{"Signatur": "AR_OG_003", "Spider": "AR_Gerichte", "Datum": "2021-01-01", "PDF": {"Datei": "AR_Gerichte/AR_OG_003_O3V-16-19_nodate.pdf", "URL": "https://rechtsprechung.ar.ch/download/Obergericht/2017/OG-20170321-O3V-16-19-20170321.pdf", "Checksum": "390faf184f30ae8c2a58cbeb53adc304"}, "Scrapedate": "2025-12-21", "Num": ["O3V-16-19"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Appenzell Ausserrhoden Obergericht 3. Abteilung O3V-16-19"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Appenzell Ausserrhoden Obergericht 3. Abteilung"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Appenzell Rhodes-Extérieures  3. Abteilung"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Appenzello Interno  3. Abteilung"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "OG"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Obergericht Appenzell Ausserrhoden   3. Abteilung  \nUrteil vom 21. März 2017   \nMitwirkende Obergerichtspräsident E. Zingg Oberrichter Dr. med. S. Graf, H.P. Fischer, Ch. Wild, Dr. F. Windisch Obergerichtsschreiberin M. Epprecht    \nVerfahren Nr. O3V 16 19    \nSitzungsort Trogen   \n Beschwerdeführer A___ \n vertreten durch: RA B___    \n Vorinstanz Sozialversicherungen Appenzell Ausserrhoden ,  \nNeue Steig 15, Postfach, 9102 Herisau   \n Gegenstand IV-Rente  \nRechtsbegehren \n \na) des Beschwerdeführ"}], "ScrapyJob": "446973/43/2239", "Zeit UTC": "21.12.2025 01:37:31", "Checksum": "812490d33fed020c6f411a145ed1eeb3", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Appenzell Ausserrhoden Obergericht 3. Abteilung O3V-16-19\nRegeste:\nObergericht Appenzell Ausserrhoden   3. Abteilung  \nUrteil vom 21. März 2017   \nMitwirkende Obergerichtspräsident E. Zingg Oberrichter Dr. med. S. Graf, H.P. Fischer, Ch. Wild, Dr. F. Windisch Obergerichtsschreiberin M. Epprecht    \nVerfahren Nr. O3V 16 19    \nSitzungsort Trogen   \n Beschwerdeführer A___ \n vertreten durch: RA B___    \n Vorinstanz Sozialversicherungen Appenzell Ausserrhoden ,  \nNeue Steig 15, Postfach, 9102 Herisau   \n Gegenstand IV-Rente  \nRechtsbegehren \n \na) des Beschwerdeführ\n\nObergericht Appenzell Ausserrhoden\n3. Abteilung\n\nUrteil vom 21. März 2017\n\nMitwirkende Obergerichtspräsident E. Zingg\nOberrichter Dr. med. S. Graf, H.P. Fischer, Ch. Wild,\nDr. F. Windisch\nObergerichtsschreiberin M. Epprecht\n\nVerfahren Nr. O3V 16 19\n\nSitzungsort Trogen\n\nBeschwerdeführer A___\n\nvertreten durch: RA B___\n\nVorinstanz Sozialversicherungen Appenzell Ausserrhoden,\nNeue Steig 15, Postfach, 9102 Herisau\n\nGegenstand IV-Rente\nRechtsbegehren\n\na) des Beschwerdeführers:\nDie Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 20. Juni 2016 sei aufzuheben und dem\nBeschwerdeführer eine Rente zuzusprechen; unter Kosten- und Entschädigungsfolgen.\n\nb) der Vorinstanz:\nDie Beschwerde sei abzuweisen.\n\nSachverhalt\n\nA. Der am XX.XX.1952 geborene A___ meldete sich am 25. Oktober 2005 wegen Ziehens\nund Brennens im Rücken und Bein bei der IV-Stelle Appenzell Ausserrhoden an und\nbeanspruchte eine Umschulung auf eine neue Tätigkeit, eine Arbeitsvermittlung bzw. eine\nRente. Mit Verfügung vom 4. Januar 2006 wies die IV-Stelle seine Leistungsbegehren ab.