{"Signatur": "AR_OG_003", "Spider": "AR_Gerichte", "Datum": "2021-01-01", "PDF": {"Datei": "AR_Gerichte/AR_OG_003_O3V-16-16_nodate.pdf", "URL": "https://rechtsprechung.ar.ch/download/Obergericht/2017/OG-20170321-O3V-16-16-20170321.pdf", "Checksum": "aa74d68ca2d3f8a98e648463b2c05422"}, "Scrapedate": "2025-12-21", "Num": ["O3V-16-16"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Appenzell Ausserrhoden Obergericht 3. Abteilung O3V-16-16"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Appenzell Ausserrhoden Obergericht 3. Abteilung"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Appenzell Rhodes-Extérieures  3. Abteilung"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Appenzello Interno  3. Abteilung"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "OG"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Obergericht Appenzell Ausserrhoden   3. Abteilung  \nUrteil vom 21. März 2017   \nMitwirkende Obergerichtsvizepräsident W. Kobler Oberrichter Dr. med. S. Graf, H.P. Fischer, Ch. Wild,  Dr. F. Windisch Obergerichtsschreiberin M. Epprecht    \nVerfahren Nr. O3V 16 16    \nSitzungsort Trogen   \n Beschwerdeführerin A___ \n vertreten durch: RA B___   \n Vorinstanz Sozialversicherungen Appenzell Ausserrhoden ,  \nNeue Steig 15, Postfach, 9102 Herisau  \n Gegenstand IV-Rente  \nRechtsbegehren \n \na) der Beschwer"}], "ScrapyJob": "446973/43/2239", "Zeit UTC": "21.12.2025 01:37:32", "Checksum": "c5c65a586773aaffe14ead74b75a4313", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Appenzell Ausserrhoden Obergericht 3. Abteilung O3V-16-16\nRegeste:\nObergericht Appenzell Ausserrhoden   3. Abteilung  \nUrteil vom 21. März 2017   \nMitwirkende Obergerichtsvizepräsident W. Kobler Oberrichter Dr. med. S. Graf, H.P. Fischer, Ch. Wild,  Dr. F. Windisch Obergerichtsschreiberin M. Epprecht    \nVerfahren Nr. O3V 16 16    \nSitzungsort Trogen   \n Beschwerdeführerin A___ \n vertreten durch: RA B___   \n Vorinstanz Sozialversicherungen Appenzell Ausserrhoden ,  \nNeue Steig 15, Postfach, 9102 Herisau  \n Gegenstand IV-Rente  \nRechtsbegehren \n \na) der Beschwer\n\nObergericht Appenzell Ausserrhoden\n3. Abteilung\n\nUrteil vom 21. März 2017\n\nMitwirkende Obergerichtsvizepräsident W. Kobler\nOberrichter Dr. med. S. Graf, H.P. Fischer, Ch. Wild,\nDr. F. Windisch\nObergerichtsschreiberin M. Epprecht\n\nVerfahren Nr. O3V 16 16\n\nSitzungsort Trogen\n\nBeschwerdeführerin A___\n\nvertreten durch: RA B___\n\nVorinstanz Sozialversicherungen Appenzell Ausserrhoden,\nNeue Steig 15, Postfach, 9102 Herisau\n\nGegenstand IV-Rente\nRechtsbegehren\n\na) der Beschwerdeführerin:\n1. Die Verfügung vom 3. Juni 2016 sei aufzuheben und der Beschwerdeführerin sei mit\nWirkung ab dem 1. Juni 2013 eine ganze Invalidenrente zuzusprechen.\n2. Eventualiter sei die Verfügung vom 3. Juni 2016 aufzuheben und die Sache zwecks\nVornahme weiterer Abklärungen im nachfolgenden Sinne an die IV-Stelle des Kantons\nAppenzell Ausserrhoden zurückzuweisen.\n3. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Beschwerdegegnerin.\n\nb) der Vorinstanz:\nDie Beschwerde sei abzuweisen.\n\nSachverhalt\n\nA. Die am XX.XX.76 geborene A___ wurde durch ihre behandelnde Psychiaterin, med. pract.