{"Signatur": "AR_OG_002", "Spider": "AR_Gerichte", "Datum": "2021-01-01", "PDF": {"Datei": "AR_Gerichte/AR_OG_002_O2S-17-2_nodate.pdf", "URL": "https://rechtsprechung.ar.ch/download/Obergericht/2017/OG-20170613-O2S-17-2-20170613.pdf", "Checksum": "3923d06e8c3f9b8d66e20cbebe83bb64"}, "Scrapedate": "2025-12-21", "Num": ["O2S-17-2"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Appenzell Ausserrhoden Obergericht 2. Abteilung O2S-17-2"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Appenzell Ausserrhoden Obergericht 2. Abteilung"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Appenzell Rhodes-Extérieures  2. Abteilung"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Appenzello Interno  2. Abteilung"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "OG"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Obergericht Appenzell Ausserrhoden  2. Abteilung   \nBeschluss vom  13. Juni 2017   \nMitwirkende Obergerichtsvizepräsident W. Kobler Oberrichter R. Krapf, B. Dick, S. Plachel, Dr. M. Winiger Obergerichtsschreiberin B. Widmer   \nVerfahren Nr. O2S 17 2   \nSitzungsort Trogen  \n Beschwerdeführerin A___ Privatklägerin  \nvertreten durch: RA B___  \n Beschwerdegegnerin Staatsanwaltschaft Appenzell Ausserrhoden    Anklägerin  \nvertreten durch: StA C___,  Schützenstrasse 1A, 9100 Herisau  \n Gegenstand Besc"}], "ScrapyJob": "446973/43/2239", "Zeit UTC": "21.12.2025 01:37:23", "Checksum": "5917d32cb06cb211c4bccd53d0c82b48", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Appenzell Ausserrhoden Obergericht 2. Abteilung O2S-17-2\nRegeste:\nObergericht Appenzell Ausserrhoden  2. Abteilung   \nBeschluss vom  13. Juni 2017   \nMitwirkende Obergerichtsvizepräsident W. Kobler Oberrichter R. Krapf, B. Dick, S. Plachel, Dr. M. Winiger Obergerichtsschreiberin B. Widmer   \nVerfahren Nr. O2S 17 2   \nSitzungsort Trogen  \n Beschwerdeführerin A___ Privatklägerin  \nvertreten durch: RA B___  \n Beschwerdegegnerin Staatsanwaltschaft Appenzell Ausserrhoden    Anklägerin  \nvertreten durch: StA C___,  Schützenstrasse 1A, 9100 Herisau  \n Gegenstand Besc\n\nObergericht Appenzell Ausserrhoden\n2. Abteilung\n\nBeschluss vom 13. Juni 2017\n\nMitwirkende Obergerichtsvizepräsident W. Kobler\nOberrichter R. Krapf, B. Dick, S. Plachel, Dr. M. Winiger\nObergerichtsschreiberin B. Widmer\n\nVerfahren Nr. O2S 17 2\n\nSitzungsort Trogen\n\nBeschwerdeführerin A___\nPrivatklägerin\nvertreten durch: RA B___\n\nBeschwerdegegnerin Staatsanwaltschaft Appenzell Ausserrhoden\nAnklägerin\nvertreten durch: StA C___,\nSchützenstrasse 1A, 9100 Herisau\n\nGegenstand Beschwerde gegen die Nichtgewährung der unentgeltlichen\nRechtspflege und Rechtsverbeiständung (Verfahren Nr. U 16\n538)\nDas Obergericht stellt in tatsächlicher und rechtlicher Hinsicht fest:\n\n1. Das Mädchen A___, geb. am XX.XX.2007, war seit dem 20. Januar 2011 in der\nPflegefamilie D1___ und D2___ platziert (act. B 3/5). Seit dem 15. August 2015\nverbrachte sie Wochenenden und Ferien bei der Kontaktfamilie E1___ und E2___ (act. B\n3/10, S. 7). Seit 1. April 2016 ist F___ Beiständin von A___ (act. B 3/10, S. 4). Am\n15. April 2016 fand zwischen ihr und dem Kind ein Gespräch statt, in dessen Folge A___\nzur Kontaktfamilie E1___ und E2___ umplatziert wurde (act. B 3/14, S. 2 ff.). Die Kindesund Erwachsenenschutzbehörde (KESB) G___ kündigte am 29. April 2016 den\nPflegevertrag mit dem Ehepaar D1___ und D2___ per 15. April 2016 fristlos (act B\n11/2.28/15) und reichte am 9. Mai 2016 eine Strafanzeige gegen D1___ und D2___ ein\n(act. B 3/5). F___ stellte am 27. Mai 2016 bei der Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden\nfür A___ Strafantrag und reichte Straf- und Zivilklage gegen D1___ und D2___ ein (act. B\n3/11). Am 28. Juni 2016 wurden D1___ und D2___ von der Kantonspolizei als\nBeschuldigte einvernommen (act. B 3/16 und 3/17). Mit Schreiben vom 29. August 2016\nzeigte RA B___ der Staatsanwaltschaft die Vertretung von A___ an und stellte ein\nGesuch um unentgeltliche Rechtspflege, einschliesslich der unentgeltlichen\nRechtsverbeiständung (act. B 3/6-8). Am 19. September 2016 wurde eine\nVideoeinvernahme von A___ durchgeführt (act. B 3/13). Der Polizeirapport betreffend\nTätlichkeiten und Verletzung der Fürsorge- oder Erziehungspflicht datiert vom 30.\nSeptember 2016 (act. B 3/10). Mit Verfügung vom 3. Januar 2017 (U 16 538, act. B 2)\nwies die Staatsanwaltschaft das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege\nbeim aktuellen Verfahrensstand ab (Ziff. 1). Die Verfahrenskosten wurden dem Staat\nauferlegt (Ziff. 2).\n\nDer Begründung kann im Wesentlichen folgendes entnommen werden: Dass die\nGeschädigte nicht über die erforderlichen finanziellen Mittel verfüge, scheine unbestritten.\nAufgrund des vorliegenden Sachverhaltes gehe die Staatsanwaltschaft davon aus, dass\nmöglicherweise gewisse Fehler bei der Betreuung der Geschädigten durch die damaligen\nPflegeeltern passiert seien, dass aber die strafrechtlich relevanten Tathandlungen, sofern\ndiese überhaupt verfolgbar seien, in den Bereich der Bagatelldelikte fallen würden. Die\nKESB sei durchaus in der Lage, beim aktuellen Verfahrensstand das laufende\nStrafverfahren selber kompetent zu begleiten. Wenn sie daher zusätzlich eine\nRechtsvertreterin einsetze, so erfolge dies in eigener Kompetenz. Hingegen seien zur Zeit\ndie Voraussetzungen für die Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege nicht erfüllt.\n\n"}