{"Signatur": "AR_OG_003", "Spider": "AR_Gerichte", "Datum": "2021-01-01", "PDF": {"Datei": "AR_Gerichte/AR_OG_003_O3V-15-30_nodate.pdf", "URL": "https://rechtsprechung.ar.ch/download/Obergericht/2016/OG-20160216-O3V-15-30-20160216.pdf", "Checksum": "3c900f4d31bd7151696585dadf2e5530"}, "Scrapedate": "2025-12-21", "Num": ["O3V-15-30"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Appenzell Ausserrhoden Obergericht 3. Abteilung O3V-15-30"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Appenzell Ausserrhoden Obergericht 3. Abteilung"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Appenzell Rhodes-Extérieures  3. Abteilung"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Appenzello Interno  3. Abteilung"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "OG"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Obergericht Appenzell Ausserrhoden   3. Abteilung  \nUrteil vom 16. Februar 2016   \nMitwirkende Obergerichtsvizepräsident W. Kobler Oberrichter Dr. med. S. Graf, H.P. Fischer, Ch. Wild, Dr. F. Windisch Obergerichtsschreiberin M. Epprecht    \nVerfahren Nr. O3V 15 30   \nSitzungsort Trogen  \n Beschwerdeführer A___ \n vertreten durch: RA AA___   \n Vorinstanz IV-Stelle Appenzell Ausserrhoden ,  \nNeue Steig 15, Postfach, 9102 Herisau  \n Gegenstand Herabsetzung der IV-Rente  \nRechtsbegehren \n \na) des Bes"}], "ScrapyJob": "446973/43/2239", "Zeit UTC": "21.12.2025 01:37:26", "Checksum": "7b7c2ae941d238fa878638d8b0a5b212", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Appenzell Ausserrhoden Obergericht 3. Abteilung O3V-15-30\nRegeste:\nObergericht Appenzell Ausserrhoden   3. Abteilung  \nUrteil vom 16. Februar 2016   \nMitwirkende Obergerichtsvizepräsident W. Kobler Oberrichter Dr. med. S. Graf, H.P. Fischer, Ch. Wild, Dr. F. Windisch Obergerichtsschreiberin M. Epprecht    \nVerfahren Nr. O3V 15 30   \nSitzungsort Trogen  \n Beschwerdeführer A___ \n vertreten durch: RA AA___   \n Vorinstanz IV-Stelle Appenzell Ausserrhoden ,  \nNeue Steig 15, Postfach, 9102 Herisau  \n Gegenstand Herabsetzung der IV-Rente  \nRechtsbegehren \n \na) des Bes\n\nObergericht Appenzell Ausserrhoden\n3. Abteilung\n\nUrteil vom 16. Februar 2016\n\nMitwirkende Obergerichtsvizepräsident W. Kobler\nOberrichter Dr. med. S. Graf, H.P. Fischer, Ch. Wild,\nDr. F. Windisch\nObergerichtsschreiberin M. Epprecht\n\nVerfahren Nr. O3V 15 30\n\nSitzungsort Trogen\n\nBeschwerdeführer A___\n\nvertreten durch: RA AA___\n\nVorinstanz IV-Stelle Appenzell Ausserrhoden,\nNeue Steig 15, Postfach, 9102 Herisau\n\nGegenstand Herabsetzung der IV-Rente\nRechtsbegehren\n\na) des Beschwerdeführers:\nDie Verfügung vom 11. August 2015 sei aufzuheben.\n\nEs sei weiterhin eine ganze Rente zu sprechen.\n\nEventualiter sei ein erneutes polydisziplinäres Gutachten (Kardiologe, Rheumatologe, Innere Medizin) in Auftrag zu geben.\n\nUnter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Vorinstanz.\n\nb) der Vorinstanz:\nDie Beschwerde sei abzuweisen.\n\nSachverhalt\n\nA. Der 1970 geborene A___ meldete sich am 30. Dezember 2009 wegen eines Lymphdrüsen\nTumors bei der IV-Stelle des Kantons Appenzell Ausserrhoden an und beanspruchte eine\nRente. Die IV-Stelle klärte in der Folge den medizinischen Sachverhalt ab und sprach ihm\nmit Verfügung vom 5. November 2010 ab 1. Juli 2010 eine ganze Invalidenrente zu.