{"Signatur": "AR_OG_003", "Spider": "AR_Gerichte", "Datum": "2021-01-01", "PDF": {"Datei": "AR_Gerichte/AR_OG_003_O3V-15-5_nodate.pdf", "URL": "https://rechtsprechung.ar.ch/download/Obergericht/2015/OG-20150916-O3V-15-5-20150916.pdf", "Checksum": "00c8017da24ee0d1535e031402f1978f"}, "Scrapedate": "2025-12-21", "Num": ["O3V-15-5"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Appenzell Ausserrhoden Obergericht 3. Abteilung O3V-15-5"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Appenzell Ausserrhoden Obergericht 3. Abteilung"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Appenzell Rhodes-Extérieures  3. Abteilung"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Appenzello Interno  3. Abteilung"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "OG"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Obergericht Appenzell Ausserrhoden   3. Abteilung  \nUrteil vom 16. September 2015   \nMitwirkende Obergerichtspräsident E. Zingg Oberrichter Dr. med. S. Graf, H.P. Fischer, Ch. Wild, Dr. F. Windisch Obergerichtsschreiber J. Kürsteiner    \nVerfahren Nr. O3V 15 5    \nSitzungsort Trogen   \n Beschwerdeführer A___ \n vertreten durch: RA AA___    \n Vorinstanz IV-Stelle Appenzell Ausserrhoden,  Neue Steig 15, Postfach, \n9102 Herisau  \n  Gegenstand IV-Rente    \nRechtsbegehren \n \na) des Beschwerdeführers:"}], "ScrapyJob": "446973/43/2239", "Zeit UTC": "21.12.2025 01:37:46", "Checksum": "a15d255a123f911b1df60a811f7a84d6", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Appenzell Ausserrhoden Obergericht 3. Abteilung O3V-15-5\nRegeste:\nObergericht Appenzell Ausserrhoden   3. Abteilung  \nUrteil vom 16. September 2015   \nMitwirkende Obergerichtspräsident E. Zingg Oberrichter Dr. med. S. Graf, H.P. Fischer, Ch. Wild, Dr. F. Windisch Obergerichtsschreiber J. Kürsteiner    \nVerfahren Nr. O3V 15 5    \nSitzungsort Trogen   \n Beschwerdeführer A___ \n vertreten durch: RA AA___    \n Vorinstanz IV-Stelle Appenzell Ausserrhoden,  Neue Steig 15, Postfach, \n9102 Herisau  \n  Gegenstand IV-Rente    \nRechtsbegehren \n \na) des Beschwerdeführers:\n\nObergericht Appenzell Ausserrhoden\n3. Abteilung\n\nUrteil vom 16. September 2015\n\nMitwirkende Obergerichtspräsident E. Zingg\nOberrichter Dr. med. S. Graf, H.P. Fischer, Ch. Wild,\nDr. F. Windisch\nObergerichtsschreiber J. Kürsteiner\n\nVerfahren Nr. O3V 15 5\n\nSitzungsort Trogen\n\nBeschwerdeführer A___\n\nvertreten durch: RA AA___\n\nVorinstanz IV-Stelle Appenzell Ausserrhoden, Neue Steig 15, Postfach,\n9102 Herisau\n\nGegenstand IV-Rente\nRechtsbegehren\n\na) des Beschwerdeführers:\n1. In Aufhebung der Verfügung vom 22. Januar 2015 sei dem Beschwerdeführer spätestens ab Mai 2014 mindestens eine halbe IV-Rente zuzusprechen;\n2. Eventualiter sei unter Aufhebung der Verfügung vom 22. Januar 2015 die Angelegenheit zur Sachverhaltsergänzung, allenfalls zur neuen Begutachtung, an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen;\n3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Beschwerdegegnerin.\n\nb) der Vorinstanz:\nDie Beschwerde sei abzuweisen.