{"Signatur": "AR_OG_003", "Spider": "AR_Gerichte", "Datum": "2021-01-01", "PDF": {"Datei": "AR_Gerichte/AR_OG_003_O3V-16-24_nodate.pdf", "URL": "https://rechtsprechung.ar.ch/download/Obergericht/2017/OG-20170425-O3V-16-24-20170425.pdf", "Checksum": "6f3363a78332ba98e332eff6665855ef"}, "Scrapedate": "2025-12-21", "Num": ["O3V-16-24"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Appenzell Ausserrhoden Obergericht 3. Abteilung O3V-16-24"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Appenzell Ausserrhoden Obergericht 3. Abteilung"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Appenzell Rhodes-Extérieures  3. Abteilung"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Appenzello Interno  3. Abteilung"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "OG"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Obergericht Appenzell Ausserrhoden   3. Abteilung  \nUrteil vom 25. April 2017   \nMitwirkende Obergerichtsvizepräsident W. Kobler Oberrichter Dr. med. S. Graf, H.P. Fischer, Dr. F. Windisch, E. Graf Obergerichtsschreiberin M. Epprecht    \nVerfahren Nr. O3V 16 24    \nSitzungsort Trogen   \n Beschwerdeführer A___ \n vertreten durch: RA B___    \n Vorinstanz Sozialversicherungen Appenzell Ausserrhoden ,  \nNeue Steig 15, Postfach, 9102 Herisau  \n  Gegenstand IV-Rente  \nRechtsbegehren \n \na) des Beschwerd"}], "ScrapyJob": "446973/43/2239", "Zeit UTC": "21.12.2025 01:37:26", "Checksum": "182a495b80cfe179d7bfc355648e748e", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Appenzell Ausserrhoden Obergericht 3. Abteilung O3V-16-24\nRegeste:\nObergericht Appenzell Ausserrhoden   3. Abteilung  \nUrteil vom 25. April 2017   \nMitwirkende Obergerichtsvizepräsident W. Kobler Oberrichter Dr. med. S. Graf, H.P. Fischer, Dr. F. Windisch, E. Graf Obergerichtsschreiberin M. Epprecht    \nVerfahren Nr. O3V 16 24    \nSitzungsort Trogen   \n Beschwerdeführer A___ \n vertreten durch: RA B___    \n Vorinstanz Sozialversicherungen Appenzell Ausserrhoden ,  \nNeue Steig 15, Postfach, 9102 Herisau  \n  Gegenstand IV-Rente  \nRechtsbegehren \n \na) des Beschwerd\n\nObergericht Appenzell Ausserrhoden\n3. Abteilung\n\nUrteil vom 25. April 2017\n\nMitwirkende Obergerichtsvizepräsident W. Kobler\nOberrichter Dr. med. S. Graf, H.P. Fischer, Dr. F. Windisch,\nE. Graf\nObergerichtsschreiberin M. Epprecht\n\nVerfahren Nr. O3V 16 24\n\nSitzungsort Trogen\n\nBeschwerdeführer A___\n\nvertreten durch: RA B___\n\nVorinstanz Sozialversicherungen Appenzell Ausserrhoden,\nNeue Steig 15, Postfach, 9102 Herisau\n\nGegenstand IV-Rente\nRechtsbegehren\n\na) des Beschwerdeführers:\n1. Die Verfügung der Ausgleichskasse und IV-Stelle Appenzell Ausserrhoden vom\n15. August 2016 sei aufzuheben;\n\n2. Die Ausgleichskasse und IV-Stelle Appenzell Ausserrhoden sei anzuweisen, das\nGesuch um Entrichtung einer Invalidenrente zu bewilligen;\n\n3. Jegliche Akten in Verbindung mit den Überwachungen seien aus den Akten zu\nentfernen und dürfen nicht verwendet werden;\n\nalles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen.\n\nb) der Vorinstanz:\nDie Beschwerde sei abzuweisen.\n\nSachverhalt\n\nA. Der am XX.XX.1956 geborene A___ meldete sich am 12. Dezember 2015 im Rahmen der\nFrüherfassung bei der IV-Stelle des Kantons Appenzell Ausserrhoden. Die IV-Stelle\nforderte A___ anlässlich der telefonischen Besprechung vom 17. Dezember 2015 aufgrund\nder seit Juni 2015 bestehenden Arbeitsunfähigkeit und des Anscheins, dass die weitere\nBeschäftigung im bisherigen Beruf problematisch sei, zur ordentlichen IV-Anmeldung auf.