{"Signatur": "AR_OG_003", "Spider": "AR_Gerichte", "Datum": "2021-01-01", "PDF": {"Datei": "AR_Gerichte/AR_OG_003_O3V-15-35_nodate.pdf", "URL": "https://rechtsprechung.ar.ch/download/Obergericht/2017/OG-20170919-O3V-15-35-20170919.pdf", "Checksum": "e4585a126e3e9ebc7c1cd79db3945dca"}, "Scrapedate": "2025-12-21", "Num": ["O3V-15-35"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Appenzell Ausserrhoden Obergericht 3. Abteilung O3V-15-35"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Appenzell Ausserrhoden Obergericht 3. Abteilung"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Appenzell Rhodes-Extérieures  3. Abteilung"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Appenzello Interno  3. Abteilung"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "OG"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Obergericht Appenzell Ausserrhoden   3. Abteilung  \nUrteil vom 19. September 2017   \nMitwirkende Obergerichtspräsident E. Zingg Oberrichter Dr. S. Graf, H.P. Fischer, Ch. Wild, Dr. F. Windisch Obergerichtsschreiber J. Kürsteiner    \nVerfahren Nr. O3V 15 35    \nSitzungsort Trogen   \n Beschwerdeführerin A___ \n vertreten durch: RA B___    \n Vorinstanz Sozialversicherungen Appenzell Ausserrhoden , \nNeue Steig 15, Postfach, 9102 Herisau  \n  Gegenstand Invalidenrente  \nRechtsbegehren \n \na) der Beschwe"}], "ScrapyJob": "446973/43/2239", "Zeit UTC": "21.12.2025 01:37:15", "Checksum": "f445129d75212c603074f31dbcd95609", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Appenzell Ausserrhoden Obergericht 3. Abteilung O3V-15-35\nRegeste:\nObergericht Appenzell Ausserrhoden   3. Abteilung  \nUrteil vom 19. September 2017   \nMitwirkende Obergerichtspräsident E. Zingg Oberrichter Dr. S. Graf, H.P. Fischer, Ch. Wild, Dr. F. Windisch Obergerichtsschreiber J. Kürsteiner    \nVerfahren Nr. O3V 15 35    \nSitzungsort Trogen   \n Beschwerdeführerin A___ \n vertreten durch: RA B___    \n Vorinstanz Sozialversicherungen Appenzell Ausserrhoden , \nNeue Steig 15, Postfach, 9102 Herisau  \n  Gegenstand Invalidenrente  \nRechtsbegehren \n \na) der Beschwe\n\nObergericht Appenzell Ausserrhoden\n3. Abteilung\n\nUrteil vom 19. September 2017\n\nMitwirkende Obergerichtspräsident E. Zingg\nOberrichter Dr. S. Graf, H.P. Fischer,\nCh. Wild, Dr. F. Windisch\nObergerichtsschreiber J. Kürsteiner\n\nVerfahren Nr. O3V 15 35\n\nSitzungsort Trogen\n\nBeschwerdeführerin A___\n\nvertreten durch: RA B___\n\nVorinstanz Sozialversicherungen Appenzell Ausserrhoden,\nNeue Steig 15, Postfach, 9102 Herisau\n\nGegenstand Invalidenrente\nRechtsbegehren\n\na) der Beschwerdeführerin:\n1. Die Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 26. Oktober 2015 sei aufzuheben.\n2. Der Beschwerdeführerin sei eine ganze Invalidenrente zuzusprechen.\n3. Eventualiter sei die Angelegenheit zu weiteren Abklärungen an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.\n4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zuzüglich der gesetzlichen Mehrwertsteuer)\nzulasten der Beschwerdegegnerin.\n\nb) der Vorinstanz:\nAbschreibung des Verfahrens zufolge Gegenstandslosigkeit.\n\nSachverhalt\n\nA. A.1\nA___, geb. am XX.XX.1961 und ledig, meldete sich am 12. September 2013 (IV-act. 3) bei\nder Invalidenversicherung an wegen Depressionen, Schlafstörungen und einer Reizblase,\nalles seit Kindheit bzw. Jugend.