{"Signatur": "AR_OG_002", "Spider": "AR_Gerichte", "Datum": "2021-01-01", "PDF": {"Datei": "AR_Gerichte/AR_OG_002_O2S-17-24_nodate.pdf", "URL": "https://rechtsprechung.ar.ch/download/Obergericht/2018/OG-20180911-O2S-17-24-20190107.pdf", "Checksum": "9192b8dbeac86d52ebe5936d0cf3826c"}, "Scrapedate": "2025-12-21", "Num": ["O2S-17-24"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Appenzell Ausserrhoden Obergericht 2. Abteilung O2S-17-24"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Appenzell Ausserrhoden Obergericht 2. Abteilung"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Appenzell Rhodes-Extérieures  2. Abteilung"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Appenzello Interno  2. Abteilung"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "OG"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Obergericht Appenzell Ausserrhoden  2. Abteilung   \nBeschluss vom  11. September 2018   \nMitwirkende Obergerichtsvizepräsident W. Kobler Oberrichter R. Krapf, S. Plachel, Dr. M. Winiger Oberrichterin D. Sieber Obergerichtsschreiberin M. Epprecht   \nVerfahren Nr. O2S 17 24   \nSitzungsort Trogen  \n   Gesuchsteller A___ \n verteidigt durch: RA AA___ (Mandat per 17.09.2018 niedergelegt)  \n Gesuchsgegnerin B___, Staatsanwältin, Schützenstrasse 1A, 9100 Herisau \n  Beigeladene C___   \n Gegenstand Aussta"}], "ScrapyJob": "446973/43/2239", "Zeit UTC": "21.12.2025 01:37:09", "Checksum": "6b5fdcdc0ce5d179601dba403870bd6d", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Appenzell Ausserrhoden Obergericht 2. Abteilung O2S-17-24\nRegeste:\nObergericht Appenzell Ausserrhoden  2. Abteilung   \nBeschluss vom  11. September 2018   \nMitwirkende Obergerichtsvizepräsident W. Kobler Oberrichter R. Krapf, S. Plachel, Dr. M. Winiger Oberrichterin D. Sieber Obergerichtsschreiberin M. Epprecht   \nVerfahren Nr. O2S 17 24   \nSitzungsort Trogen  \n   Gesuchsteller A___ \n verteidigt durch: RA AA___ (Mandat per 17.09.2018 niedergelegt)  \n Gesuchsgegnerin B___, Staatsanwältin, Schützenstrasse 1A, 9100 Herisau \n  Beigeladene C___   \n Gegenstand Aussta\n\nObergericht Appenzell Ausserrhoden\n2. Abteilung\n\nBeschluss vom 11. September 2018\n\nMitwirkende Obergerichtsvizepräsident W. Kobler\nOberrichter R. Krapf, S. Plachel, Dr. M. Winiger\nOberrichterin D. Sieber\nObergerichtsschreiberin M. Epprecht\n\nVerfahren Nr. O2S 17 24\n\nSitzungsort Trogen\n\nGesuchsteller A___\n\nverteidigt durch: RA AA___ (Mandat per 17.09.2018 niedergelegt)\n\nGesuchsgegnerin B___, Staatsanwältin, Schützenstrasse 1A, 9100 Herisau\n\nBeigeladene C___\n\nGegenstand Ausstand\nUntersuchung der Staatsanwaltschaft Appenzell Ausserrhoden\nU 17 675\nAnträge\n\na) des Gesuchstellers\n\n1. Die Staatsanwältin und Gesuchsgegnerin B___ sei zu verpflichten, im Strafverfahren\nU 17 675 / LSU gegen den Beschuldigten und Gesuchsteller A___ wegen des\nVerdachts der Drohung, von Tätlichkeiten, sexueller Belästigung, Beschimpfung und\nübler Nachrede zum Nachteil der Strafklägerin C___ gestützt auf Art. 56 Abs. 1 lit. f\nStPO in den Ausstand zu treten.\n2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten des Kantons Appenzell A.Rh.\n\nb) der Gesuchsgegnerin\n\nDas Ausstandsbegehren vom 13. November 2017 sei abzuweisen.