{"Signatur": "AR_OG_002", "Spider": "AR_Gerichte", "Datum": "2021-01-01", "PDF": {"Datei": "AR_Gerichte/AR_OG_002_O2S-23-15_nodate.pdf", "URL": "https://rechtsprechung.ar.ch/download/Obergericht/2024/OG-20240625-O2S-23-15-20240926.pdf", "Checksum": "ed9c7e9c8679f4457f3b81c18368d740"}, "Scrapedate": "2025-12-21", "Num": ["O2S-23-15"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Appenzell Ausserrhoden Obergericht 2. Abteilung O2S-23-15"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Appenzell Ausserrhoden Obergericht 2. Abteilung"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Appenzell Rhodes-Extérieures  2. Abteilung"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Appenzello Interno  2. Abteilung"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "OG"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Obergericht Appenzell Ausserrhoden 2. Abteilung \n \nBeschluss vom 25. Juni 2024  \n \n \nMitwirkende Obergerichtsvizepräsident M. Hüsser \nOberrichter M. Winiger, M. Müller, R. Kläger, F. Windisch \nObergerichtsschreiberin M. Epprecht \n \n \nVerfahren Nr. O2S 23 15 \n \n \nSitzungsort Trogen \n \n \nBeschwerdeführerin A. \n \nvertreten durch: RA AA. \n \n \nBeschwerdegegner B. \n \namtlich verteidigt durch: RA BB. \n \n \nBeschwerdegegnerin Staatsanwaltschaft Appenzell Ausserrhoden \n \nvertreten durch: Staatsanwalt C.,"}], "ScrapyJob": "446973/43/2239", "Zeit UTC": "21.12.2025 01:35:46", "Checksum": "3f341bf1b2de5884a55f341ca3ab2638", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Appenzell Ausserrhoden Obergericht 2. Abteilung O2S-23-15\nRegeste:\nObergericht Appenzell Ausserrhoden 2. Abteilung \n \nBeschluss vom 25. Juni 2024  \n \n \nMitwirkende Obergerichtsvizepräsident M. Hüsser \nOberrichter M. Winiger, M. Müller, R. Kläger, F. Windisch \nObergerichtsschreiberin M. Epprecht \n \n \nVerfahren Nr. O2S 23 15 \n \n \nSitzungsort Trogen \n \n \nBeschwerdeführerin A. \n \nvertreten durch: RA AA. \n \n \nBeschwerdegegner B. \n \namtlich verteidigt durch: RA BB. \n \n \nBeschwerdegegnerin Staatsanwaltschaft Appenzell Ausserrhoden \n \nvertreten durch: Staatsanwalt C.,\n\nObergericht Appenzell Ausserrhoden\n2. Abteilung\n\nBeschluss vom 25. Juni 2024\n\nMitwirkende Obergerichtsvizepräsident M. Hüsser\nOberrichter M. Winiger, M. Müller, R. Kläger, F. Windisch\nObergerichtsschreiberin M. Epprecht\n\nVerfahren Nr. O2S 23 15\n\nSitzungsort Trogen\n\nBeschwerdeführerin A.\n\nvertreten durch: RA AA.\n\nBeschwerdegegner B.\n\namtlich verteidigt durch: RA BB.\n\nBeschwerdegegnerin Staatsanwaltschaft Appenzell Ausserrhoden\n\nvertreten durch: Staatsanwalt C.,\nSchützenstrasse 1A, 9100 Herisau\n\nGegenstand Einstellung\nBeschwerde gegen die Verfügung der Staatsanwaltschaft\nAppenzell Ausserrhoden U 22 36 vom 31. Oktober 2023\nSachverhalt\n\nA.\nDie Leiterin des D. (nachfolgend: D.) meldete der Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden am 20.\nJanuar 2022, dass es am 9. Januar 2022 zwischen A. (nachfolgend: die Beschwerdeführerin) und\nB. (nachfolgend: der Beschwerdegegner) zu sexuellen Handlungen gekommen sei, welche nicht\neinvernehmlich gewesen seien (act. 6/1.1).