{"Signatur": "AR_OG_003", "Spider": "AR_Gerichte", "Datum": "2021-01-01", "PDF": {"Datei": "AR_Gerichte/AR_OG_003_O3V-14-23_nodate.pdf", "URL": "https://rechtsprechung.ar.ch/download/Obergericht/2015/OG-20151118-O3V-14-23-20151118.pdf", "Checksum": "d11a8fcd1790e764018e24d167d22d39"}, "Scrapedate": "2025-12-21", "Num": ["O3V-14-23"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Appenzell Ausserrhoden Obergericht 3. Abteilung O3V-14-23"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Appenzell Ausserrhoden Obergericht 3. Abteilung"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Appenzell Rhodes-Extérieures  3. Abteilung"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Appenzello Interno  3. Abteilung"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "OG"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Obergericht Appenzell Ausserrhoden   3. Abteilung  \nUrteil vom 18. November 2015   \nMitwirkende Obergerichtspräsident E. Zingg Oberrichter Dr. med. S. Graf, H.P. Fischer, Ch. Wild, Dr. F. Windisch Obergerichtsschreiber J. Kürsteiner    \nVerfahren Nr. O3V 14 23    \nSitzungsort Trogen   \n Beschwerdeführer A___ \n vertreten durch: RA B___    \n Vorinstanz IV-Stelle Appenzell Ausserrhoden,  Neue Steig 15, Postfach, \n9102 Herisau  \n  Gegenstand IV-Leistungen  \nRechtsbegehren \n \na) des Beschwerdeführers"}], "ScrapyJob": "446973/43/2239", "Zeit UTC": "21.12.2025 01:37:40", "Checksum": "398e5d89633d952b48966925688a5c4d", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Appenzell Ausserrhoden Obergericht 3. Abteilung O3V-14-23\nRegeste:\nObergericht Appenzell Ausserrhoden   3. Abteilung  \nUrteil vom 18. November 2015   \nMitwirkende Obergerichtspräsident E. Zingg Oberrichter Dr. med. S. Graf, H.P. Fischer, Ch. Wild, Dr. F. Windisch Obergerichtsschreiber J. Kürsteiner    \nVerfahren Nr. O3V 14 23    \nSitzungsort Trogen   \n Beschwerdeführer A___ \n vertreten durch: RA B___    \n Vorinstanz IV-Stelle Appenzell Ausserrhoden,  Neue Steig 15, Postfach, \n9102 Herisau  \n  Gegenstand IV-Leistungen  \nRechtsbegehren \n \na) des Beschwerdeführers\n\nObergericht Appenzell Ausserrhoden\n3. Abteilung\n\nUrteil vom 18. November 2015\n\nMitwirkende Obergerichtspräsident E. Zingg\nOberrichter Dr. med. S. Graf, H.P. Fischer, Ch. Wild,\nDr. F. Windisch\nObergerichtsschreiber J. Kürsteiner\n\nVerfahren Nr. O3V 14 23\n\nSitzungsort Trogen\n\nBeschwerdeführer A___\n\nvertreten durch: RA B___\n\nVorinstanz IV-Stelle Appenzell Ausserrhoden, Neue Steig 15, Postfach,\n9102 Herisau\n\nGegenstand IV-Leistungen\nRechtsbegehren\n\na) des Beschwerdeführers:\nEs sei die Verfügung der IV-Stelle Appenzell Ausserrhoden vom 26. August 2014 aufzuheben, und es sei A___ rückwirkend ab Einstellung der IV-Taggelder eine Dreiviertelsrente\nzuzusprechen.\n\nUnter Kosten- und Entschädigungsfolgen.\n\nb) der Vorinstanz:\nDie Beschwerde sei abzuweisen.\n\nSachverhalt\n\nA. A.1\nA___, geb. am XX.XX.1968 und lediger Vater der Kinder A1___ (geb. am XX.XX.1996) und\nA2___ (geb. am XX.XX.1998), gelernter Zimmermann und als Fachmann für Justizvollzug\ntätig, meldete sich am 28. August 2006 (IV-act. 1) bei der Invalidenversicherung wegen seit\nJanuar 2006 bestehenden Depressionen und eines Burnout an.