{"Signatur": "AR_OG_003", "Spider": "AR_Gerichte", "Datum": "2021-01-01", "PDF": {"Datei": "AR_Gerichte/AR_OG_003_O3V-14-27_nodate.pdf", "URL": "https://rechtsprechung.ar.ch/download/Obergericht/2015/OG-20150819-O3V-14-27-20150819.pdf", "Checksum": "cd0c86735a789c7514c4001841e18d65"}, "Scrapedate": "2025-12-21", "Num": ["O3V-14-27"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Appenzell Ausserrhoden Obergericht 3. Abteilung O3V-14-27"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Appenzell Ausserrhoden Obergericht 3. Abteilung"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Appenzell Rhodes-Extérieures  3. Abteilung"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Appenzello Interno  3. Abteilung"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "OG"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Obergericht Appenzell Ausserrhoden   3. Abteilung  \nUrteil vom 19. August 2015   \nMitwirkende Obergerichtspräsident E. Zingg Oberrichter Dr. med. S. Graf, H.P. Fischer, Ch. Wild, Dr. F. Windisch Obergerichtsschreiber J. Kürsteiner    \nVerfahren Nr. O3V 14 27    \nSitzungsort Trogen   \n Beschwerdeführerin A___ \n vertreten durch: RA B___    \n Vorinstanz IV-Stelle Appenzell Ausserrhoden,  Neue Steig 15, \nPostfach, 9102 Herisau  \n  Gegenstand IV-Rente  \nRechtsbegehren \n \na) der Beschwerdeführerin:"}], "ScrapyJob": "446973/43/2239", "Zeit UTC": "21.12.2025 01:37:31", "Checksum": "7ba475c9a86025371889899fb0a440c5", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Appenzell Ausserrhoden Obergericht 3. Abteilung O3V-14-27\nRegeste:\nObergericht Appenzell Ausserrhoden   3. Abteilung  \nUrteil vom 19. August 2015   \nMitwirkende Obergerichtspräsident E. Zingg Oberrichter Dr. med. S. Graf, H.P. Fischer, Ch. Wild, Dr. F. Windisch Obergerichtsschreiber J. Kürsteiner    \nVerfahren Nr. O3V 14 27    \nSitzungsort Trogen   \n Beschwerdeführerin A___ \n vertreten durch: RA B___    \n Vorinstanz IV-Stelle Appenzell Ausserrhoden,  Neue Steig 15, \nPostfach, 9102 Herisau  \n  Gegenstand IV-Rente  \nRechtsbegehren \n \na) der Beschwerdeführerin:\n\nObergericht Appenzell Ausserrhoden\n3. Abteilung\n\nUrteil vom 19. August 2015\n\nMitwirkende Obergerichtspräsident E. Zingg\nOberrichter Dr. med. S. Graf, H.P. Fischer, Ch. Wild,\nDr. F. Windisch\nObergerichtsschreiber J. Kürsteiner\n\nVerfahren Nr. O3V 14 27\n\nSitzungsort Trogen\n\nBeschwerdeführerin A___\n\nvertreten durch: RA B___\n\nVorinstanz IV-Stelle Appenzell Ausserrhoden, Neue Steig 15,\nPostfach, 9102 Herisau\n\nGegenstand IV-Rente\nRechtsbegehren\n\na) der Beschwerdeführerin:\n1. Die Verfügung vom 23. September 2014 sei aufzuheben und A___ sei eine\nInvalidenrente auszurichten.\n2. Eventuell sei die Streitsache zur weiteren Abklärung und zu anschliessender neuer\nBeurteilung bzw. Verfügung an die Vorinstanz/Beschwerdegegnerin zurückzuweisen;\nunter Kosten- und Entschädigungsfolge.\n\nb) der Vorinstanz:\nDie Beschwerde sei abzuweisen.\n\nSachverhalt\n\nA. A___, geboren am XX.XX.1964 und seit 17. Mai 1991 mit C___, geboren am XX.XX.1949\nund Bezüger einer halben Invalidenrente, gelernte Kinderpflegerin, verheiratet und Mutter\nvon drei 1992, 1993 und 1995 geborenen Kindern, meldete sich am 4. Mai 1995 (IV-act. 1)\nerstmals bei der Invalidenversicherung wegen einer Sehbehinderung an.