\n\nB. A___ erhielt am 26. September 2014 durch seine bisherige Arbeitgeberin, die Firma C___\nper 30. November 2014 die Kündigung. Am 4. Oktober 2014 meldete sich A___ neu wegen\neines seit 2007 bestehenden Rücken-Wirbelsäule-Leidens bei der IV-Stelle zum\nLeistungsbezug an. Mit Vorbescheid vom 15. Dezember 2014 stellte die IV-Stelle A___ in\nAussicht, dass auf sein neues Leistungsbegehren nicht eingetreten werde.\n\nC. Nach Eingang des Berichts von Dr. med. D___ vom 11. Februar 2015 sowie der\nStellungnahme des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD), Dr. med. E___, vom 12. März\n2015, teilte die IV-Stelle A___ mit, dass allfällige Eingliederungsmassnahmen nicht\nzielführend seien und deshalb sein Rentenanspruch geprüft werde. Mit Vorbescheid vom 8.\nMai 2015 kündigte die IV-Stelle A___ an, es bestehe kein Rentenanspruch. Dagegen liess\nA___ am 30. Juni 2015 Einwand erheben.\n\nD. Die IV-Stelle nahm weitere medizinische Abklärungen, insbesondere eine RAD-Unter-\nsuchung am 13. Januar 2016, vor. A___ liess hierzu am 18. April 2016 eine Stellungnahme\neinreichen. Mit Vorbescheid vom 10. Mai 2016 teilte die IV-Stelle A___ mit, dass kein\nRentenanspruch bestehe. Dagegen liess A___ am 9. Juni 2016 Einwand erheben. Mit\nVerfügung vom 20. Juni 2016 hielt die IV-Stelle an ihrem Entscheid fest und wies das\nLeistungsbegehren ab.\n\nSeite 2\nE. Gegen die Verfügung vom 20. Juni 2016 liess A___ am 20. Juli 2016 mit dem eingangs\nwiedergegebenen Antrag Beschwerde beim Obergericht des Kantons Appenzell\nAusserrhoden erheben.\n\nF. Die IV-Stelle beantragte mit Vernehmlassung vom 13. September 2016 die Abweisung der\nBeschwerde.\n\nG. Am 10. Oktober 2016 reichte A___ die Replik ein. Die IV-Stelle verzichtete stillschweigend\nauf eine Duplik.\n\nErwägungen\n\n1. Formelles\n\nGemäss Art. 57 ATSG1 i.V.m. Art. 28 Abs. 1 lit. b JG2 beurteilt das Obergericht als kantonales Versicherungsgericht Beschwerden aus dem Bereich der Sozialversicherungen. Die örtliche Zuständigkeit ist gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a IVG3).\n\nDie von Amtes wegen vorzunehmende Prüfung der weiteren Prozessvoraussetzungen\nergibt, dass diese sowohl hinsichtlich der Beschwerdeberechtigung als auch hinsichtlich der\nForm- und Fristerfordernisse erfüllt sind.4\n\nAuf die Beschwerde ist einzutreten.\n\n1\nBundesgesetz vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG,\nSR 830.1)\n2\nJustizgesetz vom 13. September 2010 (JG, bGS 145.31)\n3\nBundesgesetz vom 19. Juni 1959 über die Invalidenversicherung (IVG, SR 831.20)\n4\nArt. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 59, Art. 60 Abs. 1 und Art. 61 lit. b ATSG sowie Art. 54, Art. 56 und Art. 59\ndes Gesetzes vom 9. September 2002 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG, bGS 143.1)\n\nSeite 3\n2. Materielles\n\n2.1\nZwischen den Parteien umstritten und nachfolgend zu prüfen ist der Rentenanspruch des\nBeschwerdeführers.\n\nIn verfahrensrechtlicher Hinsicht liegt eine Neuanmeldung vom Oktober 2014 vor,5 nachdem die Verfügung vom 4. Januar 2006 unangefochten in Rechtskraft erwuchs.6 Die Vorinstanz (seit 1. Januar 2017: Sozialversicherungen Appenzell Ausserrhoden) hielt aufgrund\nverschiedener neu eingereichter ärztlicher Unterlagen eine anspruchsrelevante Änderung\ndes Invaliditätsgrades im Sinne von Art. 87 Abs. 3 i.V.m. Abs. 2 IVV7 für glaubhaft ausgewiesen und trat auf das neue Gesuch ein.8 Daher ist die angefochtene Verfügung vom\n20. Juni 2016 umfassend materiell zu prüfen.\n\n"}