\n\nc) der Beigeladenen\n\n(Verzicht auf eine Stellungnahme)\n\nSachverhalt\n\nA. Übersicht\n\nWegen Verdachts der Drohung, Tätlichkeiten, sexuellen Belästigung, Beschimpfung und\nüblen Nachrede zum Nachteil der Beigeladenen C___ wurde durch die\nStaatsanwaltschaft Appenzell Ausserrhoden ein Vorverfahren gegen den Gesuchsteller\nA___ eingeleitet. Am 13. November 2017 wurden C___ als Straf- und Zivilklägerin und\nA___ als Beschuldigter durch die Staatsanwaltschaft einvernommen.\n\nB. Prozessgeschichte\n\na) Im Verlauf der Einvernahme vom 13. November 2017 stellte der Verteidiger des\nBeschuldigten A___, Rechtsanwalt AA___ ein Ausstandsbegehren gegen die\nverfahrensleitende Staatsanwältin B___ im Verfahren U 17 675 (act. 3).\n\nSeite 2\nb) Mit Schreiben vom 21. Dezember 2017 leitete der Leitende Staatsanwalt Christian Bötschi\ndas Ausstandsbegehren zuständigkeitshalber an das Obergericht Appenzell\nAusserrhoden weiter (act. 1).\n\nc) Mit Schreiben vom 9. Januar 2018 wurde der verfahrensleitenden Staatsanwältin B___\nFrist zur Einreichung einer Stellungnahme angesetzt (act. 5). Am 11. Januar 2018 ging\ndie Stellungnahme der Staatsanwältin beim Obergericht ein (act. 6).\n\nd) Mit Verfügung vom 11. Januar 2018 wurde A___ sowie der Beigeladenen C___ eine\nKopie des Begleitschreibens der Staatsanwaltschaft vom 21. Dezember 2017 sowie die\nStellungnahme der Staatsanwältin vom 9. Januar 2018 zugestellt und gleichzeitig\nangezeigt, dass auf einen zweiten Schriftenwechsel und eine mündliche Verhandlung\nverzichtet wird (act. 7). Innert erstreckter Frist ging am 7. Februar 2018 eine\nStellungnahme des Verteidigers von A___ ein (act. 10). Die Beigeladene verzichtete\nstillschweigend auf die Gelegenheit zur Vernehmlassung.\n\ne) Mit Verfügung vom 9. Februar 2018 wurde der Staatsanwaltschaft und der Beigeladenen\ndas Doppel der Stellungnahme von A___ zugestellt und wiederum angezeigt, dass auf\neinen zweiten Schriftenwechsel und eine mündliche Verhandlung verzichtet wird. Weiter\nwurde Frist für allfällige Bemerkungen gesetzt und der beschuldigten Person sowie der\nPrivatklägerschaft Gelegenheit gegeben, Entschädigungsforderungen einzureichen (act.\n11). Am 15. Februar 2018 reichte die Staatsanwaltschaft eine weitere Vernehmlassung\nsamt Beilagen ein (act. 13, act. 14/1 und act. 14/2).\n\nf) Am 23. Februar 2018 ging die Parteikostennote des Verteidigers von A___ beim\nObergericht ein (act. 15, act. 16/1 und act. 16/2).\n\ng) Mit Verfügung vom 5. März 2018 wurde A___ und der Beigeladenen eine Kopie der\nVernehmlassung der Staatsanwaltschaft vom 15. Februar 2018 samt Beilagen zugestellt\nund Frist für allfällige Bemerkungen gestellt (act. 17).\n\nh) Am 19. März 2018 liess A___ eine weitere Stellungnahme und eine weitere\nParteikostennote einreichen (act. 18 und act. 19).\n\nAuf die Ausführungen in den vorstehend aufgeführten Eingaben kann verwiesen werden;\nsoweit für die Beurteilung des Gesuches erforderlich, ist darauf im Rahmen der\nnachfolgenden Erwägungen einzugehen.\n\nSeite 3\nC. Beschluss des Obergerichts\n\nDas Obergericht führte seine Beratung am 11. September 2018 durch und eröffnete den\nParteien seinen Beschluss anschliessend im Dispositiv (act. 23).\n\nErwägungen\n\n1. Formelles\n\n1.1 Nach Art. 26 des Justizgesetzes vom 13. September 2010 (JG, bGS 145.31) ist das\nObergericht Berufungs- und Beschwerdeinstanz in der allgemeinen Strafrechtspflege,\nunter Vorbehalt der Befugnisse des Einzelrichters (letztere beschränken sich laut\nArt. 27 JG auf den Bereich des Zwangsmassnahmerechts).\n\n"}