\n\nSachverhalt\n\nA. A.1\nDas Verwaltungsgericht hatte sich mit dem am XX.XX.1963 geborenen Versicherten nach\ndessen Anmeldung bei der Invalidenversicherung vom 12. Dezember 2007 (IV-act. 1) wegen seit etwa Dezember 2005 bestehenden Nacken- und Schulterbeschwerden bereits\nzweimal zu befassen. Die von ihm gegen die Verfügung der IV-Stelle vom 3. November 2008 (IV-act. 48, 8/9), womit ihm bei einer 100%igen Arbeitsfähigkeit in einer\nleidensadaptierten Tätigkeit und einem Invaliditätsgrad von 31% eine IV-Rente verweigert\nworden war, erhobene Beschwerde wurde vom damaligen Verwaltungsgericht mit Entscheid vom 19. August 2009 (IV-act. 53) teilweise gutgeheissen und die Angelegenheit zur\nergänzenden Sachverhaltsabklärung und Neuentscheidung im Sinne der Erwägungen an\ndie IV-Stelle zurückgewiesen (Verfahren I 08 92).\n\nA.2\nNach Einholung eines Gutachtens der Medas-Zentralschweiz vom 13. August 2010 (IVact. 63) wies die IV-Stelle das Leistungsbegehren mit Verfügung vom 4. November 2010\n(IV-act. 72) bei einer weiterhin 100%igen Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit wiederum aufgrund eines Invaliditätsgrades von 31% ab; die dagegen vom Versicherten erhobene Beschwerde wurde vom Obergericht mit Entscheid vom 18. Mai 2011 (IV-act. 87,\n2/13) abgewiesen (Verfahren I 10 80). Bezüglich der Einzelheiten kann auf diese beiden\nEntscheide verwiesen werden.\n\nSeite 2\nB. B.1\nAm 14. November 2013 (IV-act. 95) meldete sich der Versicherte erneut bei der Invalidenversicherung wegen mittel- bis hochgradiger Hörbehinderung, depressiver Verstimmung\nsowie chronischen Rücken- und Schulterbeschwerden nach Diskushernien-Operation seit\n2007 an. Die IV-Stelle entgegnete mit Schreiben vom 18. November 2013 (IV-act. 97), die\nzweite Anmeldung erfolge wegen der gleichen Beschwerden wie die erste, weshalb eine\nwesentliche Änderung glaubhaft zu machen sei.\n\nB.2\nGemäss Bericht von Psychiaterin FMH Dr. med. B___, St. Gallen, vom 9. Dezember 2013\n(IV-act. 98, 2/3) stehe der Versicherte bei ihr seit dem 16. August 2012 in Behandlung\nwegen einer zunehmend depressiven Entwicklung, nachdem er seit Juni 2007 arbeitslos\nund seit Juni 2009 von Sozialhilfe abhängig sei. Die Arbeitsfähigkeit liege bei maximal 50%\nmit wahrscheinlich deutlich reduzierter Leistung.\n\nB.3\nMit Bericht vom 11. Dezember 2013 (IV-act. 117, 8/13) meinte HNO-Arzt FMH\nDr. med. C___, St. Gallen, es bestünden eine chronisch-idiopathische Rhinopathie, ein\nobstruktives Schlafapnoesyndrom mit nasaler CPAP-Beatmung und eine Otitis media\nchronica cholesteatoma beidseits.\n\nC. C.1\nIn der Folge holte die IV-Stelle nach einer Stellungnahme des regionalärztlichen Dienstes\nvom 18. Dezember 2013 (IV-act. 100) bei der Medas Zentralschweiz ein polydisziplinäres\nGutachten ein. Dieses umfasste verschiedene Konsiliarberichte:\n\nGemäss HNO-Bericht von Dr. med. D___ vom 30. Mai 2014 (IV-act. 110, 58/75), liege trotz\nbeidseitiger Hörverminderung, rechts versorgt mit Hörgerät, Septumdeviation nach links,\nSicca-Symptomatik und Schlafapnoesyndrom eine 100%ige Arbeitsfähigkeit in einer\nadaptierten Tätigkeit vor.\n\nGemäss rheumatologischem Bericht von Dr. med. E___, Chefarzt der Medas Zentralschweiz, vom 30. Mai 2014 (IV-act. 110, 35/75), habe der Explorand widersprüchliche Angaben, z.B. betreffend Autofahren, gemacht. Die Klagen seien im Vergleich zum ersten\nMedas-Gutachten vom August 2010 in weiten Teilen die gleichen. Wie schon gemäss Vor-\nGutachten sei der Versicherte in der angestammten Tätigkeit wegen eines chronischen\nzervikospondylogenen Syndroms und eines chronischen lumbospondylogenen Schmerz-\n\nSeite 3\nsyndroms nicht mehr arbeitsfähig. In körperlich leichten Tätigkeiten bestehe hingegen eine\nvolle Arbeitsfähigkeit.\n\n"}