\n\nB. Mit Schreiben der IV-Stelle vom 14. März 2011 und vom 4. Mai 2012 wurde A___ jeweils\nmitgeteilt, bei der Überprüfung des Invaliditätsgrades sei keine Änderung festgestellt\nworden, weshalb weiterhin Anspruch auf eine ganze Invalidenrente bestehe.\n\nC. Am 1. Mai 2014 leitete die IV-Stelle wiederum von Amtes wegen ein Revisionsverfahren\nein. Die IV-Stelle führte erneut medizinische Abklärungen durch und holte unter anderem\nbeim Universitätsspital Zürich, Klinik für Rheumatologie, ein Gutachten ein. Mit Vorbescheid\nvom 3. Juli 2015 teilte die IV-Stelle A___ mit, die bisherige ganze Rente werde auf eine\nDreiviertelrente herabgesetzt. Dagegen liess A___ am 28. Juli 2015 Einwand erheben. Mit\nVerfügung vom 11. August 2015 hielt die IV-Stelle an ihrem Entscheid fest und setzte die\nbisherige ganze Rente auf Ende des folgenden Monats nach Zustellung der Verfügung auf\neine Dreiviertelrente herab. Weiter entzog sie einer allfälligen Beschwerde die\naufschiebende Wirkung.\n\nSeite 2\nD. Gegen die Verfügung vom 11. August 2015 liess A___ am 20. August 2015 mit den\neingangs erwähnten Anträgen Beschwerde beim Obergericht des Kantons Appenzell\nAusserrhoden erheben.\n\nE. Die IV-Stelle beantragte mit Vernehmlassung vom 5. Oktober 2015 die Abweisung der Beschwerde.\n\nF. Am 19. Oktober 2015 liess A___ die Replik einreichen. Er verzichtete stillschweigend auf\neine mündliche und öffentliche Verhandlung.\n\nG. Die IV-Stelle reichte am 10. November 2015 die Duplik ein.\n\nErwägungen\n\n1. Gemäss Art. 57 ATSG1 i.V.m. Art. 28 Abs. 1 lit. b JG2 beurteilt das Obergericht als kantonales Versicherungsgericht Beschwerden aus dem Bereich der Sozialversicherungen.\n\nDie von Amtes wegen vorzunehmende Prüfung der weiteren Prozessvoraussetzungen\nergibt, dass diese sowohl hinsichtlich der Beschwerdeberechtigung als auch hinsichtlich der\nForm- und Fristerfordernisse erfüllt sind.3\n\nAuf die Beschwerde ist einzutreten.\n\n2. 2.1\nEine versicherte Person hat nach Art. 28 Abs. 1 und 2 IVG Anspruch auf eine ganze Rente,\nwenn sie zu mindestens 70 %, auf eine Dreiviertelrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf\neine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50 %, und auf eine Viertelrente, wenn sie zu\nmindestens 40 % invalid ist. Invalidität ist gemäss Art. 4 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 8 Abs. 1\nATSG die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit als Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall. Erwerbsunfähig-\n\n1\nBundesgesetz vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG,\nSR 830.1)\n2\nJustizgesetz vom 13. September 2010 (JG, bGS 145.31)\n3\nArt. 1 Abs. 1 und Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die\nInvalidenversicherung (IVG, SR 831.20) i.V.m. Art. 59, Art. 60 Abs. 1 und Art. 61 lit. b ATSG sowie\nArt. 54, Art. 56 und Art. 59 des Gesetzes vom 9. September 2002 über die Verwaltungsrechtspflege\n(VRPG, bGS 143.1)\n\nSeite 3\nkeit ist nach Art. 7 ATSG der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung\nverbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht\nkommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt.\n\n"}