bericht der Zürcher Höhenklinik Davos vom 6. August 2013 [BB-act. M8] über eine stationäre Rehabilitation vom 16.\nbis 21. Juli 2013 und den Bericht des Spitals Bülach vom 12. August 2013 [BB-act. M9]\nüber einen Aufenthalt vom 22. Juli bis 13. August 2013).\n\nSeite 2\nA.2\nGemäss Gutachten von Orthopäde FMH und Vertrauensarzt der Pensionskasse des\nStaatspersonals des Kantons Zürich BVK Dr. C___, Zug, vom 23. April 2014 (BB-act. M23)\nsei die Versicherte in der bisherigen Tätigkeit am Flughafen zu 100% arbeitsunfähig.\n\nA.3\nChirurge FMH Dr. D___ vom Schadendienst der B___ AG meinte mit Stellungnahme vom\n28. Mai 2014 (BB-act. M25), unfallbedingt bestünden noch muskuläre Probleme am rechten\nBein mit einer Verhärtung und Verkürzung der Oberschenkelmuskeln sowie eine Bewegungseinschränkung von Hüft- und Kniegelenk rechts. Wegen ausgedehnten Vernarbungen am Oberschenkel sowie in und um das Kniegelenk rechts seien die Schmerzen gut\nnachvollziehbar. Allerdings bestünden diese gemäss Dr. C___ überwiegend in der linken\nLeiste wegen einer dortigen Coxarthrose, seien also wie die geplante Operation nicht unfallbedingt. Die Einnahme von Opiaten (MST und Tramal) während bald einem Jahr sei\nproblematisch.\n\nA.4\nGemäss Bericht des Spitals Bülach vom 19. Juni 2014 (BB-act. M26/1) wurde eine TEP an\nder linken Hüfte eingesetzt. Mit Verlaufsbericht vom 9. Juli 2014 (BB-act. M27) meinte Allgemeinmedizinerin FMH Dr. E___, Oberweningen, unfallbedingt betrage die Arbeitsunfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit bis Ende Juni 100% und danach nur noch 50%. Nach der\nImplantation einer TEP an der linken Hüfte bestehe derzeit aber krankheitsbedingt eine\nvollständige Arbeitsunfähigkeit. Mit Verlaufsbericht vom 30. Juli 2014 (BB-act. M28) bezeichnete Physiotherapeut F___, Dielsdorf, den Schmerzverlauf in der rechten Leiste ohne\nerklärbare Ursache als schwankend.\n\n"}