{"Signatur": "AR_OG_003", "Spider": "AR_Gerichte", "Datum": "2021-01-01", "PDF": {"Datei": "AR_Gerichte/AR_OG_003_O3V-16-14_nodate.pdf", "URL": "https://rechtsprechung.ar.ch/download/Obergericht/2018/OG-20180320-O3V-16-14-20180904.pdf", "Checksum": "4268265cfb616b1c3d354427f6908682"}, "Scrapedate": "2026-01-10", "Num": ["O3V-16-14"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Appenzell Ausserrhoden Obergericht 3. Abteilung O3V-16-14"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Appenzell Ausserrhoden Obergericht 3. Abteilung"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Appenzell Rhodes-Extérieures  3. Abteilung"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Appenzello Interno  3. Abteilung"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "OG"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Obergericht Appenzell Ausserrhoden   3. Abteilung  \nUrteil vom 20. März 2018   \nMitwirkende Obergerichtsvizepräsident W. Kobler Oberrichter Dr. S. Graf, H.P. Fischer, Ch. Wild, Dr. F. Windisch Obergerichtsschreiber J. Kürsteiner    \nVerfahren. O3V 16 14    \nSitzungsort Trogen   \n Beschwerdeführer A___, gesetzlich vertreten durch B___ \n diese vertreten durch: RA C___    \n Vorinstanz IV-Stelle Appenzell Ausserrhoden , \nNeue Steig 15, Postfach, 9102 Herisau  \n  Gegenstand medizinische Massnahmen"}], "ScrapyJob": "446973/43/2259", "Zeit UTC": "10.01.2026 01:37:01", "Checksum": "cb67d1072c0fcef84aecfbcacd494a61", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Appenzell Ausserrhoden Obergericht 3. Abteilung O3V-16-14\nRegeste:\nObergericht Appenzell Ausserrhoden   3. Abteilung  \nUrteil vom 20. März 2018   \nMitwirkende Obergerichtsvizepräsident W. Kobler Oberrichter Dr. S. Graf, H.P. Fischer, Ch. Wild, Dr. F. Windisch Obergerichtsschreiber J. Kürsteiner    \nVerfahren. O3V 16 14    \nSitzungsort Trogen   \n Beschwerdeführer A___, gesetzlich vertreten durch B___ \n diese vertreten durch: RA C___    \n Vorinstanz IV-Stelle Appenzell Ausserrhoden , \nNeue Steig 15, Postfach, 9102 Herisau  \n  Gegenstand medizinische Massnahmen\n\nObergericht Appenzell Ausserrhoden\n3. Abteilung\n\nUrteil vom 20. März 2018\n\nMitwirkende Obergerichtsvizepräsident W. Kobler\nOberrichter Dr. S. Graf, H.P. Fischer,\nCh. Wild, Dr. F. Windisch\nObergerichtsschreiber J. Kürsteiner\n\nVerfahren. O3V 16 14\n\nSitzungsort Trogen\n\nBeschwerdeführer A___, gesetzlich vertreten durch B___\n\ndiese vertreten durch: RA C___\n\nVorinstanz IV-Stelle Appenzell Ausserrhoden,\nNeue Steig 15, Postfach, 9102 Herisau\n\nGegenstand medizinische Massnahmen\nRechtsbegehren\n\na) des Beschwerdeführers:\n1. Die Verfügung der Vorinstanz vom 12. April 2016 sei aufzuheben, und die Leistungspflicht der Vorinstanz für den bisherigen wie für den künftigen Aufenthalt von A___ in\nder Clienia Littenheid sei zu bestätigen.\n2. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge.\n\nb) der Vorinstanz:\nDie Beschwerde sei abzuweisen.\n\nSachverhalt\n\nA. A.1\nBei dem am XX.XX.2000 geborenen A___ wurde das Geburtsgebrechen 404 (ADHS) diagnostiziert. Deswegen gewährte ihm die Invalidenversicherung bereits im Januar 2005 Ergotherapie (IV-act. 165, 1/6).\n\nA.2\nMit Aktennotiz vom 8. Juli 2015 (IV-act. 60) bezeichnete Psychiaterin FMH Dr. D___ vom\nregionalärztlichen Dienst der Invalidenversicherung Ostschweiz (RADO) die medizinischen\nAnspruchsvoraussetzungen für die Kostenübernahme einer stationären Psychotherapie im\nSinne einer medizinischen Massnahme als erfüllt. In der Folge erteilte die IV-Stelle am\n8. Juli 2015 (IV-act. 59), 13. August 2015 (IV-act. 66) und am 2. September 2015 (IVact. 