\n\nB. B.1\nAm 12. März 2009 erfolgte eine weitere Anmeldung wegen Kopfschmerzen, Gelenk- und\nSehbeschwerden seit 1998 (IV-act. 2). Gemäss Protokoll der IV-Stelle über ein Assessmentgespräch vom 9. April 2009 (IV-act. 7) sei die Anmeldung auf Anraten des Ehemannes\nerfolgt, der seit 1972 elfmal stationär psychiatrisch behandelt worden sei, um die finanzielle\nSituation - es bestünden hohe Schulden - zu verbessern.\n\nB.2\nMit undatiertem, bei der IV-Stelle am 26. Juni 2009 eingelangten Bericht (IV-act. 8) attestierte Dr. med. D___, FMH innere Medizin, Heiden, eine vollständige Arbeitsunfähigkeit in\nder bisherigen Tätigkeit seit 1997 wegen chronischen Schmerzen, Depression mit Angst,\nAbhängigkeitssyndrom und Visusminderung rechts um 90%. Eine psychiatrische\nBehandlung werde abgelehnt, doch werde mit Antirheumatika (NSAR) behandelt.\n\nSeite 2\nB.3\nAm 29. Juli 2009 (IV-act. 10) gab die Versicherte unterschriftlich an, dass sie ohne gesundheitliche Einschränkungen zu 70% erwerbstätig wäre, um sich etwas mehr leisten zu können. Gemäss Aktennotiz des regionalärztlichen Dienstes der Invalidenversicherung (RAD;\nDr. E___) vom 19. August 2009 (IV-act. 11) sei der Versuch einer beruflichen Eingliederung\nan deren vollständigen Invaliditätsüberzeugung gescheitert.\n\nB.4\nNachdem diese einen ersten Abklärungstermin bei der Medas Ostschweiz gemäss deren\nSchreiben vom 10. Dezember 2009 (IV-act. 16) hatte absagen lassen und dem zweiten\nTermin unentschuldigt ferngeblieben war, wurde sie von der IV-Stelle mit Schreiben vom\n23. Dezember 2009 (IV-act. 17) an ihre Mitwirkungspflicht erinnert.\n\nGemäss Konsiliar-Gutachten von Dr. med. F___, FMH Neurologie, St. Gallen, vom\n18. März 2010 (IV-act. 23, 24/42) sei die Explorandin im Haushalt vollständig arbeitsfähig.\nDaneben sei eine Erwerbstätigkeit nicht möglich, ohne Haushalt hingegen schon, wobei\ndas Ausmass der Einschränkung durch die rezidivierenden anfallsartigen Bewusstseinsstörungen/Amnesien mit motorischen Automatismen unklarer Ätiologie seit August 2009,\neine chronische Zervikobrachialgie links und durch die chronischen seitenalternierenden\nSpannungskopfschmerzen davon abhänge, ob die diagnostisch noch unklaren Anfälle\ndurch eine adäquate Behandlung vermeidbar oder deutlich reduzierbar seien. Der Analgetikakonsum sei in stationärem Rahmen zu sistieren, was die Versicherte jedoch wiederholt\nabgelehnt habe. Die linksseitigen Schultergürtel- und Armschmerzen seien nicht neurologisch, sondern rheumatisch bedingt.\n\nG___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, St. Gallen, meinte im Konsiliar-\nGutachten vom 24. März 2010 (IV-act. 23, 36/42), wegen einer Anpassungsstörung und\neiner akzentuierten Persönlichkeit mit leistungsorientierten Zügen sei die Arbeitsfähigkeit\nerwerblich zu ca. 20% eingeschränkt, im Haushalt jedoch nicht. Eine Behandlung lehne die\nVersicherte derzeit ab.\n\nIm zusammenfassenden Medas-Gutachten vom 21. Mai 2010 (IV-act. 23) wurde auf die\nerwähnten Diagnosen Bezug genommen und eine Arbeitsunfähigkeit von etwa 20% in jeder erwerblichen Tätigkeit postuliert. Rheumatologisch bestehe nur bei kraftfordernden Tätigkeiten mit dem linken Arm über der Horizontalen eine Einschränkung.\n\nSeite 3\nB.5\nIn Anbetracht dessen gewährte die IV-Stelle nach einer Aktennotiz des RAD vom\n26. Mai 2010 (IV-act. 24) am 2. Juni 2010 (IV-act. 27) Hilfe bei der Stellensuche.\n\n"}