{"Signatur": "AR_OG_002", "Spider": "AR_Gerichte", "Datum": "2021-01-01", "PDF": {"Datei": "AR_Gerichte/AR_OG_002_O2S-18-13_nodate.pdf", "URL": "https://rechtsprechung.ar.ch/download/Obergericht/2019/OG-20190820-O2S-18-13-20200401.pdf", "Checksum": "b9f191af3a98c5515e10e41c03ad8318"}, "Scrapedate": "2025-12-21", "Num": ["O2S-18-13"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Appenzell Ausserrhoden Obergericht 2. Abteilung O2S-18-13"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Appenzell Ausserrhoden Obergericht 2. Abteilung"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Appenzell Rhodes-Extérieures  2. Abteilung"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Appenzello Interno  2. Abteilung"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "OG"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Obergericht Appenzell Ausserrhoden 2. Abteilung \n \nBeschluss vom 20. August 2019  \nMitwirkende Obergerichtspräsident E. Zingg \nOberrichter S. Plachel, Dr. M. Winiger, M. Müller, R. Kläger \nObergerichtsschreiberin B. Schittli \n \n \nVerfahren Nrn. O2S 18 13 \nERS 18 7 \n \n \nSitzungsort Trogen \n \n \nBeschwerdeführer M___ \n \n \nBeschwerdegegner R___ \n \n \nBeschwerdegegnerin Staatsanwaltschaft Appenzell Ausserrhoden  \nvertreten durch: Staatsanwalt  \n \n \nGegenstand Einstellung  \nBeschwerde gegen die Verfügu"}], "ScrapyJob": "446973/43/2239", "Zeit UTC": "21.12.2025 01:37:07", "Checksum": "df9cb17a16abe6431d08c9c40b7076e6", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Appenzell Ausserrhoden Obergericht 2. Abteilung O2S-18-13\nRegeste:\nObergericht Appenzell Ausserrhoden 2. Abteilung \n \nBeschluss vom 20. August 2019  \nMitwirkende Obergerichtspräsident E. Zingg \nOberrichter S. Plachel, Dr. M. Winiger, M. Müller, R. Kläger \nObergerichtsschreiberin B. Schittli \n \n \nVerfahren Nrn. O2S 18 13 \nERS 18 7 \n \n \nSitzungsort Trogen \n \n \nBeschwerdeführer M___ \n \n \nBeschwerdegegner R___ \n \n \nBeschwerdegegnerin Staatsanwaltschaft Appenzell Ausserrhoden  \nvertreten durch: Staatsanwalt  \n \n \nGegenstand Einstellung  \nBeschwerde gegen die Verfügu\n\nObergericht Appenzell Ausserrhoden\n2. Abteilung\n\nBeschluss vom 20. August 2019\n\nMitwirkende Obergerichtspräsident E. Zingg\nOberrichter S. Plachel, Dr. M. Winiger, M. Müller, R. Kläger\nObergerichtsschreiberin B. Schittli\n\nVerfahren Nrn. O2S 18 13\nERS 18 7\n\nSitzungsort Trogen\n\nBeschwerdeführer M___\n\nBeschwerdegegner R___\n\nBeschwerdegegnerin Staatsanwaltschaft Appenzell Ausserrhoden\nvertreten durch: Staatsanwalt\n\nGegenstand Einstellung\nBeschwerde gegen die Verfügung der Staatsanwaltschaft U 15\n804 vom 11. August 2015\nAnträge\n\na) des Beschwerdeführers:\n\nDie angefochtene Verfügung sei vollumfänglich aufzuheben. Die Untersuchung gemäss\nAnzeige gegen den Willensvollstrecker R___ wegen Sachentziehung (Art. 141 StGB) und\nVeruntreuung (Art. 138 StGB) sei unverzüglich voranzutreiben.\n\nb) des Beschwerdegegners:\n\n(kein Antrag)\n\nc) der Staatsanwaltschaft:\n\n(kein Antrag)\n\nSachverhalt\n\nA. Vorbemerkung\n\nDie vorliegende Streitsache hängt eng mit dem zurzeit sistierten Verfahren O2S 15 15\nzusammen. Zum besseren Verständnis wird in der nachfolgenden Übersicht auf den beiden Verfahren gemeinsam zugrunde liegenden Sachverhalt eingegangen, wie das im\nÜbrigen auch der Beschwerdeführer macht und beantragt (O2S 18 13 act. B 1, S. 2).