69) Kostengutsprache für eine stationäre Psychotherapie vom 20. Mai bis 25. August 2015 im Kinder- und Jugendpsychiatrischen Zentrum Sonnenhof in Ganterschwil (vgl.\ndessen Austrittsbericht vom 8. September 2015 [IV-act. 73]). Nach einem psychiatrischen\nBericht vom 20. August 2015 (IV-act. 75), wonach der Versicherte eine Platzierung ausserhalb der Familie in einer für ihn passenden Institution benötige, erfolgte am 25. August 2015 der Übertritt in die psychiatrische Klinik Clienia in Littenheid (Bf. act. 15.12).\n\nA.3\nMit Aktennotiz vom 17. September 2015 (IV-act. 79) meinte Dr. D___, der stationäre Aufenthalt in der Clienia sei anstelle einer Fremdplatzierung überwiegend sozialpädagogisch\nindiziert, weshalb die Anspruchsvoraussetzungen für eine medizinische Massnahme nicht\nerfüllt seien. Am 21. September 2015 (IV-act. 81) erging seitens der IV-Stelle ein entspre-\n\nSeite 2\nchender Vorbescheid, wonach keine Kostengutsprache für die stationäre Psychotherapie\nerteilt werden könne. Nach einem Einwand der Mutter des Versicherten vom 29. September 2015 (IV-act. 84) und einer Stellungnahme von Dr. D___ vom 22. Oktober 2015 (IVact. 88), wonach in Littenheid auch therapeutische Optimierungsschritte unternommen\nwürden, die Verlängerung der Kostengutsprache aber jeweils begründet werden müsse, erteilte die IV-Stelle der Clienia am 22. Oktober 2015 (IV-act. 89) und am 11. Dezember 2015\n(IV-act. 97) eine solche für die Zeit vom 25. August bis 14. November 2015.\n\nA.4\nIm Anschluss daran befand sich der Versicherte gemäss Austrittsbericht vom 31. Januar 2017 (IV-act. 150, 2/11) vom 16. November 2015 bis 19. Dezember 2016 in der Institution Hölzli in Hundwil, einem begleiteten Wohn- und Arbeitsraum für Jugendliche, mit einem\nzwischenzeitlichen Aufenthalt in der Clienia im Rahmen einer fürsorgerischen Unterbringung vom 16. Dezember 2015 bis zum 8. Februar 2016 (Bf. act. 15.13, S. 2 oben). Nach\neiner Stellungnahme des RADO vom 27. Januar 2016 (IV-act. 102) hatte die IV-Stelle gleichentags Kostengutsprache für die stationäre Behandlung in der Clienia vom 16. Dezember 2015 bis Ende Januar 2016 geleistet (IV-act. 103).\n\nA.5\nMit Verlaufsbericht vom 8. Februar 2016 (IV-act. 104) ersuchte die Clienia um Verlängerung der Kostengutsprache, da eine stationäre Behandlung zur Deeskalation und Vorbereitung auf die Fremdunterbringung weiterhin notwendig sei, voraussichtlich während einem\nMonat. Daraufhin meinte Dr. D___ mit Aktennotiz vom 16. Februar 2016 (IV-act. 105), der\nVersicherte sei nun seit Mai 2015 ununterbrochen stationär. Nach mehr als fünfmonatiger\nHospitalisation allein in der Clienia sei deren Begründung der angeblichen Notwendigkeit\neiner weiteren stationären Behandlung nicht mehr überzeugend. Vielmehr handle es sich\num eine Ersatzunterbringung anstelle einer Platzierung, weshalb keine Kostengutsprache\nmehr zu erteilen sei. Am 17. Februar 2016 (IV-act. 106) erging ein entsprechender Vorbescheid seitens der IV-Stelle, nachdem gemäss Telefonnotiz der IV-Stelle vom 17. Februar 2016 (IV-act. 107) eine Mitarbeiterin der Clienia eingeräumt habe, dass ein weiterer Aufenthalt nicht mehr einer eigentlichen Behandlung, sondern einer Zwischenlösung für eine\nPlatzierung diene, weshalb man betreffend Kostenübernahme die Krankenkasse anfragen\nwerde.\n\n"}