{"Signatur": "AR_OG_002", "Spider": "AR_Gerichte", "Datum": "2021-01-01", "PDF": {"Datei": "AR_Gerichte/AR_OG_002_O2V-15-11_nodate.pdf", "URL": "https://rechtsprechung.ar.ch/download/Obergericht/2016/OG-20160112-O2V-15-11-20160112.pdf", "Checksum": "0df9695445789702f46c0c6555d09a60"}, "Scrapedate": "2025-12-21", "Num": ["O2V-15-11"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Appenzell Ausserrhoden Obergericht 2. Abteilung O2V-15-11"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Appenzell Ausserrhoden Obergericht 2. Abteilung"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Appenzell Rhodes-Extérieures  2. Abteilung"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Appenzello Interno  2. Abteilung"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "OG"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Obergericht Appenzell Ausserrhoden   2. Abteilung  \nUrteil vom 12. Januar 2016   \nMitwirkende Obergerichtspräsident E. Zingg Oberrichter R. Krapf, B. Dick, S. Plachel, Dr. M. Winiger Obergerichtsschreiber J. 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Der Entscheid des Gemeinderates B___ vom 28. Mai 2015\n\nObergericht Appenzell Ausserrhoden\n2. Abteilung\n\nUrteil vom 12. Januar 2016\n\nMitwirkende Obergerichtspräsident E. Zingg\nOberrichter R. Krapf, B. Dick, S. Plachel, Dr. M. Winiger\nObergerichtsschreiber J. Kürsteiner\n\nVerfahren Nr. O2V 15 11\n\nSitzungsort Trogen\n\nBeschwerdeführerin A___\n\nvertreten durch: RA AA___\n\nVorinstanz Gemeinde B___\n\nGegenstand Handänderungssteuer\nRechtsbegehren\n\na) der Beschwerdeführerin:\n1. Der Entscheid des Gemeinderates B___ vom 28. Mai 2015 sei vollumfänglich aufzuheben, und es sei die am 21. Januar 2013 eingereichte Einsprache gegen die Veranlagung einer Handänderungssteuer vom 18. Dezember 2012 im Teilumfang von\nFr. 3'800.-- gutzuheissen.\n2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Gemeinde B___.\n\nb) der Vorinstanz:\nAbweisung der Beschwerde unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Beschwerdeführerin.\n\nSachverhalt\n\nA. A.1\nDie Baudirektion des Kantons Appenzell Ausserrhoden genehmigte am 12. Mai 2004 den\nQuartierplan C___ der Gemeinde B___ vom 26. August 2003 (Bf. act. 12) mit den Parzellen\nmit den Nummern 001, 002 und 003 (vgl. auch den Planungsbericht der Gemeinde zum\nQuartierplan vom 29. März 2004 [Bf. act. 13] und die Anmeldung zur Eintragung des Quartierplans beim Grundbuchamt B___ vom 20. Oktober 2004 [Bf. act. 11]).\n\nA.2\nAm 7. Dezember 2012 (Bg. act. 1) meldeten die A___ GmbH und D___ die Eigentumsübertragung an den Grundstücken Nr. 004 und 005 zufolge Tausch beim Grundbuchamt B___\nan. Gemäss dem öffentlich beurkundeten Tauschvertrag gleichen Datums zwischen der\nA___ GmbH als Eigentümerin des Grundstücks Nr. 004 mit 322 m2 und D___ als Eigentümerin des Grundstücks Nr. 005 mit 803 m2, beide in B___, seien die Tauschobjekte\ngleichwertig, weshalb kein Aufpreis geschuldet sei. Gleichentags ersuchte die A___ GmbH\ndas Grundbuchamt um Vereinigung der ihr gehörenden Grundstücke Nr. 005 mit 803 m2\nund Nr. 006 mit 2'215 m2 zum neuen Grundstück 006 mit 3018 m2 an (vgl. die Mutationspläne der Gemeinde Nr. 007 [Bg. act. 4.3] und 2831 [Bg. act. 4.5], beide vom 18. Juni\n2012).\n\nB. B.1\nDas Grundbuchamt B___ stellte der A___ GmbH am 18. Dezember 2012 (Bg. act. 3)\nRechnung betreffend die Grundstücke Nr. 005, 006 und 004 zufolge Grundstückteilung,\n\nSeite 2\nTausch, Grundstückvereinigung und Pfandrechterrichtung über Fr. 8'175, worin u.a. zweimal eine Handänderungssteuer von Fr. 1'900.-- (je 2% von Fr. 95'000.--) enthalten war.\n\nB.2\nDagegen liess die A___ GmbH durch Gesellschafter und Geschäftsführer mit Einzelunterschrift RA AA___ mit Schreiben vom 21. Januar 2013 Einsprache erheben mit dem Antrag\nauf Befreiung der Handänderung der Grundstücke im Grundbuch B___ Nr. 004 und 005\nvon der Handänderungssteuer, sodass sich die Rechnung um Fr. 3'800.-- auf Fr. 4'375.--\nreduziere. Begründet wurde dies damit, dass der Grundstücktausch zwecks Vereinigung\nder Grundstücke 005 und 006 im Hinblick auf die Überbauung der Parzellen Nr. 001, 002\nund 003 gemäss Quartierplan C___ vom 26. August 2013 erfolgt sei. In steuerrechtlicher\nHinsicht könne eine Landumlegung nicht nur bei einem behördlichen Verfahren vorliegen,\nsondern auch bei auf privater Basis vollzogenen Anpassungen an Grundstücken zwecks\nSicherstellung der Überbaubarkeit.\n\nB.3\nMit Vernehmlassung vom 30. Januar 2013 (Bg. act. 5) meinte das Grundbuchamt B___\nbezugnehmend auf eine Stellungnahme der Steuerverwaltung, die Voraussetzungen für\neine Steuerbefreiung bei der Handänderungs- und der Grundstückgewinnsteuer unterschieden sich nicht, seien vorliegend aber nicht erfüllt. Insbesondere liege auch keine\nLandumlegung zwecks Quartierplanung vor.\n\nB.4\nDie A___ GmbH teilte dem Gemeinderat B___ mit Schreiben vom 22. Mai 2015 (Bg. act. 6)\nden zwischenzeitlichen Verkauf der mit der Parzelle 006 vereinigten Parzelle 005 mit, sodass bei dieser insgesamt dreimal Handänderungssteuern bezahlt worden seien. Beigelegt\nwar ein Kaufvertrag vom 17. Januar 2014 (Bg. act. 6.1), wonach die A___ GmbH der\nE___ AG die Liegenschaft Nr. 006 in B___ (3018 m2) für Fr. 1.47 Mio. verkaufe, ferner die\nAnmeldung der Eigentumsübertragung beim Grundbuchamt B___ (Bg. act. 6.2).\n\nB.5\nMit Entscheid vom 28. Mai 2015 (Bg. act. 8) wies der Gemeinderat B___ die Einsprache\nab, da es für die Steuerbefreiung einer Handänderung aufgrund einer Landumlegung ein\nbehördliches Eingreifen in einem Verfahren oder mindestens in einer ausseramtlichen Einigung zur Verhinderung eines eingeleiteten Verfahrens brauche, woran es vorliegend fehle.\nAuch im Zusammenhang mit dem Quartierplan sei eine Landumlegung nie zur Diskussion\ngestanden (s. auch das gleichlautende Sitzungsprotokoll des Gemeinderates B___ vom 26.\nMai 2015 [Bg. act. 7]).\n\n"}