\n\nB. Am 22. Dezember 2015 meldete sich A___ wegen Wirbelsäule, Rücken, Arthrose in Knie\nund Fussgelenk bei der IV-Stelle an. Die IV-Stelle klärte in der Folge den medizinischen\nund erwerblichen Sachverhalt ab und zog die Akten des Krankenversicherers bei.1 In der\nMitteilung vom 1. April 2016 wurde A___ eröffnet, dass aufgrund seiner subjektiven\nKrankheitsüberzeugung zurzeit keine Eingliederungsmassnahmen angezeigt seien.\n\nC. Mit Vorbescheid vom 30. Mai 2016 kündigte die IV-Stelle A___ an, es bestehe kein\nRentenanspruch. Dagegen liess A___ am 30. Juni 2016 Einwand erheben. In der\n\n1\nVgl. act. 7.2/26-1ff/117\n\nSeite 2\nVerfügung vom 15. August 2016 bestätigte die IV-Stelle ihren Entscheid und wies das\nLeistungsbegehren von A___ ab.\n\nD. Gegen die Verfügung vom 15. August 2016 liess A___ am 15. September 2016 mit den\neingangs erwähnten Anträgen Beschwerde beim Obergericht des Kantons Appenzell\nAusserrhoden erheben.\n\nE. Die IV-Stelle beantragte mit Vernehmlassung vom 31. Oktober 2016 die Abweisung der\nBeschwerde.\n\nF. Innert erstreckter Frist liess A___ am 5. Dezember 2016 die Replik einreichen. Die IV-Stelle\n(ab. 1. Januar 2017: Sozialversicherungen Appenzell Ausserrhoden) reichte die Duplik am\n12. Dezember 2016 ein.\n\nErwägungen\n\n1. Formelles\n\n1.1\nGemäss Art. 57 ATSG2 i.V.m. Art. 28 Abs. 1 lit. b JG3 beurteilt das Obergericht als\nkantonales Versicherungsgericht Beschwerden aus dem Bereich der Sozialversicherungen.\nDie örtliche Zuständigkeit ist gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a IVG4).\n\nDie von Amtes wegen vorzunehmende Prüfung der weiteren Prozessvoraussetzungen\nergibt, dass diese sowohl hinsichtlich der Beschwerdeberechtigung als auch hinsichtlich der\nForm- und Fristerfordernisse erfüllt sind.5\n\nAuf die Beschwerde ist einzutreten.\n\n1.2\n\n2\nBundesgesetz vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG,\nSR 830.1)\n3\nJustizgesetz vom 13. September 2010 (JG, bGS 145.31)\n4\nBundesgesetz vom 19. Juni 1959 über die Invalidenversicherung (IVG, SR 831.20)\n5\nArt. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 59, Art. 60 Abs. 1 und Art. 61 lit. b ATSG sowie Art. 54, Art. 56 und Art. 59\ndes Gesetzes vom 9. September 2002 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG, bGS 143.1)\n\nSeite 3\nDer Beschwerdeführer rügt in formeller Hinsicht, dass aufgrund des Entscheids des\nEuropäischen Gerichtshofes für Menschenrechte vom 18. Oktober 20166 die aufgrund der\nObservierung durch einen Privatdetektiv erhobenen Daten und Berichte – insbesondere\nauch die neurologische Second Opinion von Dr. med. C___, Facharzt Neurologie, PMEDA\nPolydisziplinäre Medizinische Abklärungen, Zürich, vom 10. Februar 20167 – nicht\nverwertet werden dürfen.8\n\nOb zu den Dr. med. C___ zur Verfügung gestellten Aktendokumenten auch der durch die\nKrankenversicherung VISANA in Auftrag gegebene Observationsbericht gehört, ergibt sich\nnicht aus dem Gutachten.9 In der Second Opinion wird jedenfalls kein (direkter) Bezug auf\nden erwähnten Observationsbericht genommen. Jedoch kann die Frage der\nVerwendbarkeit der Überwachungsakten im vorliegenden Verfahren offen gelassen\nwerden, da die Sache ohnehin zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückgewiesen\nwerden muss.\n\n2. Materielles\n\n"}