\n\nB.\nDie Kantonspolizei eröffnete ein polizeiliches Ermittlungsverfahren gegen den Beschwerdegegner wegen strafbaren Handlungen gegen die sexuelle Integrität und befragte am 25. Januar\n2022 eine Mitarbeiterin des D. als Auskunftsperson (act. 6/1.2). Am 28. Januar 2022 führte die\nKantonspolizei eine Videoeinvernahme der Beschwerdeführerin durch (act. 6/1.3.1, 1.3.2 und\n1.3.3). Am 31. Januar 2022 beauftragte die Staatsanwaltschaft im Rahmen der eröffneten\nStrafuntersuchung wegen strafbarer Handlungen gegen die sexuelle Integrität (insbesondere\nVergewaltigung) die Kantonspolizei mit einer delegierten Einvernahme des Beschwerdegegners\nsowie allfälligen weiteren Einvernahmen (act. 6/.2.1). Die polizeiliche Einvernahme des\nBeschwerdegegners fand am 11. Februar 2022 statt (act. 6/1.4) und am 14. März 2022 erfolgte\ndie polizeiliche Einvernahme einer weiteren Auskunftsperson (act. 6/1.5). Letzterer wurde\ngemäss Einvernahmeprotokoll erklärt, dass eine staatsanwaltliche Untersuchung gegen den\nBeschwerdegegner wegen strafbarer Handlungen gegen die sexuelle Integrität (sexuelle\nNötigung, eventuell Vergewaltigung) eröffnet worden sei (act. 6/1.5). Die Kantonspolizei erstattete\nder Staatsanwaltschaft am 31. März 2022 ihren Rapport betreffend strafbare Handlungen gegen\ndie sexuelle Integrität (act. 6/1.1). Am 15. Juni 2022 teilte die Staatsanwaltschaft den Parteien\nden beabsichtigten Abschluss des Strafverfahrens wegen strafbarer Handlungen gegen die\nsexuelle Integrität mittels Einstellungsverfügung mit (act. 6/2.5 und 2.6). Der unentgeltliche\nRechtsbeistand der Beschwerdeführerin, RA AA., nahm hierzu mit Eingabe vom 22. Juli 2022\nStellung und beantragte nebst einer staatsanwaltschaftlichen Konfrontationseinvernahme eine\nerneute Prüfung einer Anklageerhebung bzw. eventualiter den Abschluss des\nUntersuchungsverfahrens mit einem Strafbefehl wegen sexueller Belästigung (act. 6/2.11).\n\nC.\nDie Staatsanwaltschaft führte am 15. Februar 2023 die beantragte Einvernahme durch, wobei in\nden Protokollen von einem Vorverfahren wegen strafbarer Handlungen gegen die sexuelle\nIntegrität (insbesondere Vergewaltigung und sexuelle Nötigung) die Rede ist (act. 6/3.1, 3.2 und\n3.3). Am 8. März 2023 teilte die Staatsanwaltschaft den Parteien erneut den beabsichtigten\nAbschluss des Verfahrens wegen strafbarer Handlungen gegen die sexuelle Integrität\n(insbesondere Vergewaltigung) mittels Einstellungsverfügung mit (act. 6/2.22 und 2.23). RA AA.\n\nSeite 2\nbeantragte in der Stellungnahme vom 28. April 2023, den Beschwerdegegner per Strafbefehl\nwegen mehrfacher sexueller Belästigung schuldig zu sprechen bzw. eventualiter eine\nAnklageerhebung (act. 6/9.4). Mit Einstellungsverfügung vom 20. Juni 2023 betreffend\nVergewaltigung stellte die Staatsanwaltschaft das Verfahren in Anwendung von Art. 319 Abs. 1\nlit. b StPO ein (act. 6/14.1 und act. 8.3). Diese Einstellungsverfügung erwuchs in Rechtskraft (act.\n2.3 und act. 6/9.9).\n\n"}