{"Signatur": "AR_OG_002", "Spider": "AR_Gerichte", "Datum": "2021-01-01", "PDF": {"Datei": "AR_Gerichte/AR_OG_002_O2S-18-18_nodate.pdf", "URL": "https://rechtsprechung.ar.ch/download/Obergericht/2019/OG-20190514-O2S-18-18-20191007.pdf", "Checksum": "22b9fc283476e27643e89e027370b768"}, "Scrapedate": "2025-12-21", "Num": ["O2S-18-18"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Appenzell Ausserrhoden Obergericht 2. Abteilung O2S-18-18"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Appenzell Ausserrhoden Obergericht 2. Abteilung"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Appenzell Rhodes-Extérieures  2. Abteilung"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Appenzello Interno  2. Abteilung"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "OG"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Obergericht Appenzell Ausserrhoden 2. Abteilung \n \nBeschluss vom 14. Mai 2019  \nMitwirkende Obergerichtsvizepräsident W. Kobler \nOberrichterin D. Sieber \nOberrichter R. Krapf,  S. Plachel, Dr. M. 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O2S 18 18 \n \n \nSitzungsort Trogen \n \n \nBeschwerdeführer A___ \nBeschuldigter  \nverteidigt durch: RA AA___ \n \n \nBeschwerdegegnerin Staatsanwaltschaft Appenzell Ausserrhoden  \nAnklägerin  \nvertreten durch: StA B___, Schützenstrasse 1A, 9100 Her\n\nObergericht Appenzell Ausserrhoden\n2. Abteilung\n\nBeschluss vom 14. Mai 2019\n\nMitwirkende Obergerichtsvizepräsident W. Kobler\nOberrichterin D. Sieber\nOberrichter R. Krapf, S. Plachel, Dr. M. Winiger\nObergerichtsschreiberin B. Widmer\n\nVerfahren Nr. O2S 18 18\n\nSitzungsort Trogen\n\nBeschwerdeführer A___\nBeschuldigter\nverteidigt durch: RA AA___\n\nBeschwerdegegnerin Staatsanwaltschaft Appenzell Ausserrhoden\nAnklägerin\nvertreten durch: StA B___, Schützenstrasse 1A, 9100 Herisau\n\nGegenstand Anordnung einer Blut- und Urinprobeentnahme\nBeschwerde gegen die Verfügung der Staatsanwaltschaft\nSV 18 2269 vom 14. November 2018\nDas Obergericht stellt in tatsächlicher und rechtlicher Hinsicht fest:\n\n1. Am 13. November 2018 fiel A___ auf der Fahrt von Rheineck nach Wolfhalden mit dem\nPersonenwagen AR 00000 einer hinterherfahrenden Lenkerin auf. Gemäss deren\nAngaben sei A___ mit seinem Fahrzeug mehrheitlich auf der linken Strassenseite und in\nWolfhalden sogar auf das Trottoir gefahren (act. B 7/1). An diesem Tag ereignete sich\nfolgendes:\n\n11.32 Uhr: Meldung bei der Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden (act. B 7/1)\n11.45 Uhr Erstkontakt von A___ mit der Polizei (act. B 7/2)\n13.54 Uhr Staatsanwalt B___ verfügt mündlich eine Blut- und\nUrinprobeentnahme (act. B 7/1)\n13.57 Uhr Blutentnahme im Spital Heiden (act. B 12)\n14.57 Uhr Urinasservierung (act. B 12).\nAm 14. November 2018 (act. B 2/1; B 3) erging die schriftliche Verfügung der\nStaatsanwaltschaft betreffend Anordnung einer Blut- und Urinprobeentnahme (Art. 251\nund 252 StPO).\n\nDer Begründung der Verfügung vom 14. November 2018 kann entnommen werden, der\nBeschuldigte sei am 13. November 2018 in Wolfhalden, Hauptstrasse 745, als Lenker des\nPW AR 00000 einer Polizeikontrolle unterzogen worden. Dabei habe sich der Verdacht\naufgedrängt, dass der Beschuldigte das Motorfahrzeug in fahrunfähigem Zustand gelenkt\nhabe. Die Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden habe bei der Staatsanwaltschaft die\nAnordnung einer Blut- und Urinprobenentnahme beantragt. Diesem Antrag sei\nstattgegeben worden und die Kantonspolizei sei mündlich beauftragt worden, eine Blutund Urinprobeentnahme vornehmen zu lassen. Diese Anordnung werde im Sinne von Art.\n241 Abs. 1 StPO nachträglich bestätigt.\n\n2. Mit Eingabe vom 21. November 2018 liess A___ Beschwerde gegen die Verfügung vom\n14. November 2018 einreichen (act. B 1). Darin wird beantragt: „1. Die Verfügung\nbetreffend Anordnung einer Blut- und Urinprobeentnahme vom 14. November 2018 sei\ninfolge Widerrechtlichkeit aufzuheben und sämtliche Probeentnahmen seien zu entsorgen\nund sämtliche Daten seien zu löschen. 2. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu\nLasten des Staates.“ Die Stellungnahme der Staatsanwaltschaft, worin diese festhielt, die\nMassnahme sei ordnungsgemäss angeordnet und durchgeführt worden, datiert vom 27.\nNovember 2018 (act. B 6). Mit Verfügung der Verfahrensleitung vom 28. November 2018\nwurde den Parteien mitgeteilt, dass kein zweiter Schriftenwechsel und keine mündliche\nVerhandlung angeordnet werde (act. B 8). RA AA___ reichte am 31. Dezember 2018 eine\n\nSeite 2\nweitere Eingabe mit ergänzenden Ausführungen sowie eine Kopie des Protokolls des\nSpitals Heiden ein (act. B 11 und 12).\n\n3. Nach Art. 26 des Justizgesetzes (JG, bGS 145.31) ist im Kanton Appenzell Ausserrhoden\ndas Obergericht Berufungs- und Beschwerdeinstanz in der allgemeinen Strafrechtspflege,\nunter Vorbehalt der Befugnisse des Einzelrichters (letztere beschränken sich laut Art. 27\nJG auf den Bereich des Zwangsmassnahmerechts). Zuständig ist vorliegend somit eine\nAbteilung des Obergerichts bzw. ein Kollegialgericht. Das Gesamtgericht hat\nstrafrechtliche Beschwerdefälle der 2. Abteilung zur Beurteilung zugewiesen (publiziert\netwa im Staatskalender Appenzell Ausserrhoden für das Amtsjahr 2018/2019, S. 83),\nweshalb diese zur Beurteilung der Beschwerde zuständig ist.\n\n"}