\n\nA.2\nGemäss Schreiben des Sonderschulinternats Hemberg vom 21. Januar 2008 (IV-act. 2,\n1/7; s. auch den Arbeitgeberbericht vom 8. November 2013 [IV-act. 17]) sei sie dort ab\nAnfang Januar 1999 bis Ende März 2008 als Betreuerin ohne fachspezifische Ausbildung\nmit einem Pensum zwischen 85% und 100% tätig gewesen. Die Kündigung sei erfolgt, weil\nneue Anforderungen an Sonderschulinternate betreffend beruflicher Qualifikation des\nPersonals gestellt würden und weil alle Ausbildungsplätze zur Sozialpädagogin besetzt\ngewesen seien. Gemäss Diplom der Erziehungsdirektion des Kantons Bern vom 27. Juni\n1996 (IV-act. 2, 5/7) ist die Versicherte diplomierte hauswirtschaftliche Angestellte.\n\nA.3\nIm Bericht von Internist FMH Dr. C___, Herisau, vom 10. Oktober 2013 (IV-act. 10, 2/5), wo\nsie seit Mitte März 2013 in Behandlung stehe mit letzter Kontrolle anfangs Juni , war die\nRede von einer reaktiven Depression nach Mobbing am Arbeitsplatz und Kündigung,\nAlkoholüberkonsum wegen chronischer Insomnie und akuter Belastungsreaktion,\nweswegen in der bisherigen Tätigkeit zunächst eine 50%ige Arbeitsfähigkeit seit Juli 2013\n\nSeite 2\nmit potentieller Steigerung auf 70% bestehe. Eine berufliche Eingliederung sei z.B. bei\nMensch und Natur vorstellbar.\n\nA.4\nGemäss Protokoll der Berufsberatung der IV-Stelle vom 18. November 2013 (IV-act. 18)\nüber ein Assessment vom 14. November 2013 sei die Versicherte nach dem Selbstmord\nder Mutter in die Drogensucht (Cannabis, Kokain und Heroin) abgerutscht und habe\nverschiedene (Lehr-)Stellen angetreten. Da der Vater wohlhabender Architekt gewesen sei,\nhabe sie vom Erbe leben können. Das letzte Erwerbspensum habe 85% betragen, doch\nliege ihr Wunschpensum bei 60%, um Zeit für die ehrenamtlichen Tätigkeiten bei einer\n„Messianischen Gemeinschaftskirche“ und einer „IEG-Church“ zu haben. Alle zwei Wochen\nkonsultiere sie Psychiater D___, der ihr zur IV-Anmeldung geraten habe, und alle zwei\nMonate Dr. C___.\n\nA.5\nLaut Bericht von Psychiater FMH med. pract. D___, Herisau, vom 30. November 2013 (IVact. 22, 2/9) stehe sie dort seit dem 10 Mai 2013 in Behandlung und sei seither bis Ende\nOktober 2013 vollständig, danach mittels Coaching (bis) zu 50% arbeitsunfähig gewesen\nwegen depressiven Verstimmungen und Schlafstörungen. Da sie in den letzten Jahren nur\nstundenweise Haushaltarbeiten verrichtet habe, sei sie dekonditioniert.\n\nA.6\nMit Stellungnahme vom 9. Januar 2014 (IV-act. 23) sah der regionalärztliche Dienst\nOstschweiz der Invalidenversicherung (RADO; Dr. E___) die Voraussetzungen für\nberufliche Massnahmen als erfüllt an, wobei an die Betreuung von Senioren und Kindern\noder an eine hauswirtschaftliche Tätigkeit zu denken sei, mit Blick auf den\nAlkoholüberkonsum unter Kontrolle der Leberparameter (gemäss Schreiben Dr. C___ vom\n29. Januar 2014 [IV-act. 25] lagen diese zwei Tage vorher im Normbereich).\n\nA.7\nDie IV-Stelle gewährte am 11. Februar 2014 (IV-act. 27) Arbeitsvermittlung (s. auch die\nMitteilung vom 2. April 2014 [IV-act. 31] mit einem auf 50% zu steigernden Pensum vom\n7. April bis 2. Mai 2014 von zunächst je zwei Stunden an vier Tagen). Gemäss Protokoll\ndes Standortgesprächs vom 9. Mai 2014 (IV-act. 32) sei der Verlauf bei Mensch-Natur sehr\npositiv, weshalb um drei Monate bis 8. August 2014 verlängert werde (IV-act. 34; s. auch\ndie weitere Verlängerung bis 7. November 2014 [IV-act. 38]). Gemäss Protokoll des\nStandortgesprächs vom 24. Oktober 2014 (IV-act. 41) habe die ärztliche Abklärung der\nSchwindelanfälle und Blasenschwäche (s. bezüglich letzterer den Bericht von med. pract.\n\n"}