\n\nB. Übersicht\n\na) Am 4. Februar 2008 setzte O___, die Mutter von M___, ein Testament auf (O2S 15\n15 act. B 6/2); am 10. März 2014 verstarb sie (O2S 15 15 act. B 6/1a und B 7/7.1).\n\nb) Mit Schreiben vom 14. November 2014 ersuchte das Erbschaftsamt der Gemeinde\nX___ M___ im Zusammenhang mit der Erbteilung um Beibringung einer Vollmacht\nmit amtlich beglaubigter Unterschrift (O2S 15 15 act. B 6/3). Am 24. November 2014\ntrat M___ den zu erwartenden Erbanteil aus dem Nachlass seiner verstorbenen\nMutter bis zur Deckung der ab Stichtag 22. November 2014 bis zum Tag des\nEmpfangs des Erbes vom Sozialamt zu leistenden Unterstützung an das Sozialamt\nX___ ab (O2S 15 15 act. B 6/12). Die Sozialen Dienste Y___ setzten das\nErbschaftamt der Gemeinde X___ am 26. November 2014 vom Tod von O___ sel.\n\nSeite 2\nsowie der Tatsache, dass M___ von der Sozialhilfe unterstützt wird, in Kenntnis\n(O2S 15 15 act. B 6/5).\n\nc) Am 25. November 2014 trat M___ einen längeren Auslandsaufenthalt an (O2S 15\n15 act. B 6/8). Am 6. Dezember 2014 stattete er seine Tochter H___ mit einer\nSpezialvollmacht aus (O2S 15 15 act. B 2/1), welche am 23. Februar 2015 um die\nMöglichkeit, Anzeigen zu erstatten, ergänzt wurde (O2S 15 15 act. B 7/4.2).\n\nd) Mit E-Mail vom 15. Dezember 2014 erhob M___ bei der Staatsanwaltschaft Appenzell Ausserrhoden gegen sämtliche Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des\nErbschaftsamtes X___ samt der dazugehörigen Kommission Strafantrag wegen\nAmtsmissbrauch, Nötigung, Begünstigung und Betrug und erklärte gleichzeitig, dass\ner sich als Privatkläger am Verfahren beteiligen wolle (O2S 15 15 act. B 6/1a). Den\nStrafantrag wiederholte er am 2. Februar 2015 auf dem Postweg und weitete ihn auf\ndie Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Sozialamtes und der dazugehörigen\nKommission aus (O2S 15 15 act. B 6/6a).\n\ne) Mit Beschluss vom 2. Februar 2015 stellte die Gemeinde X___ die sozialhilferechtliche Unterstützung für M___ wegen der Erbschaft seiner Mutter per 31.\nDezember 2014 ein und entzog einem allfälligen Rekurs gegen den Beschluss die\naufschiebende Wirkung (O2S 15 15 act. B 6/7).\n\nf) Am 23. Februar 2015 stellte M___ erneut Strafantrag wegen Amtsmissbrauch, Nötigung, Begünstigung und Betrug gegen sämtliche Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen\ndes Erbschaftsamtes X___ und gegen das Sozialamt X___ samt den\ndazugehörigen Kommissionen (O2S 15 15 act. B 7/5.1).\n\ng) Aus dem Schreiben der Erbteilungskommission X___ vom 4. März 2015 an die\nStaatsanwaltschaft ergibt sich, dass der Leiter des Erbschaftsamtes als Willensvollstrecker amtiert (O2S 15 15 act. B 7/8).\n\nh) Mit Schreiben vom 19. März 2015 gewährte die Gemeinde X___ M___ betreffend\nRückerstattung von unrechtmässig bezogener Sozialhilfe das rechtliche Gehör (O2S\n15 15 act. B 7/11.1).\n\ni) Mit Beschluss vom 1. April 2015 verpflichtete die Gemeinde X___ M___, die seit\ndem 10. März 2014 bis 31. Dezember 2014 bezogenen Sozialhilfeleistungen im\nUmfang von CHF 20‘936.10 aus dem Netto-Erbanteil aus dem Nachlass seiner am\n\nSeite 3\n10. März 2014 verstorbenen Mutter zurückzuerstatten, sobald sein Erbanteil\nrealisierbar ist (O2S 15 15 act. B 6/10).\n\nj) Mit E-Mail vom 9. April 2015 teilte M___ der Staatsanwaltschaft Appenzell\nAusserrhoden mit, das Verfahren Nr. U 15 168 sei um die Tatbestände der Unterschlagung und Veruntreuung zu erweitern (O2S 15 15 act. B 7/9).\n\n"}