\n\nA.2\nMit Bericht vom 28. April 2006 (IV-act. 16, 18/22) meinte Dr. med. C___, FMH für\nPsychiatrie und Psychotherapie, Herisau, der Versicherte habe Angst, aus dem Haus unter\ndie Leute zu gehen. Es fehle ihm an Energie, Entschlusskraft und an Zuversicht. Aufgrund\nder Behandlung mittels Medikamenten und Psychotherapie sei die Prognose günstig.\n\nA.3\nMit Schreiben vom 26. September 2006 (IV-act. 16, 20/22) kündigte die Strafanstalt\nGmünden das mit dem Versicherten gemäss Arbeitgeberbericht vom 8. September 2006\n(IV-act. 6) seit 15. Juni 1996 bestehende Arbeitsverhältnis auf Ende Dezember 2006.\n\nA.4\nLaut Bericht von Dr. C___ vom 28. September 2006 (IV-act. 9) bestehe seit Anfang 2006\neine 100%ige Arbeitsunfähigkeit wegen einer depressiven Störung, die seit\n\nSeite 2\n18. Januar 2006 behandelt werde. In einer adaptierten Tätigkeit betrage die Arbeitsfähigkeit\ndagegen 4-5 h/Tag mit einer Einschränkung der Leistungsfähigkeit von 20-50%.\n\nA.5\nGemäss Zwischenbericht der Berufsberatung der Invalidenversicherung vom 15. März\n2007 (IV-act. 18) lägen eine Depression und Platzangst vor, die nunmehr in der Klinik\nTeufen behandelt würden. Der Versicherte betreibe seit etwa zwei Jahren einen Handel mit\nFischspezialitäten, die vom Cousin in Österreich bezogen würden. Die Auslieferung mit\ndem Kühlwagen erfolge derzeit durch den Bruder. Vorstellbar sei auch eine selbständige\nErwerbstätigkeit im Getränkehandel.\n\nA.6\nGemäss Bericht von Dr. med. D___, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, von der Klinik\nTeufen vom 6. Juni 2007 (IV-act. 22) sei von einer Panikstörung und einer rezidivierenden\ndepressiven Störung, gegenwärtig mittelgradig und teilremittiert, und von folgender\nArbeitsunfähigkeit im Justizvollzug auszugehen: 100% von Dezember 2005 bis Juni 2006,\n80% von Juli 2006 bis Mai 2007 und 60% seither. Der Versicherte plane eine selbständige\nErwerbstätigkeit als Zimmermann oder Schreiner.\n\nA.7\nNach entsprechenden Bemühungen gemäss Zwischenbericht der Berufsberatung vom\n21. Januar 2008 (IV-act. 38) wurde in der Folge gemäss Bericht vom 13. Mai 2008 (IVact. 44) jedoch eine Umschulung zum Erlebnispädagogen angestrebt, da der Versicherte\nals Schreiner erheblich weniger als in der Tätigkeit im Justizvollzug verdienen würde. Die\nAusbildung dauerte vom 6. Juni 2008 bis 31. August 2010, wurde jedoch gemäss Teilnahmebestätigung vom 22. August 2010 (IV-act. 68) ohne Diplom abgeschlossen. Gemäss Bericht der Berufsberatung vom 21. September 2009 (IV-act. 63) wurde schliesslich zusätzlich\nein Coaching betreffend Gründung einer Firma sowie Selbsterkenntnis/Selbstführungskompetenz von Oktober 2009 bis April 2010 vereinbart. Nach einem weiteren Zwischenbericht\nvom 31. August 2010 (IV-act. 70), wonach sich der Versicherte beim RAV Herisau als zu\n100% vermittlungsfähig angemeldet habe, schloss die IV-Stelle die beruflichen Massnahmen mit Bericht vom 16. November 2010 (IV-act. 72) ab.\n\nA.8\nMit Bericht vom 21. Februar 2011 (IV-act. 77) attestierte das psychiatrische Zentrum Herisau eine vollständige Arbeitsunfähigkeit im Justizvollzug seit 15. November 2010 und eine\nArbeitsfähigkeit adaptiert von 4 h/Tag seit 1. Februar 2011, dies aufgrund einer Agoraphobie mit Panikstörung und einer bipolaren affektiven Störung. Der Patient könne angstbe-\n\nSeite 3\ndingt keine öffentlichen Verkehrsmittel benützen und auch nicht alleine Auto fahren. Deshalb erscheine eine Erwerbstätigkeit (nur) am Wohnort als möglich.\n\n"}