Der Tatbestand der Sachentziehung (Art. 141 StGB) fordert seit der Revision 1994 eine bewegliche Sache als Tatobjekt, wobei der Sachbegriff demjenigen bei den Aneignungsdelikten entspricht. Es kommen nur körperliche Sachen in Frage. Forderungen, Rechte, Erfindungen haben demzufolge keine Sachqualität, wohl aber die sie verkörpernden Urkunden (PHILIPPE W EISSENBERGER, Basler Kommentar, Strafrecht II, 4. Auf. 2019, N. 1 ff. zu Art. 141 StGB; TRECHSEL/CRAMERI, in: Trechsel/Pieth [Hrsg.], Schweizerisches Strafgesetzbuch, 3. Aufl. 2018, N. 1 f. zu Art. 141 StGB).