{"Signatur": "AR_OG_003", "Spider": "AR_Gerichte", "Datum": "2021-01-01", "PDF": {"Datei": "AR_Gerichte/AR_OG_003_O3V-15-4_nodate.pdf", "URL": "https://rechtsprechung.ar.ch/download/Obergericht/2015/OG-20150819-O3V-15-4-20150819.pdf", "Checksum": "e3caa5a99210740a83f4738b4537b1b7"}, "Scrapedate": "2025-12-21", "Num": ["O3V-15-4"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Appenzell Ausserrhoden Obergericht 3. Abteilung O3V-15-4"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Appenzell Ausserrhoden Obergericht 3. Abteilung"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Appenzell Rhodes-Extérieures  3. Abteilung"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Appenzello Interno  3. Abteilung"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "OG"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Obergericht Appenzell Ausserrhoden   3. Abteilung  \nUrteil vom 19. August  2015   \nMitwirkende Obergerichtsvizepräsident W. Kobler Oberrichter Dr. med. S. Graf, H.P. Fischer, Ch. Wild, Dr. F. 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O3V 15 4    \nSitzungsort Trogen   \n Beschwerdeführerin A___ \n vertreten durch: RA B___    \n Vorinstanz IV-Stelle Appenzell Ausserrhoden,  Neue Steig 15, \nPostfach, 9102 Herisau  \n  Gegenstand Invalidenrente  \nRechtsbegehren \n \na) der Beschwerd\n\nObergericht Appenzell Ausserrhoden\n3. Abteilung\n\nUrteil vom 19. August 2015\n\nMitwirkende Obergerichtsvizepräsident W. Kobler\nOberrichter Dr. med. S. Graf, H.P. Fischer, Ch. Wild,\nDr. F. Windisch\nObergerichtsschreiberin A. Mauerhofer\n\nVerfahren Nr. O3V 15 4\n\nSitzungsort Trogen\n\nBeschwerdeführerin A___\n\nvertreten durch: RA B___\n\nVorinstanz IV-Stelle Appenzell Ausserrhoden, Neue Steig 15,\nPostfach, 9102 Herisau\n\nGegenstand Invalidenrente\nRechtsbegehren\n\na) der Beschwerdeführerin:\n1. Die Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 10.12.2014 sei aufzuheben.\n2. Der Beschwerdeführerin sei mindestens eine Dreiviertels-Invalidenrente zuzusprechen.\n3. Eventualiter sei der Beschwerdeführerin Berufsberatung und eine Umschulung zuzusprechen.\n4. Eventualiter sei die Angelegenheit zu weiteren Abklärungen an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.\n5. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Beschwerdegegnerin.\n\nb) der Vorinstanz:\nDie Beschwerde sei abzuweisen.\n\nSachverhalt\n\nA. Die am XX.XX.1961 geborene A___ (nachfolgend: Beschwerdeführerin) erhielt von der IV-\nStelle Appenzell Ausserrhoden (nachfolgend: Vorinstanz) mit Verfügung vom 3. Februar\n2014 (IV-act. 63) rückwirkend per 1. November 2012 eine halbe Invalidenrente basierend\nauf einem Invaliditätsgrad von 50% zugesprochen.\n\nB. Am 16. April 2014 meldete sich die Beschwerdeführerin telefonisch bei der Vorinstanz und\nteilte mit, dass sich ihr Gesundheitszustand seit zwei Wochen verschlechtert habe (IV-act.\n65). In der Folge holte die Vorinstanz bei Dr. C___ einen Verlaufsbericht ein (IV-act. 72)\nund unterbreitete die Frage, ob eine vorzeitige Rentenrevision angezeigt sei, RAD Ärztin\nDr. D___ (IV-act. 73). Am 14. August 2014 teilte die Vorinstanz der Beschwerdeführerin\nmittels Vorbescheid mit, dass kein Anspruch auf Erhöhung der Invalidenrente bestehe (IVact. 74). Hiergegen erhob die Beschwerdeführerin Einwand und machte geltend, sie bestreite die medizinisch-theoretische Einschätzung einer 50%-igen Arbeitsfähigkeit in einer\nadaptierten und möglichen Tätigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt grundsätzlich\nnicht. Diese sei aber im bisherigen Berufsfeld nicht umsetzbar, weshalb beantragt werde,\nihr berufliche Massnahmen, vorerst in Form einer Berufs- oder Laufbahnberatung, und anschliessend eine Umschulung zuzusprechen, damit die verbleibende Arbeitsfähigkeit überhaupt erhalten werden könne (IV-act. 77). Mit Verfügung vom 10. Dezember 2014 teilte die\n\nSeite 2\nVorinstanz der Beschwerdeführerin mit, das Gesuch um Erhöhung der Invalidenrente\nwerde abgewiesen (IV-act. 80).\n\nC. Gegen diese Verfügung richtet sich die von der Beschwerdeführerin am 6. Januar 2015\nerhobene Beschwerde ans Obergericht (act. 1). Mit Vernehmlassung vom 3. Februar 2015\n(act. 8) verlangte die Vorinstanz deren Abweisung. Mit Replik vom 25. Februar 2015 hielt\ndie Beschwerdeführerin an ihren Anträgen fest (act. 11). Die Vorinstanz duplizierte am\n17. März 2015 und verwies im Wesentlichen auf die angefochtene Verfügung und die Argumente in der Vernehmlassung (act. 13). Am 19. August 2015 wurde die Sache in der\ndritten Abteilung des Obergerichts in Abwesenheit der Parteien abschliessend beraten und\ndarüber entschieden.\n\nD. Auf weitere Einzelheiten im Sachverhalt und in den vorinstanzlichen Akten sowie die Vorbringen der Parteien in den Rechtschriften wird, soweit entscheidrelevant, in den nachfolgenden Erwägungen näher eingegangen.\n\nErwägungen\n\n1. Formelles\n\nDer angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversicherungsrecht ergangen.\nGemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG, SR 830.1) i.V.m. Art. 28 Abs. 1 lit. b des Justizgesetzes (JG, bGS 145.31)\nbeurteilt das Obergericht Beschwerden gegen solche Entscheide. Die örtliche Zuständigkeit\nist gegeben (Art. 58 Abs. 1 ATSG).\n\nDie von Amtes wegen vorzunehmende Prüfung der weiteren Prozessvoraussetzungen\nergibt, dass diese sowohl hinsichtlich der Beschwerdeberechtigung als auch hinsichtlich der\nForm- und Fristerfordernisse erfüllt sind (insbesondere Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes\nüber die Invalidenversicherung [IVG, SR 831.20] i.V.m. Art. 59, Art. 60 Abs. 1 und Art. 61 lit.\nb ATSG sowie Art. 54, Art. 56 und Art. 59 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege\n[VRPG, bGS 143.1]).\n\nAuf die Beschwerde ist somit einzutreten.\n\nSeite 3\n2. Materielles\n\n2.1\nDer Beschwerdeführerin wurde mit Verfügung vom 3. Februar 2014 eine halbe Invalidenrente zugesprochen (IV-act. 63). Diese Verfügung erwuchs unangefochten in Rechtskraft.\n\n"}