\nC___, Fachärztin Psychiatrie und Psychotherapie, Herisau, am 14. November 2011 im\nRahmen der Früherfassung bei der IV-Stelle des Kantons Appenzell Ausserrhoden\nangemeldet. Die IV-Stelle nahm am 17. Dezember 2012 in einem Erstgespräch eine\nberufliche und medizinische Standortbestimmung vor. Mit Schreiben vom 18. Dezember\n2012 forderte sie A___ zur Anmeldung auf.\n\nB. Am 21. Dezember 2012 meldete sich A___ wegen Depressionen, Angstzuständen,\nSchmerzen, Hautproblemen sowie Schlafstörungen bei der IV-Stelle an. Die IV-Stelle klärte\nin der Folge den medizinischen und erwerblichen Sachverhalt ab. In der Mitteilung vom 2.\nOktober 2014 wurde A___ eröffnet, dass mit ihrem Einverständnis die Unterstützung der\nIV-Stelle in Sachen berufliche Wiedereingliederung beendet und ihr Anspruch auf eine\nRente geprüft werde.\n\nC. Mit Vorbescheid vom 29. März 2016 kündigte die IV-Stelle A___ an, sie habe ab 1. Juli\n2013 Anspruch auf eine Viertelsrente. In der Verfügung vom 3. Juni 2016 bestätigte die IV-\nStelle ihren Entscheid und sprach A___ mit Wirkung ab 1. Juli 2013 eine Viertelsrente zu.\n\nD. Gegen die Verfügung vom 3. Juni 2016 liess A___ am 4. Juli 2016 mit den eingangs\nerwähnten Anträgen Beschwerde beim Obergericht des Kantons Appenzell Ausserrhoden\nerheben.\nSeite 2\nE. Mit Verfügung vom 6. Juli 2016 gewährte der Einzelrichter des Obergerichts A___ im\nVerfahren ERV 16 32 die unentgeltliche Rechtspflege und unentgeltliche Verbeiständung\ndurch Rechtsanwalt B___ für das vorliegende Beschwerdeverfahren.\n\nF. Die IV-Stelle beantragte mit Vernehmlassung vom 31. August 2016 die Abweisung der Beschwerde.\n\nG. Innert erstreckter Frist liess A___ am 18. Oktober 2016 die Replik einreichen. Die IV-Stelle\nverzichtete auf die Einreichung einer Duplik.\n\nErwägungen\n\n1. Formelles\n\nGemäss Art. 57 ATSG1 i.V.m. Art. 28 Abs. 1 lit. b JG2 beurteilt das Obergericht als kantonales Versicherungsgericht Beschwerden aus dem Bereich der Sozialversicherungen. Die örtliche Zuständigkeit ist gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a IVG3).\n\nDie von Amtes wegen vorzunehmende Prüfung der weiteren Prozessvoraussetzungen\nergibt, dass diese sowohl hinsichtlich der Beschwerdeberechtigung als auch hinsichtlich der\nForm- und Fristerfordernisse erfüllt sind.4\n\nAuf die Beschwerde ist einzutreten.\n\n1\nBundesgesetz vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG,\nSR 830.1)\n2\nJustizgesetz vom 13. September 2010 (JG, bGS 145.31)\n3\nBundesgesetz vom 19. Juni 1959 über die Invalidenversicherung (IVG, SR 831.20)\n4\nArt. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 59, Art. 60 Abs. 1 und Art. 61 lit. b ATSG sowie Art. 54, Art. 56 und Art. 59\ndes Gesetzes vom 9. September 2002 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG, bGS 143.1)\nSeite 3\n2. Materielles\nZwischen den Parteien umstritten und nachfolgend zu prüfen ist der Rentenanspruch der\nBeschwerdeführerin.\n\n2.1\nNach Art. 8 Abs. 1 ATSG ist Invalidität die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Die Invalidität kann nach Art. 4 Abs. 1 IVG\nFolge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein. Erwerbsunfähigkeit ist der durch\nBeeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und\nnach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust\nder Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt\n(Art. 7 Abs. 1 ATSG).\n\n"}